Samstag, 16. September 2017
Leiharbeit bei BLG wird zum Streitfall
"Für die Linken-Bürgerschaftsfraktion gibt es bei der Bremer BLG
Logistics Group zu viele Leiharbeiter. (...) „In der BLG-Sparte
Automobile lag die Quote 2016 bei 37 Prozent, im sogenannten
Kontrakt-Geschäft bei 79 Prozent“, rechnete Linken-Abgeordnete Claudia
Bernhard am Mittwoch in der Bürgerschaftssitzung vor. Per Antrag
wollte ihre Fraktion erreichen, dass dort in Zukunft weniger
Leiharbeiter beschäftigt sind – schließlich ist Bremen mit 50,4
Prozent Mehrheitseigener an der Bremer Lagerhausgesellschaft AG und zu
100 Prozent Kommanditistin der operativen Einheit BLG Logistics Group.
Bernhard weiter: „Die meisten Leiharbeiter arbeiten in Vollzeit mit
Ein-Jahres-Verträgen. Wo es keine stark schwankenden Arbeitsspitzen
gibt, hat Leiharbeit nichts zu suchen.“ Aufs Jahr gerechnet, habe sich
der Anteil der Leiharbeit kaum verändert. Daher warf sie der BLG
„Tarifflucht“ vor. (...) Falsch berechnet, meinte der SPD-Abgeordnete
Elias Tsartilidis. So sei ein Teil der BLG-Leiharbeiter beim
sogenannten Gesamthafenbetriebsvereins (GHB) beschäftigt. Tsartilidis
ergänzte: „Diese sind damit in verstetigter Arbeit, die ausgemacht ist
zwischen den Tarifparteien und den Arbeitgebern.“ Träger beim GHB ist
auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Gegründet wurde er vor
mehr als 100 Jahren von Unternehmern, um den Tagelöhnern mehr
Sicherheit zu geben. „Auch wenn ein privates Unternehmen mehrheitlich
in städtischer Hand ist, sollten wir ihm nicht ins operative Geschäft
reinreden“, so Tsartilidis..." Beitrag von Florian Schwiegershausen
vom 23. August 2017 beim Weserkurier online
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-leiharbeit-bei-blg-wird-zum-streitfall-_arid,1639410.html
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