Bielefeld. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat auf den Vorstoß von Oberbürgermeister Pit Clausen, in Seenot geratene, minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen, reagiert. Wie die Stadt im Hauptausschuss mitteilte, sollen aufgrund dieses Angebots etwa zehn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Seenot geraten waren und gerettet werden konnten, nach Bielefeld kommen.
„Die Minderjährigen kommen aus Somalia, Eritrea und Pakistan und befinden sich seit einigen Monaten in einem Flüchtlingslager auf Malta", heißt es in der Mitteilung. Die Aufnahme der jungen Flüchtlinge in Bielefeld soll bereits in Kürze erfolgen.
Beschluss vom 27. September
Wie berichtet, hatte der Rat der Stadt am 27. September beschlossen, der Bundes- und Landesregierung die Bereitschaft zu signalisieren, über die gesetzlich vorgeschriebene Zahl hinaus, weitere unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen.
Dazu Michael Gugat von der Ratsgruppe Bürgernähe/Piraten: „Die Stadt Bielefeld verhilft einigen jungen Menschen zu einem Leben in Sicherheit. Der Beschluss und die jetzt folgende Aufnahme sind Beleg für gelebte internationale Solidarität und Humanität."
Bielefeld habe insbesondere im Bereich der Aufnahme und Integration von minderjährigen Geflüchteten eine überdurchschnittlich gute hauptamtliche Struktur. "Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stehen wie bisher bereit, ihren Teil zu tun.
Für Bielefeld ist die Aufgabe, diese zehn jungen Menschen zu versorgen, ohne Probleme zu leisten."
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