Hallo und herzliche Einladung
zu ...
Wenn Ihr zu solchen oder weiteren Themen auch mal Veranstaltungen bei Euch in der Region machen wollt, meldet Euch. Unter www.vortragsangebote.de.vu findet sich eine Liste der Themen, zu denen wir versuchen können, Referent_innen zu organisieren. Wer es lieber schriftlich haben will, findet Internetseiten, Bücher und DVDs zu all diesen Themen unter www.aktionsversand.de.vu.
So long ... und hoffentlich bis dann. Gruß aus der
Projektwerkstatt, Jörg
- Einem Seminar über Bürger_innenbeteiligung, Akteneinsicht und politische Einmischung vor Ort (18.-20.12.)
- Einem Training zu kreativen Widerstandsmethoden (verschoben vom 21.-23.12. auf den 8.-10.1.)
- Thematischen Seminaren, z.B. zur Kritik an Martin Luther (25.-27.12.), zu umweltfreundlicher Mobilität (22.-24.1.) und zu neurechten Ideologien (29.-31.1.)
- Die intensiven
Nachdenktage zur "Theorie der Herrschaftsfreiheit" (1.-4.1.)
Das alles findet in der Projektwerkstatt in Saasen statt - offen
für alle. Übernachtungen sind möglich, statt eines festen
Beitrages können alle selbst festlegen, wieviel sie zum Gelingen
der Seminare, für Essen und Unterbringung beitragen wollen.
Hier alle Seminare in
Langfassung (siehe auch www.projektwerkstatt.de/termine):- 18.-20.12. in der Projektwerkstatt:
Sich einmischen – Akten und Pläne studieren, mitreden und
protestieren vor Ort
Kreativer und widerständiger Protest ist gut. Das dürfte inkompatibel sein mit dem Versuch, sich ständig mit den Herrschenden und Privilegierten zu verbinden, um kleine Vorteile zu ergattern, aber damit das Ganze selbst zu unterstützen. Es bedeutet aber nicht, zu den Strukturen des herrschenden Systems ohnmächtigen Abstand zu halten. Ganz im Gegenteil: In den Kochtöpfen der Macht herumrühren, genau hinzugucken, Interessen zu demaskieren, Vorhaben frühzeitig und genau zu kennen, verbessert die Handlungsmöglichkeiten. Darum soll es gehen: Die vorhandenen Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des bestehenden Systems kennenzulernen, um sie – neben der direkten Aktion – optimal nutzen zu können, z.B. Akteneinsichtsrecht, Verwaltungsklagen gegen Planungen und Behördenentscheidungen, Bürger_innenbeteiligung bei Bauvorhaben, nach Immissionsschutzrecht usw. ++ Infoseiten zum Thema - danach bis Januar: Projektwerkstatts-Wochen, vor allem mit Archiv-/Bibliotheksarbeit, aber auch viel Zeit zum Diskutieren usw.
- Verschoben auf 8.-10.1.2016 (geplant war 21.-23.12.) in der Projektwerkstatt: Direct-Action-Training
- 25.-27.12. in der Projektwerkstatt:
Seminar zu Martin Luther: Was hat der alles so gesagt? Warum
wird er verehrt?
Der Anlass: Deutschnational und christlich-fundamentalistisch werden 2017 500 Jahre Thesenanschlag abgefeiert - und damit Luther, der die Verbrennung aller Juden und die Tötung aller "Gebrechlichen" forderte, Revolutionen verdammte und Frauen für minderwertige Wesen hielt. Andererseits: Optimal für Aktionen. Eine Möglichkeit wäre, die aktive Phase mit dem 31.10.2016 zu beginnen (also 499 Jahre Thesenanschlag).Ziel des Seminars: Sich informieren, aber auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt anfangen, Aktionsideen zu sammeln, Infoveranstaltungen zu machen, Flyer usw. rauszugeben .. also vielleicht das ganze Jahr 2016 über. - 1. bis 4.1. in der Projektwerkstatt:
Seminar zur "Theorie der Herrschaftsfreiheit"
Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt PhilosophInnen, manch zukunftsorientierten PolitikerInnen oder AktivistInnen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt meist: Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) sich nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie. Vorab was zum Thema lesen? Hier ...
- 8.-10.1.2016 (geplant war 21.-23.12.)
in der Projektwerkstatt: Direct-Action-Training
Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann könnte dieses Direct-Action-Training (wahlweise: Workshop) helfen. Denn ganz so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren. ++ Schon mal informieren? www.direct-action.de.vu
- 22.-31.1. in verschiedenen Orten
Mittelhessens: Globale Mittelhessen
(globalisierungskritisches Filmfestival)
Spielplan in der Projektwerkstatt (noch nicht endgültig ... wer hilft bei den Veranstaltungstagen???)- Sa, 23.1.: Filme zum Thema "Umwelt und Energie"
18 Uhr: La Buena Vida (Kohleabbau in Kolumbien - unter anderem für Kraftwerke in Deutschland
++ Filmsprache deutsch ++ Infoseite zum Film)
20.30 Uhr: The Great Invisible (Explosion der Ölplattform Deep Horizon - und die Folgen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film) - So, 24.1.: Filme zum Thema "Ernährung und Landwirtschaft"
(jeweils vorab: Kurzfilm "Wahllos")
18 Uhr: Landraub - Landgrabbing (Vertreibung und Landkauf in fernen Ländern für die Industrienationen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
20.30 Uhr: 10 Milliarden (Wie kann die Menschheit ernährt werden? ++ deutsch ++ Infoseite zum Film) - Mo, 25.1. Ein Film zum Thema "Aktion und Protest"
20.30 Uhr: The Yes Men - jetzt wird's persönlich ... der dritte Film über die Kommunikationsguerilleros ++ OmdU ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Jörg Bergstedt, Kommunikations-Aktivist) - Fr, 29.1.: Filme zum Thema "Geld und Profit"
18 Uhr: Krieg der Patente (Patente und ihr Einfluss auf das alltägliche Leben ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
20.30 Uhr: Flowers of Freedom (Goldabbau in Kirgistan und die Folgen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film) - Sa., 30.1.: Filme zum Thema "Flucht"
18 Uhr: Kurzfilm "How to stop a deportation" ++ Hauptfilm: Fremd (Flucht eines jungen Mannes von Mali Richtung Europa ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
20.30 Uhr: Die Unsichtbaren (der unmenschliche Weg durch die Asylbehörden ++ deutsch ++ Infoseite zum Film) - So, 31.1.: Ein Film zum Thema "Aktion und Protest"
18 Uhr Aufstieg und Fall einer Patentlösung - Agrogentechnik in Mecklenburg-Vorpommern ++ deutsch ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Ute und/oder Andreas Strauß, Hauptprotagonist_innen im Film und Feldnachbar_innen der Versuchsanlagen nahe Rostock)
- Sa, 23.1.: Filme zum Thema "Umwelt und Energie"
- 22. bis 24.1. in der
Projektwerkstatt: Seminar "Freie Fahrt für alle!"
(Umwelt- und menschenfreundliche Verkehrssysteme, Nulltarif und Aktionsschwarzfahren)
Wie sieht Mobilität heute aus - und wie wäre es, wenn nicht Herrschafts- oder Kapitalinteressen alles prägen würden? Welche gesellschaftlichen Folgen haben Autoverkehr, Regionalplanung, Supermärkte auf der grünen Wiese, lange Anfahrtswege zum Arbeitsplatz, weltweiter Produkte- und Rohstoffverkehr und so vieles mehr? Wie lässt sich Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr fördern? Vor- und Nachteile des Nulltarifs (keine Fahrkarten mehr). Welche Rolle kann das Aktionsschwarzfahren spielen? - 29. bis 31.1. in der
Projektwerkstatt: Kritik neurechter Ideologien und rechter
Gedanken in vereinfachten Welterklärungen
Wo kreuzen sich moderne rechte Ideologien mit vereinfachten Welterklärungen? Warum sind Linke und Rechte oft anti-amerikanisch, anti-israelisch, gegen Gentechnik und Konzernherrschaft, gegen Globalisierung und TTIP? Was unterscheidet die Positionen und was verbindet sie? Das Seminar soll Einblick in neurechtes Denken (Verschwörungstheorien, Pegida, Theoriebücher z.B. von Alain de Benoiste) bieten und skeptisches Denken anregen.
Wenn Ihr zu solchen oder weiteren Themen auch mal Veranstaltungen bei Euch in der Region machen wollt, meldet Euch. Unter www.vortragsangebote.de.vu findet sich eine Liste der Themen, zu denen wir versuchen können, Referent_innen zu organisieren. Wer es lieber schriftlich haben will, findet Internetseiten, Bücher und DVDs zu all diesen Themen unter www.aktionsversand.de.vu.
-- (Bitte bei Antworten lange Mailzitate wegschneiden ... spart Daten, Zeit und Unübersichtlichkeit :-) Projektwerkstatt Saasen, 06401/903283, Fax 03212-1434654 (wenn unterwegs: 01522-8728353) Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen) www.projektwerkstatt.de/saasenPGP unter www.projektwerkstatt.de/feedback.html - Seminarhaus und politische Aktionswerkstätten - Archive, Bibliotheken und Gruppenräume (mit Bahnanschluss) Spannende Bücher und DVDs unter www.aktionsversand.de.vu! Angebote für Aktionstrainings, Workshops und Vorträge: www.vortragsangebote.de.vu und www.projektwerkstatt.de/termine. Die Projektwerkstatt lebt davon, was anderswo übrig ist, z.B.: Audio-Aufnahmegerät, HD-Kamera mit Mikrofonanschluss, Obstpresse, Sitzwürfel und viele Verbrauchsmaterialien (Gesamtliste unter www.projektwerkstatt.de/gesucht).
Einmischen
Planung ++ Verbandsbeteiligung ++ Eingriffsregelung ++ Links
Seminar- und Workshopangebote zum Thema
Sich einmischen – Akten und Pläne studieren, mitreden und protestieren vor Ort
Kreative Widerständigkeit ist gut. Meist ist es nicht klug, sich ständig mit den Herrschenden und Privilegierten zu verbinden, um kleine Vorteile zu ergattern, aber damit das Ganze selbst zu unterstützen. Doch unabhängiger Protest bedeutet nicht, zu den Strukturen des herrschenden Systems ohnmächtigen Abstand zu halten. Ganz im Gegenteil: In den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren, genau hinzugucken, Interessen zu demaskieren, Vorhaben frühzeitig und genau zu kennen, verbessert die Handlungsmöglichkeiten. Darum soll es gehen: Die vorhandenen Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des bestehenden Systems kennenzulernen, um sie – neben der direkten Aktion – optimal nutzen zu können, z.B. Akteneinsichtsrecht, Beteiligung und Klagen bei Planungen und Behördenentscheidungen, Bürgerbegehren und –entscheide herbeiführen usw.
Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop, Tages- oder Wochenendseminar
Schnüffeln, recherchieren, Undercover - Tipps zum Recherchieren
Um in den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren oder in diese zu spucken, ist eine Mischung aus kreativen Aktionen, emanzipatorischen Inhalten und tiefen Einblicken in Strukturen, Handlungsweisen und Ziele der Mächtigen nötig. Letzteres bedarf einigen Geschicks. Der Workshop soll Wissen und Ideen geben, wie über Internet, Undercover-Recherche (Schnüffeln wie Wallraff), Akteneinsicht und einiges mehr Informationen besorgt werden können.
Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop oder Tagesseminar
Kreative Widerständigkeit ist gut. Meist ist es nicht klug, sich ständig mit den Herrschenden und Privilegierten zu verbinden, um kleine Vorteile zu ergattern, aber damit das Ganze selbst zu unterstützen. Doch unabhängiger Protest bedeutet nicht, zu den Strukturen des herrschenden Systems ohnmächtigen Abstand zu halten. Ganz im Gegenteil: In den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren, genau hinzugucken, Interessen zu demaskieren, Vorhaben frühzeitig und genau zu kennen, verbessert die Handlungsmöglichkeiten. Darum soll es gehen: Die vorhandenen Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des bestehenden Systems kennenzulernen, um sie – neben der direkten Aktion – optimal nutzen zu können, z.B. Akteneinsichtsrecht, Beteiligung und Klagen bei Planungen und Behördenentscheidungen, Bürgerbegehren und –entscheide herbeiführen usw.
Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop, Tages- oder Wochenendseminar
Schnüffeln, recherchieren, Undercover - Tipps zum Recherchieren
Um in den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren oder in diese zu spucken, ist eine Mischung aus kreativen Aktionen, emanzipatorischen Inhalten und tiefen Einblicken in Strukturen, Handlungsweisen und Ziele der Mächtigen nötig. Letzteres bedarf einigen Geschicks. Der Workshop soll Wissen und Ideen geben, wie über Internet, Undercover-Recherche (Schnüffeln wie Wallraff), Akteneinsicht und einiges mehr Informationen besorgt werden können.
Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop oder Tagesseminar
BürgerInnenbeteiligung in Planungen
Rechts: Beispiel für eine "Amtliche Bekanntmachung" - hier im Lokalanzeiger für Reiskirchen. Jede Gemeinde hat irgendeine Zeitung als amtliches Bekanntmachungsorgan ausgewählt und veröffentlicht dort, worüber nach dem Gesetz die BürgerInnen zu informieren sind ... von ausgelegten Planentwürfen bis zur Tagesordnung der Parlamentssitzung (größer durch Klick).
Allgemein bzw. alle Beteiligungsformen
- Leitfaden BürgerInnenbeteiligung: Teil 1 ++ Teil 2 ++ Adressenliste
- BUND-Leitfaden zu Beteiligungsrecht
- 1x1 der Bürgerbeteiligung vor Ort (BUND-Schrift)
- Bürgerrechte im Umweltschutz - ein Wegweiser durch Umweltgesetze, Verfahren und Verwaltungen (mit Ablaufplänen)
Planfeststellungen und ähnliches
- Leitfaden des Deutschen Rates für Landespflege für Planungsverfahren ++ Weiterer Leitfaden zu Beteiligungsmöglichkeiten
- Handbuch für eine gute Bürgerbeteiligung bei Verkehrsvorhaben (Broschüre des Verkehrsministeriums)
- Text "Beteiligungs- und Klagerechte in der Planfeststellung"
Bauleitplanung
- Ablaufplan Bauleitplanung ++ und noch einer
- Leitfäden "Gegen die Errichtung von Massentierhaltungsanlagen" und "Widerstand gegen Massentierhaltungsanlagen" (BUND-Schriften)
Akteneinsicht
- Tipps zur BürgerInnenbeteiligung, Akteneinsicht und mehr ++ Wikipedia zur Aarhus-Konvention
- Text der Konvention (englisch)
- Extraseite zur Akteneinsicht
Kommunale Handlungsfelder
- Konzessionsverträge regeln, wer wie die Energieversorgung übernimmt
- Wie funktioniert ein kommunaler Haushalt (Finanzplan)?
Weitere Besonderheiten und Privilegien für anerkannte Umweltverbände
Verbandsklage
- Zusammenfassende Darstellung am Beispiel von Brandenburg
- Wikipedia zu Verbandsklage ++ Infoseite beim Umweltbundesamt
- Leitfaden des Deutschen Rates für Landespflege zur Verbandsbeteiligung ++ und einer des BUND
Gesetzliche Regelungen
- Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz - UmwRG ++ Wikipedia über das UmwRG
Naturschutz und Eingriffsregelung
- Broschüre zur Eingriffsregelung und Leitfaden zu Naturschutz in der Bauleitplanung der Bayrischen Verwaltung
- Wikipedia zur Eingriffsregelung
Links und Materialien
- Kapitel zur Bauleitplanung aus dem "Handbuch Angewandter Biotopschutz"
- Kapitel zur Dorferneuerung aus dem "Handbuch Angewandter Biotopschutz"
- Kapitel mit Tipps zur Politik aus dem "Handbuch Angewandter Biotopschutz"
- Seiten zum Biotopschutz in der Gemeinde
Unterstützt diese Internetseiten mit einer Spende an "Spenden&Aktionen", IBAN DE29 5139 0000 0092 8818 06 (Stichwort: "Internet")!
Martin Luther
Antisemit, Frauenhasser, Sozialrassist, Reaktionär
Texte ++ Tipps ++ Aktionsideen ++ Warum das Ganze? ++ Infohefte ++ Material
Achtung!!!
Deutschnational und christlich-fundamentalistisch werden 2017 500 Jahre
Thesenanschlag abgefeiert - und damit Luther, der die Verbrennung aller
Juden und die Tötung aller "Gebrechlichen" forderte, Revolutionen
verdammte und Frauen für minderwertige Wesen hielt. Andererseits:
Optimal für Aktionen. Eine Möglichkeit wäre, die aktive Phase mit dem
31.10.2016 zu beginnen (also 499 Jahre Thesenanschlag).
25. bis 27.12. in der Projektwerkstatt in Saasen (Kreis Gießen):
Thematisches Seminar zu Martin Luther: Was hat der alles so gesagt? Warum wird er verehrt?
Ziel des Seminars: Sich informieren, aber auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt anfangen, Aktionsideen zu sammeln, Infoveranstaltungen zu machen, Flyer usw. rauszugeben .. also vielleicht das ganze Jahr 2016 über.
Thematisches Seminar zu Martin Luther: Was hat der alles so gesagt? Warum wird er verehrt?
Ziel des Seminars: Sich informieren, aber auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt anfangen, Aktionsideen zu sammeln, Infoveranstaltungen zu machen, Flyer usw. rauszugeben .. also vielleicht das ganze Jahr 2016 über.
Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526
Ich möchte mich fast rühmen, dass seit der Zeit der Apostel das weltliche Schwert und die Obrigkeit noch nie so deutlich beschrieben und gerühmt worden ist wie durch mich. Sogar meine Feinde müssen das zugeben. Und dafür habe ich doch als Lohn den ehrlichen Dank verdient, dass meine Lehre aufrührerisch und als gegen die Obrigkeit gerichtet gescholten und verdächtigt wird. Dafür sei Gott gelobt!Aus "Denklinien der Weltkulturen" (S. 65)
Der humanistische Denker Erasmus von Rotterdam wollte die neue Kultur der Neuzeit auf zwei Säulen bauen, nämlich auf der Moral der stoischen Ethik und auf den Lehren der christlichen Bergpredigt. Doch der Reformtheologe Martin Luther widersprach ihm heftig, für ihn genügte allein die Bibel (sola scriptura) als Säule der neuen Kultur. Damit hat dieser Theologe die Impulse der humanistischen Denker für lange Zeit verzögert, lange Religionskriege zwischen den Konfessionen waren die Folge.
Absurd ...
- 129-Verfahren wegen lutherkritischer Aktionen? Dann wieder eingestellt.
Martin
Luther gilt als großer Held und wird ungebrochen als nationale
Symbolfigur genutzt.
Seine Ideologien sind allerdings derart menschenverachtend, dass er
ohne Skrupel als Vordenker der Nazis bezeichnet wird, die sich immer
wieder
positiv auf den Reformator bezogen: In abstossenden Formulierungen
phantasierte
er über das feurige Ende aller Juden, vom Ersäufen behinderter
Menschen
in der Gosse und rechtfertigte das Morden an den aufständischen
Bauern. Martin
Luther steht für Sexismus, Sozialrassismus, Antisemitismus
und Obrigkeitshörigkeit - ungeachtet dessen feiern die evangelische
Kirche und auch insgesamt die patriotischen Teile Deutschland Luther
unkritisch
als wichtigen Gesellschaftsgestalter. Aufklärung und kreativer
Widerstand
gegen den Luther-Fankult bleiben auch in Zukunft notwendig - diese
Seite ist hoffentlich ein kleiner Beitrag zu dieser kritischen
Auseinandersetzung. Fragen, Anregungen, Kritik?
Einfach Kontakt aufnehmen!
Gegen deutschen Heldenmythos
Völker und Nationen sind
Konstrukte – das erste weitgehend ohne, das zweite aber mit dem vollen
Schwall formaler Regelungen. Innen und Außen, das Eigene und das Fremde,
das „Wir“ und das „Die“ schaffen Identität, das Gefühl organisierter
Geborgenheit und Zugehörigkeit. Ein Mensch, der in solchen prägenden
Verhältnissen aufwächst, wird vieles mehr verinnerlichen und die
Existenz von Völkern und Nationen als unumstößliche Tatsachen
akzeptieren. Und noch schlimmer: Als Folge wird das Konstruierte als
Selbstverständliches wieder im Denken reproduziert, an andere Menschen
weitergegeben und so die Konstruktion selbst weiter vorangetrieben.
Auch Deutschland hat Helden. Sie wechseln je nach Zeitgeist und entsprechend den Interessen bzw. Ideologien derer, die den Diskurs privilegiert beeinflussen können. Aber sie alle brauchen identitätsstiftende Helden – nicht als einziges, aber Helden (oft ausschließlich männlich, aber in feministischen Kreisen fehlen die Heldinnen dann auch nicht) sind gute Projektionsflächen dafür, was als identitätsstiftendes Gedankengut in ihnen verpackt werden soll.
Auch Deutschland hat Helden. Sie wechseln je nach Zeitgeist und entsprechend den Interessen bzw. Ideologien derer, die den Diskurs privilegiert beeinflussen können. Aber sie alle brauchen identitätsstiftende Helden – nicht als einziges, aber Helden (oft ausschließlich männlich, aber in feministischen Kreisen fehlen die Heldinnen dann auch nicht) sind gute Projektionsflächen dafür, was als identitätsstiftendes Gedankengut in ihnen verpackt werden soll.
Das prägnanteste Beispiel
der letzten Jahre in doitschen Landen ist Martin Luther. Wer sich
anschaut, was er für Theorien vertreten hat, würde sich – so er/sie
nicht eine extreme rechte Gesinnung hat – angewidert abwenden. Alles
Jüdische soll verbrannt, Behinderte ersäuft werden, Frauen sind nur
darum da, um Männer zu gebären. Hoch lobt er die Obrigkeit und fordert
die totale Unterwerfung selbst unter die fiesesten Herrscher. Da Luther
tot ist, könnte mensch auch zur Tagesordnung übergehen – mit einem
kritischen Hinweis zu jeder Geschichtsschreibung, die Luther als großen
Reformator darstellt. Aber Luther ist nicht einfach tot. Er lebt – als
deutscher Held. „Luther – eine deutsche Heldengeschichte“ titelte die
Filmwerbung Ende 2003, als der Film die Kinos füllte. Von kritischen
Bezügen auf Luthers Sprüche und Handlungen – kein Wort. Das Volk jubelt
Luther zu, er kämpft aufrichtig gegen die kirchliche Obrigkeit. Das
zieht – und macht ganz vergessen, wie er zu der ihm genehmen Obrigkeit
stand, wie er sich für den Massenmord an den aufständischen BäuerInnen
aussprach.
Lutherkritische Aktionen
Das Spektakel um Luther
blieb zum Glück nicht ungestört. Zu Film gab es Flugblattaktionen,
Ausstellungen und manch Veranstaltung. Die Mehrzahl der Kinos
verweigerte jegliche Kooperation – der Heldengenuss sollte ungestört
über die Leinwände flimmern. In einer der Wirkungsstätten von Luther,
der Lutherstadt Wittenberg, lief eine Aktionswoche gegen Luther, wo
verschiedene Aktionen zusammenkamen und recht wirkungsvoll auf die
reaktionären und diskriminierenden Positionen von Luther hinwiesen.
Gegenüber dem Heldenmythos ist das wenig – aber die Aktionsform setzt
dort an, wo die modernste Form der Herrschaft stattfindet: Die
Herrschaft über die Köpfe, der Diskurs.
Grundsätzliches zu Martin Luther
- Luther - Antisemit, Sozialrassist und Reaktionär! (Text als .rtf)
- Luther - ein Vorbild (Guter Einführungstext über Luther und sein reaktionäres Weltbild)
- Beispiele für heutigen, unkritischen Luther-Fankult
- Sopos-Artikel zu Luther
Originaltexte von Luther
- Luther im Original: Hetzschrift gegen Bauernaufstände (auch als .rtf )
- Luther im Original: Ob Kriegsleute im seeligen Stande sein können (auch als .rtf)
- Luther im Original: über weltliche Obrigkeit (als .rtf)
Zitate
- Luther-Zitate: Von Antisemitismus bis Obrigkeitshörigkeit
- Zitate-Sammlung als .rtf (u.a. mit Word lesbar)
- Mit Zitaten gespicktes Interview mit Martin Luther als .pdf (116kb)
- Flyer "Luther - beim Wort genommen": Außenseite ++ Innenseite
Im Original: Text von Michael Krämer ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Der Thesenanschlag Luthers am 31.10.1517 jährt sich im Jahre 2017 zum 500. Mal
Die EKD hat deshalb am 21. September 2008 bis 2017 die Luther-Dekade ausgerufen, innerhalb derer in vielfältiger Form des Reformators gedacht wird. Die Theologische Fakultät der Humbold-Universität Berlin veranstaltet in der Zeit vom 5. bis zum 7. Oktober 2015 eine internationale Tagung zum Thema "Protestantismus Antijudaismus Antisemitismus" (Konvergenzen und Konfrontationen in ihren Kontexten).
Am 31. Oktober 1517 hat Martin Luther in Wittenberg die 95 Thesen angeschlagen. Sie haben eine Diskussion ausgelöst, die schließlich zur Reformation geführt hat. Insbesondere in den Lutherstädten Wittenberg, Eisleben, Erfurt, Torgau und Eisenach/Wartburg werden daher bis 2017 zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Der Lutherische Weltbund (LWB) hat in Wittenberg ein Zentrum eingerichtet, durch das die Einbeziehung der Mitgliedskirchen in die Lutherdekade und die Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum sichergestellt werden soll. Damit wird die weltweite Ausstrahlung der Reformation unterstrichen und die internationale Bedeutung der Lutherdekade hervorgehoben. Einen sichtbaren Ausdruck findet das im Luthergarten, der in Vorbereitung auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation in den Wallanlagen der Lutherstadt Wittenberg bis zum Jahre 2017 nach den Plänen vom Landschaftsarchitekten Andreas Kipar entsteht. Das Projekt wurde durch den LWB in Genf initiiert, unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
Martin Luther Protestantismus Antijudaismus Antisemitismus
Neben all diesen schönen und erbaulichen Erinnerungen und Veranstaltungen scheint 500 Jahre nach dem Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg aber mehr und mehr auch die Frage nach Martin Luther, dem Protestantismus und seiner Verbindung mit dem Antijudaismus und dem Antisemitismus in die öffentliche Diskussion zu drängen.
So scheinen sich in jüngster Zeit auch in der evangelischen theologischen Wissenschaft zwei gegensätzliche Auffassung zum Thema "Martin Luther und der Antijudaismus/Antisemitismus" herauszubilden: "So sieht die eine Gruppe Luther heute tatsächlich eher kritisch. Sie ist der Auffassung, Luther sei nicht, wie es die andere Auffassung behaupte, zunächst (1523) judenfreundlich gewesen und erst im Alter (1543), aufgrund seiner Enttäuschung über die Bekehrungsunwilligkeit der Juden, zum Judenhasser geworden. Martin Luther sei auch nicht nur ein Kind seiner Zeit gewesen, und habe den Antijudaismus ausschließlich theologisch begründet. Tatsächlich habe er seine antisemitischen Forderungen zur Brandstiftung an den Synagogen, zur Zwangsarbeit für die jungen Juden und letztlich zur Vertreibung der Juden als politische Forderung an die Grafen von Mansfeld gerichtet. Deshalb sei auch die Unterscheidung der anderen wissenschaflichen Vertreter, es sei strikt zwischen dem theolgisch begründeten Antijudaismus und dem rassisch begründeten Antisemitismus zu unterscheiden künstlich. Dieser durch Luther begründete Antijudaismus/Antisemitismus sei auch, engegen der Auffassung der Kritiker, in der weiteren Tradition des Protestantismus nicht nur von untergeordneter Bedeutung gewesen., sondern es gebe einen Traditionsstrang dieses Antijudaismus/Antisemitismus im Protestantismus seit der Reformation gerade in der adeligen und großbürgerlichen protestantischen Schicht bis in das 20. Jahrhundert hinein."
Johann Gottfried Herder (1744–1803), Hofprediger in Bückeburg und Generalsuperintendent und Zeitgenosse Goethes in Weimar, hielt die Juden für "verdorben", "ehrlos" und "amoralisch", aber durch Erziehung zu bessern. Er deutete ihre Diaspora-Situation als Unfähigkeit zu einem eigenen Staatsleben und prägte den oft zitierten Satz, Juden seien seit Jahrtausenden eine parasitische Pflanze auf den Stämmen anderer Nationen. Er forderte die Abkehr von ihrer Religion als Voraussetzung für ihre nationale und kulturelle Integration.
