Gestern überraschte eine kleine Gruppe
von Revolutionären in Austin Heidi Sloan, die Kandidatin für das
Repräsentantenhaus der „Demokratischen Sozialisten Amerikas“ (DSA), und
überschüttete sie mit Flugblättern zum diesjährigen Wahlboykott und mit
Farbe gefüllten Eiern. Andern Orts in der Stadt sind bereits die ersten
Plakate und Graffiti aufgetaucht, die ebenfalls zum Boykott der Wahlen
und zum Kampf für die Revolution aufrufen.
Die sozialdemokratische DSA ist bekannt
dafür, dass sie sich revolutionär gibt aber gleichzeitig einen wichtigen
Dienst für den US-Imperialismus leistet, indem sie den Zorn der Massen
in die alten, ausgetretenen Pfade des Parlamentarismus lenkt. Dabei geht
sie soweit, sogar Kandidaten der Demokraten wie Obama zu unterstützen
oder für die Grünen oder parlamentarische Kretins wie Sanders zu
mobilisieren. Ihre Sektion in Austin ist sogar soweit gegangen, einen
Funktionär der Polizeigewerkschaft als nationalen DSA-Repräsentanten
vorzuschlagen – und all das, während sie behaupteten, „progressiv“ oder
sogar „revolutionär“ zu sein. Ihr Hass auf alles Revolutionäre geht so
weit, dass sie sich in der vergangenen Woche Montag auf einer
Antifa-Kundgebung lieber dazu entschlossen hat, die Einheit der
Antifaschisten zu untergraben um ihre Agenda zu fördern, als darum die
Faschisten zu bekämpfen oder zumindest Solidarität mit denjenigen zu
zeigen, die sich nicht von den Faschos und Bullen haben einschüchtern
lassen.

Das Eindecken der DSA-Kandidatin mit
Flugblättern und Farbe ist jedoch nicht die einzige Aktion, die bei der
Entwicklung der Boykottkampagne in Austin durchgeführt wurde. In den
Straßen rund um den Givens Park, einem historischen Viertel der
schwarzen Arbeiterklasse, waren an Wänden und Schaltkästen Graffiti und
Flugblätter zum Wahlboykott zu finden, mit Parolen wie „Wählt nicht!
Kämpft für die Revolution!“ und “Wahlen, nein! Revolution, ja!“.



- Geschrieben von cazi
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