Samstag, 9. Dezember 2017

Wie die Betreuer mit unlauteren Mitteln versuchen Druck zu machen

Schon im Oktober hat sich die Organisation der Berufs"betreuer" herausgenommen, für den Bereich des Betreuungsrechts einen „Formulierungsvorschlag für Koalitionsverhandlungen“ zu veröffentlichen! 
Wir halten das für übergriffig, weil sie versucht vorzuschreiben, was eine künftige Koalition da wie regeln solle. 
Es ist außerdem unlauter, weil vertrauliches Wissen über eine unveröffentlichte Studie des BMJV dabei als Begründung verwendet wird; siehe den hier veröffentlichten Formulierungsvorschlag: http://tinyurl.com/ychz3y3h, Zitat:
Die vorliegenden Ergebnisse zu der vom BMJV in Auftrag gegebenen Studie „Qualität in der rechtlichen Betreuung“…  
Diese Behauptung können die Berufsbetreuer nur deswegen machen, weil sie in den Beirat des Justizministeriums berufen wurden und sich deshalb über den Inhalt der unveröffentlichten Studie vorab informieren konnten. Diese Indiskretion beweist, wie unfair und robust diese Berufsgruppe ihre Interessen versucht durchzusetzen – typisch dafür, wie sie es gewohnt ist, jederzeit mit der Drohung oder der Anwendung von Zwang und Gewalt gegen die von ihnen „Betreuten“ – tatsächlich aber Entmündigte – vorzugehen. Dafür hat ihr der Gesetzgeber auch noch die Befugnisse eingeräumt, Zwangsbehandlungen für alle Krankheiten in allen Stationen aller Krankenhäuser einzuleiten, die am 22.7.2017 in Kraft getreten ist , siehe: 
Angeblich würden die Berufsbetreuer so knapp bezahlt, jammern deren Vertreter andauernd. Wir haben inzwischen entdeckt, wie diese Funktionäre seit 2012 die Beiträge der angeblich so knapp bemittelten Mitglieder dafür verwenden, teure professionelle Lobbyarbeit einzukaufen, siehe die Referenzen der PR Agentur nic communication & consulting | Bettina Melzer:
http://www.niccc.de/referenzen/bundesverband-der-berufsbetreuerinnen-e-v
Oder hat da mal wieder die Pharmaindustrie nachgeholfen und die mit so viel Macht ausgestatteten Betreuer als Druckmittel gegen die angeblich "Psychisch Kranken" gesponsert? Wir verlangen Aufklärung!

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2010 erhielt Wolf-Dieter Narr den zum dritten Mal verliehenen Freiheitspreis der Irren-Offensive bei deren 30 Jahr-Feier. 
Aus Anlass des 80. Geburtstages von Wolf-Dieter Narr wurde eine Bibliographie erstellt, die Texte aus 50 Jahren und über 500 Titel, davon mehr als 200 im Volltext, umfasst und nun im Internet unter der Adresse https://wolfdieternarr.de zugänglich ist.
Die Themenpalette ist breit. Im Anschluss u.a. an Marx, Weber und Adorno reichen die Arbeiten von grundlegenden Texten zur Staats- und Demokratietheorie und zu Frieden und Menschenrechten über Fragen der politischen Theorie und der Hochschul- und Wissenschaftspolitik bis zur Analyse und Kritik globalisierter Ökonomie, Psychiatrie, Überwachung sowie der Sozial- und Migrationspolitik. 
Auch seine Beiträge und Gutachten gegen die Zwangspsychiatrie sind dort zu finden, die er seit 2000 verfasst hat.
Für gegenwärtige und zukünftige Versuche, die Welt kritisch zu verstehen und sie zu verändern, können Wolf-Dieter Narrs radikaldemokratische und herrschaftskritische Texte wichtige Impulse geben.

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Angeblich zur „Vermeidung von Zwangsmaßnahmen im psychiatrischen Hilfesystem“ hat das Bundesministerium für Gesundheit das  Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit einer bundesweiten anonymen Befragung beauftragt und zahlt dafür erheblich. Nun versucht das UKE per E-Mail Menschen zu finden, die sich an dieser obszönen Umfrage beteiligen.
Wenn es dafür ordentlich zahlen würde, würden wir empfehlen, sich daran anonym zu beteiligen, das Geld vorher abzugreifen und die Fragebögen mit irgendwelchem Quatsch vollzuschwurbeln.
Da es aber gar nix dafür gibt, warnen wir vor jeder Beteiligung an dieser Umfrage, weil sie nur darauf abzielt, durch angebliche "Vermeidung" die Menschenrechte verachtenden Methoden der Zwangspsychiatrie, insbesondere die Legitimierung psychiatrischer Zwangsbehandlung, weiter zu befestigen, denn Vermeidung sagt implizit, dass diese da, wo unvermeidbar, weiter gehen müsse. Da psychiatrische Zwangsbehandlung Folter ist und inzwischen vom Vatikan und der UN auch als solche anerkannt wurde ist es nur noch zynisch zu nennen, deren "Vermeidung" betreiben zu wollen. Folter, Sklaverei oder Apartheid nur vermeiden und nicht völlig abschaffen zu wollen, wäre genauso bösartig, wie diese Umfrage zu starten. Ist jetzt endlich klar, warum man sich an der Umfrage nicht beteiligt?
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Dies sind Nachrichten des Werner-Fuß-Zentrums
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
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