Dienstag, 11. Oktober 2016
Gewerkschaftliche Organisierung ist eine klassenpolitische Frage
"Zu meinen Ausführungen in der Mai-Ausgabe der SoZ hat sich eine
kleine Debatte entwickelt (...), auf die ich nachstehend eingehen
will. Peter Nowak und Willi Hajek führen in ihren Beiträgen eine ganze
Reihe von Beispielen der Selbstorganisierung bzw. der Unterstützung
von Kämpfen seitens kleiner Gewerkschaften an. Diese Aktivitäten
können wir gemeinsam und vorbehaltlos als positiv und ermutigend
bezeichnen. Dies beantwortet aber noch nicht die Frage, ob es
angesichts der sozialpartnerschaftlichen Politik der
DGB-Gewerkschaften politisch sinnvoll ist, neue Gewerkschaften ins
Leben zu rufen oder sich auf existierende Kleingewerkschaften zu
orientieren. (...) Der beste Ansatz für dieses langfristige Ziel ist
die Förderung innergewerkschaftlicher (und
gewerkschaftsübergreifender) Vernetzung von kritischen und
klassenbewussten Kräften, damit mittel- bis langfristig eine
klassenkämpferische Tendenz in den Gewerkschaften aufgebaut werden
kann. Das strategische Ziel muss allerdings bleiben, vor allem die
Massengewerkschaften von Grund auf umzukrempeln, politisch, personell
und organisatorisch." Debattenbeitrag von Jakob Schäfer in der Soz Nr.
10/2016
http://www.sozonline.de/2016/10/zur-debatte-um-die-dgb-gewerkschaften/
Siehe frühere Beiträge zur Soz-Debatte um die DGB-Gewerkschaften in
unserem Dossier
http://www.labournet.de/?p=99228
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