Die Verhinderung der Waffenlieferungen an das Verbrecher-Regime in Saudi-Arabien, die den Dockern von Genua im Mai 2019 gelang (siehe dazu den Hinweis am Ende dieses Beitrags) hat große Aufmerksamkeit erregt: Bei den kämpferischen Teilen der Gewerkschaftsbewegung in verschiedenen Ländern und den Antik-Kriegskräften sowohl in Europa, als auch verschiedenen arabischen Staaten. Aber auch bei den Waffenlieferanten und ihren politischen wie uniformierten Hilfstruppen. In dem Bericht „Italian dockworkers ‘close ports to war’“ von Gregorio Piccin am 23. Dezember 2019 bei Il Manifesto Global - Eine Erklärung der Hafenarbeiter von Genua zu ihren Dezember-Aktionen gegen Waffenlieferungen nach Saudi Arabien

„… Vor ein paar Tagen legte der Frachter Bahri Abha im Hafen von Sagunt (Spanien) an, wo er acht Container mit Sprengstoff für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verlud, die ebenfalls am Krieg im Jemen beteiligt sind. Lokale Mobilisierungen haben versucht, die Beladung zu stoppen, wurden jedoch von der Polizei und der Guardia Civil daran gehindert. Die Abha ist jetzt in Genua angekommen, hat den üblichen Einsatz von Polizei und Carabinieri am Eingang des Hafens und im Terminal ausgelöst. An Bord wurden vierrädrige Panzerfahrzeuge mit Geschützturm und Kanone gesichtet, wahrscheinlich leicht gepanzerte Fahrzeuge aus Kanada, die von General Dynamics hergestellt wurden. Viele Arbeiter wollen aus Sicherheitsgründen nicht unter diesen Bedingungen arbeiten und viele weigern sich, Teil der globalen Kriegsmaschine zu sein. Heute sind einige Hafenarbeiter zu einem Treffen zwischen Hafenarbeitgebern und Behörden aufgebrochen, um ihre deutliche Haltung gegen diesen Sachverhalt zu erklären. Wenn die kriegerischen Verhältnisse weiter Teil unseres Hafens bleiben, werden die Folgen, vor allem die wirtschaftlichen, für alle spürbar sein. Wir werden nicht tolerieren, dass Genua ein Zwischenstopp in einem Krieg ist, der weltweit Millionen Menschen Tod und Elend bringt. Wenn unsere Chefs die Aufträge und die Zeit nicht verlieren möchten, sollten sie uns die Ladepläne zeigen. Wir haben monatelang darum gebeten, diese öffentlich zu machen. Wir wollen, dass sie uns beweisen, dass wir und die spanischen Hafenarbeiter Unrecht haben...“ aus der Dokumentation „Italienische Hafenarbeiter zu den Protesten gegen die saudischen Bahri-Frachter“ am 10. Januar 2020 bei de.indymedia
über ihre Aktion… - „Ricapitalando on bahri, ports and war…“ am 12. Dezember 2019 beim Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali
(Facebook) ist eine aktuelle (zweisprachige) Stellungnahme zum Polizeiaufmarsch und den aktuellen wie künftigen Aktionen, in der unterstrichen wird, dass Ziel des Kampfes bleibe es, keine Kriegslieferungen im eigenen Hafen zuzulassen und dies werde man im Februar kommenden Jahres erneut deutlich machen. Dabei wird auch deutlich, dass sie die Ladung ziemlich genau kennen: Das saudische Schiff kam diesmal aus Kanada mit einer Lieferung von General Dynamics…
- Siehe zur letzten Blockadeaktion im Hafen von Genua auch: „„Dass wir in Genua die Waffenlieferung an Saudi-Arabien bestreikt haben, entspricht der Tradition: Das haben wir auch schon bei Lieferungen für den Krieg gegen Vietnam und gegen den Irak gemacht““ am 28. Juni 2019 im LabourNet Germany (dort auch der Verweis auf den ersten Bericht dazu)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen