Mittwoch, 17. Juni 2015

50. Jahrestag: USA werfen Atombomben auf Hiroshiman und Nagasaki

Gian Luigi Nespoli, Giuseppe Zambon (Hrsg.) Abels Gesichter HIROSCHIMA NAGASAKI deutsch /italienisch Format 33 x 24,5 cm Leinen bebildert ISBN 978-3-88975-055-6 35,00 € deutsch broschiert, Format 33 x 24,5 cm ISBN 978-3-88975-055-6 9,80 € Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vom 6. und 9. August 1945 waren der erste und bislang einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. Die Abwürfe trugen erheblich dazu bei, dass kurz darauf Kaiser Hirohito mit der Rede vom 15. August die Beendi­gung des „Großostasiatischen Krieges“ bekanntgab. Mit der Kapitulation Japans endete am 2. September der Zweite Weltkrieg auch in Asien, nachdem er in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehr­macht bereits seit dem 8. Mai 1945 beendet war. Den Befehl zum Einsatz der neuen Waffe gab US-Präsident Harry S. Truman, Nachfolger des am 12. April 1945 verstorbenen Franklin D. Roosevelt, im Haus Erlenkamp in Potsdam, wo die amerikanische Delegation während der Potsdamer Konferenz Quar­tier bezogen hatte. Truman, früher Roosevelts Vize­präsident, hatte bis zum Amtsantritt keine Kenntnis vom „Manhattan-Projekt“, der Entwicklung der Atombombe. Das Motiv für den Einsatz der Bom­ben war, Japan möglichst schnell zur Kapitulation zu bewegen und so den Krieg zu beenden. Einerseits befürchtete Truman, dass die Sowjetunion Forderungen auf japanisches Gebiet stellen würde, andererseits, dass die geplante amerikanische Lan­dung auf den japanischen Hauptinseln viele Opfer unter den US-Soldaten fordern würde. Zum dama­ligen Zeitpunkt waren noch große Gebiete Asiens von Japan besetzt. Trumans Entscheidung wird noch immer stark und emotional diskutiert. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort – fast ausschließ­lich Zivilisten und von der japanischen Armee ver­schleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den weiteren Jahren kamen etliche hinzu. Das Gedenken an die Opfer spielt in Japan eine gro­ße Rolle in der nationalen Kultur und im nationalen Selbstverständnis. Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krie­ges und vor allem eines möglichen Atomkrieges zu Zeiten des Kalten Krieges.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen