Kritik am politischen Zionismus muss erlaubt bleiben – Nein zur amtlichen Diffamierung von Muslimen und linkem Antikolonialismus
Der sogenannte Antisemitismusbericht 2018
der damaligen österreichischen Bundesregierung folgte dem repressiven
Trend rechtsnationalistischer Regierungen in Europa, bestimmte Gruppen
in der Bevölkerung und bestimmte politische Kampagnen durch
Denunzierung, Diffamierung und Diskreditierung zu ächten.
Schon die SPÖ/ÖVP Vorgängerregierung
hatte mit dem Islamgesetz die Richtung, bestimmte Gruppen in der
österreichischen Bevölkerung unter eine besondere Gesetzgebung zu
stellen, vorgegeben. Damit unterstellt die österreichische Politik aller
großen Parteien vor allem Menschen mit türkischen und arabischen
Hintergründen eine bestimmte religiöse und politische Haltung, oftmals
mit kulturrassistischen Zuschreibungen. Diese Unterstellung ist
letztendlich identitär, weil sie Haltung und Herkunft mutwillig
konstruiert und verbindet.
Außerdem sollen mit dem
Antisemitismusbericht politische Standpunkte diffamiert, ausgegrenzt und
letztendlich kriminalisiert werden. Dies zielt vor allem auf die
legitime Kritik an der israelischen Politik bzw. auf die notwendige
Solidarität mit den PalästinenserInnen. Anstatt deren humanistischen und
demokratischen Zugang im Sinne eines „Gleichen Rechts für alle“ zu
würdigen, wird Menschen, die diese Kritik und Solidarität üben,
Antisemitismus als Grundmotiv unterstellt. Die österreichische
Bundesregierung versuchte damit in einer absoluten, faktenfreien und
ahistorischen Betrachtung und Vereinfachung, Antisemitismus und
Antizionismus gleichzusetzen.
Diese Form der Politik hat vor allem in
Österreich und Deutschland eine schreckliche Tradition. Und es sind
heute genau die Parteien, die anderen Gruppen Antisemitismus
unterstellen, die sich nie von den verschiedenen Spielarten des
Faschismus und seinen rassistischen Denkmustern in vollem Umfang
lossagen konnten. Umgekehrt hat die ÖVP, die historisch in der
ideologischen Tradition der „Antisemitenliga“ zu verorten ist, größte
Probleme bis heute, die Bilder von Dollfuss und Lueger aus ihren Räumen
in das Kellerarchiv zu verräumen. Bei der FPÖ, deren Wurzeln im
Deutschnationalismus und Nationalsozialismus liegen, und der wiederholt
Verbindungen zu (Neo-)Nazis nachgewiesen werden konnten, tritt dieses
unselige Erbe ohnehin oft zutage.
Diese damalige Regierung und die koalierten Parteien überschlugen sich in der Bekundung ihrer Solidarität mit Israel. Einerseits um ihre Vergangenheit loszuwerden und andererseits um die ihnen gleichgesinnten Parteien in der israelischen Politik und deren Rückwirkung auf faschistoide Politiken in Europa zu unterstützen.
Diese damalige Regierung und die koalierten Parteien überschlugen sich in der Bekundung ihrer Solidarität mit Israel. Einerseits um ihre Vergangenheit loszuwerden und andererseits um die ihnen gleichgesinnten Parteien in der israelischen Politik und deren Rückwirkung auf faschistoide Politiken in Europa zu unterstützen.
Die zwischen einer kulturellen und
ethnischen Orientierung schwankende identitäre Mobilisierung nimmt
Einfluss auf das Begründungsgebäude der Staaten. Vom demokratischen
Staat aller seiner Bürger soll das Selbstverständnis verschoben werden
hin zu einem Staat, der eine bestimmte Gruppe privilegiert und andere
benachteiligt oder völlig ausgrenzt. In den Augen dieser identitären
PolitikerInnen hat das zionistische Israel dafür auch eine
Vorbildfunktion.
