“Die Kampagne „Gesichtserkennung stoppen“ fordert ein Verbot von automatischer Gesichtserkennung in der Öffentlichkeit. Laut Initiatoren hat die Technik das Potential die Demokratie ernsthaft zu gefährden, da sie Menschen das Gefühl gibt, ständig unter Beobachtung zu stehen. Heute startet die neue Kampagne „Gesichtserkennung stoppen“
der Initiative Digitale Freiheit
. Sie richtet sich gegen den Ausbau von automatisierter Gesichtserkennung zur Massenüberwachung – und fordert ein Verbot von automatischer Gesichtserkennung durch staatliche Behörden. Der Initiative haben sich bis jetzt der CCC und der Verein Digitale Gesellschaft angeschlossen. Im Aufruf der Kampagne heißt es: „Obwohl seit Jahren die Kriminalitätsrate und die Zahl der Todesopfer durch Terroranschläge sinkt, fordern Politiker*innen beständig den Ausbau von Massenüberwachung.“ Testprojekte wie die mit Gesichtserkennung ausgerüstete Videoüberwachung am Berliner Südkreuz seien im Trend, würden jedoch außer gefühlter Sicherheit wenig konkretes bringen. Als Beispiel für ein Verbot staatlicher Gesichtserkennung führt die Kampagne die Stadt San Francisco
an. Dort wurde die Technik mit Hinweis auf die Gefahren, die von ihr ausgehen, bereits verboten. Außerdem verpflichtet die Verordnung in San Francisco zur jährlichen Evaluation aller eingesetzten Überwachungstechnik. Die Initiatoren von „Gesichtserkennung stoppen“ führen mehrere Kritikpunkte an, weshalb die Nutzung von Gesichtserkennung ihrer Ansicht nach Gefahren birgt. (…) Die Initiative sieht in der fortschreitenden Verbreitung von Gesichtserkennung auch eine Gefahr für die Demokratie. Würde die Technik perfekt funktionieren, könnten Bewegungsprofile erstellt werden und viele tausend Menschen anlasslos gleichzeitig überwacht werden. Durch diesen ständigen Druck würden Bürger:innen in ihrer freien Entfaltung behindert und von politischer Partizipation abgeschreckt werden…” Beitrag von Felix Richter vom 27.12.2019 bei Netzpolitik
und die Kampagne „Gesichtserkennung stoppen“
, die das LabourNet Germany mit unterstützt
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen