Kolleginnen
und Kollegen des tödlich verunfallten Zugbegleiters schreiben an der
Gedenkminute vom 9. August am Zürcher HB ins Kondolenzbuch
- „SUST-Zwischenbericht stützt unsere Forderungen“ am 21. August 2019 bei der SEV
zum eben vorgelegten Zwischenbericht der Schweizerischen Untersuchungsstelle: „… Wir fordern, dass die SBB sich nun darauf fokussiert, zu gewährleisten, dass Personal und Kunden sicher sind. Die SBB unterzieht derzeit alle Türen des Wagentyps EW IV einer zusätzlichen Kontrolle. Bis Ende Woche sollen alle Wagen fertig überprüft sein, so die Aussage der SBB an der Sitzung mit dem SEV vom 14. August. Wir halten daran fest, dass Wagen, bei denen der Klemmschutz nicht funktioniert, dann aus dem Verkehr gezogen werden müssen. In einem zweiten Schritt soll, wie im Zwischenbericht der SUST beschrieben, das heutige System für die Inaktivschaltung des Einklemmschutzes durch ein zuverlässiges ersetzt werden. Zudem muss die SBB im Unterhalt zusätzliches qualifiziertes Personal einsetzen. In ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch, 21. August, schreibt die SBB, dass sie den Abfertigungsprozess überprüft und mit den Sozialpartnern diskutiert habe. Dies stimmt so nicht: Wir haben mit der SBB zwar über den Abfertigungsprozess gesprochen, haben dabei aber Änderungen im Prozess zur Erteilung der Abfahrerlaubnis gefordert: Der Kundenbegleiter soll die Abfahrerlaubnis erst nach dem Einsteigen und Schliessen der eigenen Türe erteilen. Dazu hat die SBB bislang noch nicht Stellung genommen. Aufgrund des Zwischenberichts der SUST muss dieser Prozess umgehend angepasst werden...“
- „Mehr defekte Türen bei der SBB als bisher bekannt“ am 21. August 2019 beim SRF
meldet zu diesem Zwischenbericht unter anderem: „… Welche Massnahmen fordert die Untersuchungsbehörde? Die Sust empfiehlt dem zuständigen Bundesamt für Verkehr (BAV), die SBB aufzufordern, den bestehenden Einklemmschutz bei dem Wagentyp rasch «durch ein zuverlässiges System» zu ersetzen. Dies bedeutet, dass der Einklemmschutz bei allen 493 betroffenen Waggons ersetzt werden muss. Ebenso sei das Warnsystem im Führerstand des Lokführers so anzupassen, «dass die rote Kontrolllampe dem Lokführer den korrekten Zustand der Türen anzeigt». Wie rasch sollen die Massnahmen umgesetzt werden? Die Veröffentlichung eines Zwischenberichts der Sust wie in diesem Fall ist aussergewöhnlich. Die Behörde greift nur dann zu diesem Mittel, wenn Sicherheitsprobleme «dringlich» sind und eine sofortige Information des zuständigen Departementes nötig wird. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Korrekturen am Einklemmsystem ohne Verzug umgesetzt werden sollen, weil eine Gefährdung für die Sicherheit der Passagiere und des Personals besteht…“
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