Mittwoch, 12. Oktober 2016
Arbeitsbedingungen in der IT-Hardware-Industrie
Studie zu Arbeitsbedingungen in drei europäischen Ländern: Bei
globalen Elektronik-Unternehmen
Das europäische Gewerkschaftsinstitut ETUI hat eine Studie
veröffentlicht über die Arbeitsbedingungen bei Elektronik-Unternehmen
in Ungarn, Tschechien und der Türkei. Foxconn, Samsung, Flextronics
und Nokia sind die dabei untersuchten Unternehmen. Dass die Bezahlung
unterdurchschnittlich ist, ist dabei jeweils nur die
Eingangs-Feststellung. Nicht zuletzt lange Schichtzeiten und rüder
Umgangston werden von den Belegschaften beklagt. Und die
Arbeitsbedingungen sind überall aus dem Katalog der
Unternehmerwünsche: Voll flexibilisiert. Heißt „Praktika“ werden vor
allem in der Türkei eingesetzt, ganz im chinesischen Stil –
hinklotzen, wenn gefordert, zu Hause bleiben, wenn gefordert.
Migrantische Leiharbeiter in Tschechien müssen unter vergleichbaren
Bedingungen arbeiten und leben – und sie machen im Durchschnitt etwa
50% der „Blaumann“-Belegschaften aus. Nicht zufällig sind aber
Unternehmen wie Foxconn oder Samsung in der Regel am weitesten in
solcherart Flexibilisierungsprozessen fortgeschritten. In dem Beitrag
„China-isation of working conditions and workers’ rights in Europe“ am
07. Oktober 2016 bei medium werden die Haupt-Ergebnisse dieser Studie
für die drei Länder knapp zusammengefasst
https://medium.com/@ETUI_org/eletronicsineurope-f413df96297b#.an7uv2kru
Siehe dazu auch die ausführliche Studie
http://www.labournet.de/?p=105567
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