Diese Form der antidemokratischen und
ausgrenzenden Argumentation kommt nicht (mehr) nur von
rechtspopulistischer Parteien, Bewegungen und Regierungen. In Österreich
wird diese Ausgrenzung durch den Antisemitismusvorwurf mittlerweile
auch durch Institutionen betrieben, die dem traditionell linksliberalen
Lager zuzuordnen sind. Hier wird ein nationaler bzw. europäischer
„Burgfrieden“ quer durch alle parlamentarischen Parteien und
Institutionen geschlossen, der den israelischen Staat von allen völker-
und menschenrechtlichen Verpflichtungen freizusprechen sucht. Ein
Beispiel dafür ist das in der historischen Aufarbeitung der Faschismus
verdienstvolle Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands
(DOEW). Andreas Peham, langjähriger Mitarbeiter des DOEW, bekannter
Israel-Propagandist und Studienautor für VP-FP, spricht de facto die
Regierungsparteien, die zwei Haupterben des historischen Antisemitismus,
frei und liefert die Begründungen für die chauvinistische Kampagne der
Regierung gegen Muslime, die zum Hauptfeind deklariert wurden. So viel
zur Aushöhlung von „Wehret den Anfängen“.
DER BERICHT BENUTZT UNWISSENSCHAFTLICHE DEFINITIONEN UND METHODEN.
Hauptansatzpunkt der staatlichen und
institutionellen Kriminalisierungsversuche gegenüber jeglicher
Palästina-Solidarität und dem gleichzeitigen Schüren antimuslimischen
Rassismus ist dabei eine Neudefinition des Antisemitismusbegriffs, der
in Auftragsstudien die gewünschten Ergebnisse erzielen soll. In
Österreich präsentierte dazu Nationalratspräsident Sobotka im März 2019
die Ergebnisse einer vom Parlament in Auftrag gegebenen
Antisemitismusstudie, die Antisemitismus als Geisteshaltung vor allem
muslimischen MigrantInnen zuschreibt – ein Ergebnis, das
propagandistisch von der mit dem Rechtsextremismus in Verbindung
stehenden FPÖ schon seit Jahren vorbereitet wurde. Der Bericht benutzt
dabei unangemessene Methoden und unwissenschaftliche Vergleiche.
So wurde bewusst eine „Aufstockungsgruppe“
türkisch- und arabischsprechender StudienteilnehmerInnen herangezogen,
die jedoch, wie die VerfasserInnen der Studie im Übrigen selbst
anführen, im Unterschied zur restlichen Gruppe nicht repräsentativ ist.
Darüber hinaus wurde bei der „Aufstockungsgruppe“ nur eine Interviewform
verwendet, bei den anderen TeilnehmerInnen hingegen wurden drei
verschiedene Interviewformate miteinander kombiniert. Die
StudienautorInnen führen selbst an, dass die betreffenden Stichproben
nicht ausreichend gestreut werden konnten und eine Repräsentativität
daher „nicht notwendigerweise gegeben“ sei. Auch die definitorischen
Grundlagen selbst weisen eine klare politische Stoßrichtung auf, die mit
einer unzulässigen und in letzter Instanz unredlichen Gleichsetzung
einen politischen Standpunkt festzuschreiben sucht: Die Ablehnung des
politischen Zionismus als jüdischem Nationalismus sei Antisemitismus.
Damit wird die israelische Doktrin übernommen und jede politische Kritik
am Zionismus tabuisiert.
Gleichzeitig lassen sich die Studienergebnisse politisch nutzen, um dem antimuslimischen Rassismus ein neues – vermeintlich wissenschaftliches – Fundament zu liefern: Antisemitismus erscheint als muslimisch/arabisch/türkisches Phänomen. Damit wurde der Kurzschluss zur von der FPÖ lange propagierten „These“ des „importierten Antisemitismus“ vollzogen. Konsequenterweise wird als Gegenmaßnahme von der ÖVP- Staatssekretärin Edtstadler ein verpflichtender KZ-Mauthausen-Besuch für MuslimInnen und eine „Dokumentationsstelle für den politischen Islam“ gefordert.
