Montag, 6. Januar 2020
Widerstand gegen den Kriegskurs der USA – Solidarität mit den demokratischen und sozialen Bewegungen im Iran, Irak und der ganzen Region
Wenn Trump jetzt behauptet, sein Mordkommando sei nicht unternommen
worden, um einen Krieg zu beginnen, sondern um einen zu verhindern, so
gibt es eine naheliegende historische Parallele: Der letzte
Nazi-Parteitag vor dem Überfall auf Polen 1939 wurde offiziell
„Reichsparteitag des Friedens“ getauft. Die Kontinuität der
Kriegspolitik der USA in der ganzen Region ist unübersehbar: Von der
stetigen Unterstützung des fundamentalistischen Terror-Regimes in
Saudi-Arabien über die Bündnispolitik mit islamistischen Milizen, wenn
es gegen Regimes geht, die dieser Politik im Wege stehen - spätestens
seit Afghanistan bekannt. Einschließlich der imperialistischen
Arroganz, über Leben und Tod anderer zu entscheiden, wie sie sich vor
allem in der Unterstützung und Organisierung einer Endlos-Kette von
Militärputschen ausdrückt. Wenn es sich um den dringend nötigen
Widerstand gegen diesen Kurs handelt, kann dieser nicht darauf
ausgerichtet sein, ein seinerseits reaktionäres Regime zu unterstützen
– sondern nur darauf, den Kampf so vieler Menschen für
gesellschaftliche Veränderungen in nahezu allen Ländern der Region zu
unterstützen. Aktuelle Proteste, die sich oft genug, wie eben vor
allen Dingen in den letzten Monaten des Jahres 2019 im Irak, gegen
alle Bestrebungen richten, diesen Ländern die Entwicklung von Außen
diktieren zu wollen. Und wenn es im Irak viele Menschen gab, die den
Tod Soleimanis keineswegs betrauerten, so nicht deshalb, weil sie
Anhänger der USA wären - das hat sich in der ganzen Zeit der Proteste
deutlich gezeigt und zeigt sich immer noch -, sondern weil er einer
der Verantwortlichen war für die vielen Toten unter den Demonstranten.
Einen Kommandierenden der blutigen Revolutionsgarden des iranischen
Regimes zum Antiimperialisten zu stilisieren bedeutet, sich zum
Partner der reaktionären Milizen in der Region zu machen, die seit
langem auf progressive Kräfte das Feuer eröffnet haben – und ist mit
Sicherheit kein Weg, den Frieden zu verteidigen. Siehe dazu eine
aktuelle Materialsammlung über Widerstand gegen den Kriegskurs der USA
inklusive Stellungnahmen und Aufrufe aus der Region, die die dortigen
Regimes nicht verteidigen wollen und einen Beitrag über die Rolle der
Bundeswehr nach der Entschließung eines Teils des irakischen
Parlaments (und nein, es geht nicht um die Sicherheit der Soldaten,
sondern um die Sicherheit vor ihnen...)
https://www.labournet.de/?p=160199
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