Samstag, 16. September 2017

Zeitschrift Marxistische Erneuerung „Z“, Nr. 111 (September 2017): „150 Jahre Das Kapital und der globalisierte Kapitalismus“


Z 111 ist aus Anlass der Erstveröffentlichung von Band I des „Kapital“  
im September 1867 ausschließlich dem Thema „150 Jahre Das Kapital und  
der globalisierte Kapitalismus“ gewidmet: „Vor 150 Jahren, am 11.  
September 1867, erschien in Leipzig der erste Band des „Kapital“. Wir  
widmen das vorliegende Heft mit werkgeschichtlichen wie aktuellen  
Beiträgen diesem Ereignis. Der Rückblick auf die großen Jahrestage der  
Erstveröffentlichung des „Kapital“ vor hundert und vor fünfzig Jahren  
– 1917 und 1967 – verweist auf die tiefen Brüche in der Geschichte des  
Kapitalismus, aber auch seine bislang ungebrochene  
Entwicklungsfähigkeit. Der fünfzigste Jahrestag fiel mitten in den  
durch die Zuspitzung der zwischenimperialistischen Widersprüche im  
ersten Weltkrieg ausgelösten Revolutionszyklus von 1917/1918 mit der  
Erwartung des Übergangs zum Sozialismus. 1967, vor fünfzig Jahren, sah  
sich die kapitalistische Welt nach einer langen Phase der  
Nachkriegs-Prosperität konfrontiert mit einem staatlichen Sozialismus  
auf der Höhe seiner Machtentfaltung, mit Revolten der  
Entkolonialisierung und neuen Kämpfen von Lohnabhängigen und Studenten  
im Inneren. Heute, nach dem Bruch von 1989/1990, blicken wir auf ein  
völlig anderes Terrain: den starken Schub der digitalen Revolution,  
den Übergang zur neoliberal entfesselten Konkurrenz, den „Aufstieg des  
Südens“, verbunden mit einem relativen Bedeutungsverlust der  
entwickelten kapitalistischen Länder, und die Nachwirkungen der Krise  
der kapitalistischen Finanz-und Weltwirtschaft von 2007/08. In diesem  
„postsozialistischen“ geschichtlichen Kontext eines  
internationalisierten und zugleich von ökonomischen, ökologischen und  
sozialen Krisen geprägten Welt-Kapitalismus steht heute das Marxsche  
„Kapital“. Die marxistische Linke ist herausgefordert, sich seinen  
konzeptionellen, theoretischen und methodischen Gehalt zur Erfassung  
der heutigen Welt des Kapitals anzueignen.“ (aus dem Editorial). Siehe  
dazu weitere Infos und eine Leseprobe
http://www.labournet.de/?p=120502

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