DIE ARGUMENTATION IST IDENTITÄR UND FOLGT DAMIT DEM TRADITIONELLEN MUSTER DES ANTISEMITISMUS.Gleichzeitig lassen sich die Studienergebnisse politisch nutzen, um dem antimuslimischen Rassismus ein neues – vermeintlich wissenschaftliches – Fundament zu liefern: Antisemitismus erscheint als muslimisch/arabisch/türkisches Phänomen. Damit wurde der Kurzschluss zur von der FPÖ lange propagierten „These“ des „importierten Antisemitismus“ vollzogen. Konsequenterweise wird als Gegenmaßnahme von der ÖVP- Staatssekretärin Edtstadler ein verpflichtender KZ-Mauthausen-Besuch für MuslimInnen und eine „Dokumentationsstelle für den politischen Islam“ gefordert.
Die Umdeutung und Neuinterpretation der
Antisemitismusdefinition – inhaltlich mit den Definitionen der
zionistischen Netanjahu-Regierung synchronisiert – erfolgt dabei entlang
der klassischen antisemitischen Tradition. Sie ist im Kern identitär,
geht sie ideologisch doch von einer geschlossenen, ethnisch homogenen
„Kultur“ aus, deren „Reinheit“ von den ethnisch, religiös und kulturell
„Anderen“ bedroht sei: MuslimInnen, AraberInnen, TürkInnen. Staat und
Gesellschaft hätten „völkisch“ einheitlich zu sein, zumindest aber nach
„völkischen“ Kriterien regiert, beherrscht zu werden: Das
„christlich-jüdische Europa“ ähnlich wie der „jüdische Staat Israel“.
Das Judentum in seiner ganzen Vielfalt wird zu einer vermeintlich
politischen homogenen Ideologie zusammengeschmolzen: dem politischen
Zionismus. Jegliche jüdische Opposition gegen diese nationalistische
politische Ideologie wird an den Rand gedrängt, ausgegrenzt,
letztendlich zu einem „jüdischen Antisemitismus“ umdefiniert und im Keim
erstickt.
Diese Neudefinition von Antisemitismus,
die künftig ein Wesensmerkmal jeder Kritik am israelischen
Besatzungsregime sein soll, vermischt die Interessen des israelischen
Staates mit der heterogenen jüdischen Bevölkerung in und außerhalb
Israels. Sie unterstellt eine Gleichheit von Judentum (jüdischer Kultur
und Religion) und Zionismus, d.h. als Politik in Form eines
ethnozentrisch-jüdischen Nationalismus. Jüdinnen und Juden wird damit
implizit die Verantwortung für die völker- und menschenrechtswidrige
Politik dieses Staats aufgezwungen. Nicht-zionistische oder
antizionistische Jüdinnen und Juden geraten in den Geruch von
VerräterInnen, werden „undenkbar“ gemacht. Der Tradition Luegers
folgend, bestimmt man letztendlich, „wer a (guter) Jud is“.
DIE REGIERUNGSPARTEIEN SCHAFFTEN ES
ALSO NICHT, SICH VON IHRER ANTISEMITISCHEN UND RASSISTISCHEN GESCHICHTE
ZU LÖSEN UND WANDTEN SIE GEGEN ANDERE.
Entsprechend dieser politischen
Zielsetzungen gelingt es den rechtsnationalen und „christlichsozialen“
Parteien, sich von der eigenen antisemitischen Geschichte und Gegenwart
freizukaufen. Die Neudefinition des Antisemitismusbegriffs tabuisiert
und immunisiert nicht nur den verbündeten Staat Israel gegen Kritik oder
Sanktionen, sondern ermöglicht es zugleich, den politischen
Kampfbegriff „politischer Islam“ zu homogenisieren und zu verschärfen.
Netanjahus Versuch, die Schuld an der Shoah den PalästinenserInnen
zuzuschieben (Stichwort „Großmufti“ von Jerusalem), mag vor einigen
Jahren in Europa noch auf Ablehnung gestoßen sein. Über den Umweg „des
importierten Antisemitismus“ soll nunmehr die europäische Ausgeburt
„Antisemitismus“ Muslimen, AraberInnen und TürkInnen zugespielt werden.
