
„
Erst
am Sonntag hat sich die Bundesregierung darauf verständigt, die
Mietpreisebremse bis 2025 zu verlängern, nun hat das umstrittene Projekt
auch juristisch Billigung von höchster Stelle erfahren: Die
Mietpreisbremse ist verfassungskonform, entschied das
Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in einem Beschluss, der am Dienstag
veröffentlicht wurde. Die 3. Kammer des Ersten Senats hatte über zwei
Vorlagen und eine Verfassungsbeschwerde zu entscheiden, die – mittelbar
beziehungsweise unmittelbar – die bundesrechtliche Regelung über die
Mietpreisbremse betrafen (Beschl. v. 18.07.2019, Az. 1 BvL 1/18, 1 BvL
4/18, 1 BvR 1595/18). (…)Die Verfassungsbeschwerde stammte indes von
einer Berliner Vermieterin, die von ihrer Mieterin erfolgreich verklagt
worden war, weil die Miete zu hoch gewesen war. Sie wandte sich gegen
die Urteile der Fachgerichte sowie mittelbar gegen die Mietpreisbremse
selbst. Sie rügte eine Verletzung ihrer Rechte aus Art. 14 Abs. 1, Art. 2
Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz (GG) sowie eine Verletzung des
Bestimmtheitsgebots…“ – aus dem
Artikel „Die Mietpreisbremse ist verfassungskonform“ am 20. August 2019 bei Legal Tribune online 
über die Entscheidung des Verfassungsgerichts. Siehe dazu auch das
Urteil des Gerichts und einen Beitrag zu einer nicht nur daraus
folgenden Reaktion der Unternehmen:
- „Immobilien-Lobby schlägt zurück“ von Gareth Joswick am 22. August 2019 in der taz online
über diese Reaktion unter anderem: „Schenken.
Sie. Mir. Ihre. Aufmerksamkeit! Mit dem alten Werbertrick überflüssiger
Satzzeichen sowie Forderungen aus der Wortspielhölle („Mut Stadt Wut“)
holt das Bündnis Berlin.Kann.Mehr! aus Immobilien- und Bauwirtschaft zum
PR-Gegenschlag gegen Mietendeckel und Enteignungs-Volksbegehren aus. In
einem alten Weddinger Fabrikgebäude erklären am Donnerstagmittag zwei
junge Männer mit Zahnpasta-Lächeln und gebügelten Hemden das Anliegen
der Kampagne. Sie holen zum Rundumschlag gegen Berlins linke
Wohnungspolitik aus: Der vom Senat beschlossene Mietendeckel und das
Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ seien keine
nachhaltigen Lösungen. Hinter den Debatten verberge sich vielmehr ein
grundsätzlicher gesellschaftlicher Werteverfall, der sich letztlich
gegen die Stadt richten werde, sagt Initiativensprecher Tim Kauermann.
Subtext: Wenn es nicht schnell eine wohnungspolitische Kehrtwende gibt,
sieht bald ganz Berlin so schlimm aus wie diese heruntergerockte
Fabriketage. (…) Zudem haben auch Bundes- und Landesregierungen
reagiert: Die Mietpreisbremse, die diese Woche auch vom
Verfassungsgericht bestätigt wurde, will der rot-rot-grüne Senat in
Berlin durch einen generellen Mietenstopp ergänzen, der ab dem kommenden
Jahr gelten soll...“
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