Einen ersten Vorstoß wagte der ÖVP-Mandatar Martin Engelberg mit Antritt
der rechtsrechten Regierung Österreichs, als er in der israelischen
Tageszeitung „Ha’aretz“ die Koalition mit der FPÖ verteidigte. Man solle
sich nicht auf die Freiheitlichen fixieren, schrieb er, denn „in
Österreich kommt die wahre antisemitische Bedrohung von den Muslimen,
nicht den Nazis“. Die FPÖ sei „ungeachtet ihrer nationalsozialistischen
Wurzeln längst zu einer einwanderungsfeindlichen, populistischen
Bewegung geworden“, feierte Engelberg die rechtsrechte Koalition und
begründete damit zugleich, weshalb Rechtsextremismus und
Israel-Lobbyismus im Europa des 21. Jahrhunderts eine völlig neue
Antisemitismus-Definition benötigen. Die Arbeit dazu lieferten
Auftragsstudien, die dann wohl in Gesetzesvorlagen gegossen werden
sollten.
WIR FORDERN:
• Eine offene Debatte über die
israelische Apartheidpolitik muss möglich bleiben. Ein Verbot für
derartige Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen widerspricht dem
Grundrecht auf Meinungsfreiheit und ist zurückzunehmen.
• Das Ende der Stigmatisierung von Muslimen als „die feindlichen Anderen“ durch Politik und Institutionen.
• Landraub, Vertreibung, Diskriminierung und die Unterdrückung palästinensischer Menschenrechte müssen weiterhin, wie in den Genfer Konventionen, vom Europarat, und vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, klar als fortwährende Verletzungen des internationalen Rechts benannt werden können.
• Der Versuch, die Kritik an der Politik Israels durch eine propagandistisch motivierte Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus in der öffentlichen Debatte zu unterdrücken, ist zurückzuweisen.
• Große Teile der schwer unterdrückten palästinensischen Gesellschaft setzen große Hoffnungen in die gewaltfreie internationale BDS-Bewegung zum Boykott Israels. Der Beschluss des Wiener Gemeinderates, der diese Bewegung als antisemitisch denunziert und damit Kritik an Israel unterdrückt, ist aufzuheben.
• Das Ende der Stigmatisierung von Muslimen als „die feindlichen Anderen“ durch Politik und Institutionen.
• Landraub, Vertreibung, Diskriminierung und die Unterdrückung palästinensischer Menschenrechte müssen weiterhin, wie in den Genfer Konventionen, vom Europarat, und vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, klar als fortwährende Verletzungen des internationalen Rechts benannt werden können.
• Der Versuch, die Kritik an der Politik Israels durch eine propagandistisch motivierte Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus in der öffentlichen Debatte zu unterdrücken, ist zurückzuweisen.
• Große Teile der schwer unterdrückten palästinensischen Gesellschaft setzen große Hoffnungen in die gewaltfreie internationale BDS-Bewegung zum Boykott Israels. Der Beschluss des Wiener Gemeinderates, der diese Bewegung als antisemitisch denunziert und damit Kritik an Israel unterdrückt, ist aufzuheben.
Österreich, Juni 2019
UnterzeichnerInnen, Stand 20. August 2019:
Antiimperialistische Koordination (AIK), AustriaBDS Austria
Frauen in Schwarz (Wien), Austria
Antifaschistische Aktion Wien, Austria
Initiative für den Aufbau einer Revolutionär Kommunistischen Partei – IA.RKP, Austria
Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e.V., Germany
Steirische Friedensplattform, Austria
Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative – Dar al Janub, Austria
Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft – NMZ, Austria
Jewish Network for Palestine, UK
Biosocial Research Foundation, USA
Al-Quds Association, Spain
UK-Palestine Mental Health Network
BACBI – Belgian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel
BDS Schweiz-Suisse
Collectif Palestine 12 -Millau, France
AFPS 63, Association France Palestine Solidarité, France
BDS France, France
Gibanje za Pravice Palestincev, Slovenia
Gruppo Ibriq per la causa e la cultura Palestinese, Italy
Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network, International
Jews for Palestinian Right of Return; Labor for Palestine, USA
Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München, Germany
Boycott from Within (BFW), Israeli citizens for BDS, Israel
US Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (USACBI), United States
BDS Berlin, Germany
Institut für Palästinakunde e.V., Germany
University of Applies Sciences Frankfurt/M., Germany
Palästina Forum Nahost Frankfurt/M., Germany
Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg, Germany
Antifaschistische Aktion Wien, Austria
Handala, Austria
Palästinesische Gemeinde Österreich, Austria
BDS Florenz, Italy
Gruppo Ibriq per la cultura e la causa Palestinese, Italy
Gibanje za pravice Palestincev, Slovenia
Salaam Ragazzi dell’Olivo Comitato di Trieste, Italy
Diensten en Onderzoek Centrum Palestina, Netherlands
IJAN,International Jewish Anti Zionist Network, Spain
Union Juive Française pour la Paix (UJFP), EJJP and ECCP, France
Iniciativa za spravodlivy mier na Blizkom vychode, Slovakia
Palästinensische Gemeinde – MS, Germany
CPJPO, Comité pour une Paix Juste au Proche-Orient, Luxembourg
YANTE – Youth, Art and Levante, Austria
OKAZ, Austria
Arabischer Palästina-Club, Austria
Solidarität International (SI) e.V., Germany
Palästinakomitee Stuttgart, Germany
Duisburger Netzwerk gegen Rechts, Germany
Hände weg von Syrien, Austria
The Palestine Committee of Norway, Norway
AKUBLI – The Norwegian Committee for Academic and Cultural Boycott of State of Israel, Norway
Individuals:
Prof. David Klein, California State University Northridge, USA
PhD Les Levidow, Campaign Against Criminalising Communities (CAMPACC), UK
Ronnie Kasrils, Retired Minister South African Government
Na’eem Jeenah, Executive Director, Afro-Middle East Centre, Johannesburg, South Africa
Dr. Shahid Mathee, Lecturer at the Department of Religion Studies, University of Johannesburg, South Africa
Ofer Neiman, Israel
Mohammed Assaf, Germany
John King, USA
Raymond Deane, composer/author, Ireland
Cristina Soler Crespo, Spain
Cynthia Franklin, University of Hawaii, USA
Paul McDermott, Pasadena Foothills chapter of the ACLU, USA
Prof. Richard Sesford, University of Exeter, UK
Steven Friedman, University of Johannesburg, South Africa
Em. Prof. Herman De Ley, Ghent University, Belgium
Doris Ghannam, Germany
Prof. Rachel Giora, Tel Aviv University, Israel
Birgit Althaler, Switzerland
Ronnie Barkan, Israeli dissident, Palestine/Israel
Jan Ralske, Filmmaker, Germany
Nada Pretnar
Mary Mathai
Michal Sapir, Israel
Prof. James Dickins, University of Leeds, United Kingdom
Jean-Pierre Bouché, France
Hadas Leonov, Germany
Loretta Mussi, BDS Italia, Italy
Anna Farkas, Rete Romana di Solidarietà con il Popolo Palestinese, Italy
Alfred Almeder, Personenkomitee „Frieden für die Ukraine“, Austria
Leonhard schaefer, BDS Florenz, Italia
Amir Ali, Germany
Vera Macht, Germany
David Klein, U.S. Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel, USA
Ursula Sagmeister, Frauen in Schwarz Wien, Austria
Heinz Assenmacher, BDS Bonn, Germany
Elfi Padovan, Germany
Alex Link
Henning Kleeblatt
Günter Schenk, CJACP, Frankreich
Wolfgang Behr, Germany
Brigitte Gärtner-Coulibaly, Germany
Claus Stephan Schlangen, Germany
Claudia Karas, Germany
Kirsti Aarseth, AKULBI – THE NORWEGIAN COMMITTEE FOR ACADEMIC AND CULTURAL BOYCOTT OF THE STATE OF ISRAEL, Norway
Eva Sievers, Germany
Dr. Shadi Abu Daher, Austria
Andreas Wisuschil, Lawyer, Munich, Germany
Brigitte Neubacher, UN-Bedienstete in Ruhe, Kabul-Vienna, Austria
Günther Gerstenberg, Germany
Anja Matar, Germany
Jean-Guy Greilsamer, France
Sonia Fayman, UJFP, IJAN, France
Nicole Lefeuvre, France
Irène Steinert, Netherlands
Maria Obispo, Spain
Peter Unterweger Secretariat, Int’l Metalworkers Federation, retired, Austria
Arch. DI. Eric Egerer, Austria
Franz Fischer, Switzerland
Peter Leuenberger, Switzerland
Dr. Nadia Arouri, YANTE – Youth, Art, and Levante Director, Austria
Wilfried Bader, Austria
Margrith Nagel, Switzerland
Rudolf Knutti, Gesellschaft Schweiz-Palästina, Switzerland
Hanna Grubhofer
Waltraud Schauer, Palästina-Aktivistin, Frauen in Schwarz, Austria
Annette Groth, The Left Party, Germany
Abraham Melzer, Germany
André Rosevègue, UJFP Nouvelle Aquitaine, France
Georges Gumpel, Union Juive Française pour la Paix – UJFP, France
Allen Böhm, Austria
Reza Foroughi
Dr. Thomas Prader, Lawyer, Austria
Derya Günes, Austria
Bruno Berger, Austria
Dr. Lisl Rizy, Austria
Helga Suleiman, Palästina Solidarität Steiermark
Ron Ganzried, Switzerland
Daniela Vill, Austria
Hermann Klosius, Austria
Frigga Karl, Paris-Wien
Stephan Bartunek, Gruppe42, Austria
Irina Vana, Soziologin, Austria
Willi Langthaler, Aktivist und Autor, Austria
Hans Peter Radauer, Austria
Franz Pöschl, Germany
Günter Schenk, Strasbourg, CJACP, France
Reinhard Loidl, Austria
Renate Schiansky, Austria
Jochim Varchmin, Germany
Imad Garbaya, Austria
Albert F. Reiterer, Austria
Renate Häberle, Palästinakomitee Stuttgart, Germany
Monika Vykoukal, Austria
Nathaniel, United States
Verena Rajab, Palästinakomitee Stuttgart und Partei Die Linke Bundesrepublik Deutschland, Germany
Attia Rajab, Palästinakomitee Stuttgart, Germany
Karin Pilz, Austria
Raimund Boris Lechthaler, Solidarwerkstatt Österreich, Austria
Vykoukal Karl
Johanna Weichselbaumer, Austria
Gordon Leed, Supporter of oppressed peoples around the world, Scotland
Gerhilde Merz, freie Übersetzerin, Austria
Jürgen Jung, Salam Shalom e. V., Germany
Federico Nier-Fischer, free lance journalist
Dr.Edda Egerer, Austria
Mary Pampalk, Frauen in Schwarz Wien, Aktivistin f. Menschenrechte, Austria
Ingrid Sporn
Paul Blank
Dr. Leo Gabriel, World Social Forum, Austria
Robert Reischer, Österreich
Stefan Grasgruber-Kerl, Austria
Angela Krause, München, Germany
Prof. David Klein, California State University Northridge, USA
PhD Les Levidow, Campaign Against Criminalising Communities (CAMPACC), UK
Ronnie Kasrils, Retired Minister South African Government
Na’eem Jeenah, Executive Director, Afro-Middle East Centre, Johannesburg, South Africa
Dr. Shahid Mathee, Lecturer at the Department of Religion Studies, University of Johannesburg, South Africa
Ofer Neiman, Israel
Mohammed Assaf, Germany
John King, USA
Raymond Deane, composer/author, Ireland
Cristina Soler Crespo, Spain
Cynthia Franklin, University of Hawaii, USA
Paul McDermott, Pasadena Foothills chapter of the ACLU, USA
Prof. Richard Sesford, University of Exeter, UK
Steven Friedman, University of Johannesburg, South Africa
Em. Prof. Herman De Ley, Ghent University, Belgium
Doris Ghannam, Germany
Prof. Rachel Giora, Tel Aviv University, Israel
Birgit Althaler, Switzerland
Ronnie Barkan, Israeli dissident, Palestine/Israel
Jan Ralske, Filmmaker, Germany
Nada Pretnar
Mary Mathai
Michal Sapir, Israel
Prof. James Dickins, University of Leeds, United Kingdom
Jean-Pierre Bouché, France
Hadas Leonov, Germany
Loretta Mussi, BDS Italia, Italy
Anna Farkas, Rete Romana di Solidarietà con il Popolo Palestinese, Italy
Alfred Almeder, Personenkomitee „Frieden für die Ukraine“, Austria
Leonhard schaefer, BDS Florenz, Italia
Amir Ali, Germany
Vera Macht, Germany
David Klein, U.S. Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel, USA
Ursula Sagmeister, Frauen in Schwarz Wien, Austria
Heinz Assenmacher, BDS Bonn, Germany
Elfi Padovan, Germany
Alex Link
Henning Kleeblatt
Günter Schenk, CJACP, Frankreich
Wolfgang Behr, Germany
Brigitte Gärtner-Coulibaly, Germany
Claus Stephan Schlangen, Germany
Claudia Karas, Germany
Kirsti Aarseth, AKULBI – THE NORWEGIAN COMMITTEE FOR ACADEMIC AND CULTURAL BOYCOTT OF THE STATE OF ISRAEL, Norway
Eva Sievers, Germany
Dr. Shadi Abu Daher, Austria
Andreas Wisuschil, Lawyer, Munich, Germany
Brigitte Neubacher, UN-Bedienstete in Ruhe, Kabul-Vienna, Austria
Günther Gerstenberg, Germany
Anja Matar, Germany
Jean-Guy Greilsamer, France
Sonia Fayman, UJFP, IJAN, France
Nicole Lefeuvre, France
Irène Steinert, Netherlands
Maria Obispo, Spain
Peter Unterweger Secretariat, Int’l Metalworkers Federation, retired, Austria
Arch. DI. Eric Egerer, Austria
Franz Fischer, Switzerland
Peter Leuenberger, Switzerland
Dr. Nadia Arouri, YANTE – Youth, Art, and Levante Director, Austria
Wilfried Bader, Austria
Margrith Nagel, Switzerland
Rudolf Knutti, Gesellschaft Schweiz-Palästina, Switzerland
Hanna Grubhofer
Waltraud Schauer, Palästina-Aktivistin, Frauen in Schwarz, Austria
Annette Groth, The Left Party, Germany
Abraham Melzer, Germany
André Rosevègue, UJFP Nouvelle Aquitaine, France
Georges Gumpel, Union Juive Française pour la Paix – UJFP, France
Allen Böhm, Austria
Reza Foroughi
Dr. Thomas Prader, Lawyer, Austria
Derya Günes, Austria
Bruno Berger, Austria
Dr. Lisl Rizy, Austria
Helga Suleiman, Palästina Solidarität Steiermark
Ron Ganzried, Switzerland
Daniela Vill, Austria
Hermann Klosius, Austria
Frigga Karl, Paris-Wien
Stephan Bartunek, Gruppe42, Austria
Irina Vana, Soziologin, Austria
Willi Langthaler, Aktivist und Autor, Austria
Hans Peter Radauer, Austria
Franz Pöschl, Germany
Günter Schenk, Strasbourg, CJACP, France
Reinhard Loidl, Austria
Renate Schiansky, Austria
Jochim Varchmin, Germany
Imad Garbaya, Austria
Albert F. Reiterer, Austria
Renate Häberle, Palästinakomitee Stuttgart, Germany
Monika Vykoukal, Austria
Nathaniel, United States
Verena Rajab, Palästinakomitee Stuttgart und Partei Die Linke Bundesrepublik Deutschland, Germany
Attia Rajab, Palästinakomitee Stuttgart, Germany
Karin Pilz, Austria
Raimund Boris Lechthaler, Solidarwerkstatt Österreich, Austria
Vykoukal Karl
Johanna Weichselbaumer, Austria
Gordon Leed, Supporter of oppressed peoples around the world, Scotland
Gerhilde Merz, freie Übersetzerin, Austria
Jürgen Jung, Salam Shalom e. V., Germany
Federico Nier-Fischer, free lance journalist
Dr.Edda Egerer, Austria
Mary Pampalk, Frauen in Schwarz Wien, Aktivistin f. Menschenrechte, Austria
Ingrid Sporn
Paul Blank
Dr. Leo Gabriel, World Social Forum, Austria
Robert Reischer, Österreich
Stefan Grasgruber-Kerl, Austria
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