Das im Jahre 1822 erschienene Werk von Hundt-Radowski "Die Judenschule" nehme auf Luthers antijudaistischen Schriften Bezug.
1883 habe der Historiker Heinrich von Treitschke eine Rede mit dem Thema "Luther und die Deutsche Nation" gehalten, in der er den Protestantismus als Hüter des "Deutschtums gegen fremdes Volkstum bezeichnet habe.
Von Treitschke stammt der Satz "Die Juden sind unser Unglück", der später das Schlagwort des nationalsozialistischen Hetzblattes Der Stürmer wurde. Treitschke formulierte diesen Satz in dem aufsehen erregenden Aufsatz Unsere Aussichten (1879) als angeblichen parteiübergreifenden Konsens seiner Zeitgenossen "wie aus einem Munde" und erhob darin Forderungen nach Zurückdrängen des gesellschaftlichen Einflusses der Juden.
1887 sei das "Handbuch zur Judenfrage" von Theodor Fritsch erschienen in dem zwanzig mal auf Luther Bezug genommen werde.
Der in der evangelisch-lutherischen Tradition tief verwurzelte Antijudaismus/Antisemitismus gipfelte im Jahre 1938 in einer Schrift des evangelischen thüringischen Landesbischofs Martin Sasse die am 23.11.1938 zur Rechtfertigung der Reichspogromnacht vom 09. auf den 10 November 1938 unter dem Titel "Martin Luther über die Juden: Weg mit ihnen" herausgegeben wurde. Martin Sasse führt in seinem Vorwort zu dieser Schift folgendes aus:"Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volke wird zur Sühne für die Ermordung des Gesandtschaftsrates vom Rath durch Judenhand die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiete im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. Der Weltkatholizismus und der Oxford-Weltprotestantismus erheben zusammen mit den westlichen Demokratien ihre Stimmen als Judenschutzherren gegen die Judengegnerschaft des Dritten Reiches. In dieser Stunde muß die Stimme des Mannes gehört werden, der als der Deutschen Prophet im 16. Jahrhundert aus Unkenntnis einst als Freund der Juden begann, der, getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden. In dieser Schrift soll nur Luther mit seinen eigenen Worten zu uns reden. Seine Stimme ist auch heute noch gewaltiger als das armselige Wort gottferner und volksfremder internationaler Judengenossen und Schriftgelehrter, die nichts mehr wissen von Luthers Werk und willen. Wartburgstadt Eisenach, den 23. November 1938. Martin Sasse"
In der weiteren Folge zitiert Landesbischof Sasse auschließlich aus Luthers Schrift von 1543 "Von den Jüden und ihren Lügen" in der Luther ausführte: "Was wollen wir Christen nun tun mit diesem verworfenen, verdammten Volk der Juden? Zu leiden ist's uns nicht, nachdem sie bei uns sind und wir solch Lügen, Lästern und Fluchen von ihnen wissen, damit wir uns nicht teilhaftig machen aller ihrer Lügen, Flüche und Lästerungen. So können wir das unlöschliche Feuer göttlichen Zorns nicht löschen noch die Juden bekehren. Ich will meinen treuen Rat geben:
Erstlich, daß man ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecke, und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gebilligt haben.
Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre; denn sie treiben eben dasselbe darinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun, wie die Zigeuner [!], auf daß sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Land, wie sie rühmen.
Zum dritten, daß man ihnen nehme all ihre Betbüchlein und Talmudisten, darin solche Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehrt wird.
Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben [!] verbiete, hinfort zu lehren; denn solch Amt haben sie mit allem Recht verloren.
Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe; denn ihr sollt sie nicht schützen, es sei denn, ihr wolltet vor Gott aller ihrer Greuel teilhaftig sein.
Zum sechsten, daß man ihnen den Wucher verbiete. Alles was sie haben, haben sie uns geraubt durch ihren Wucher.
Zum siebenten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen, wie Adams Kindern auferlegt ist."
Am 06.Mai 1939 führte der im Protestantismus in Deutschland tief verwurzelte Antijudaismus, der durch die Nazis und die Deutschen Christen aufgegriffen und in einen rassisch begründeten Antisemitismus umgemünzt wurde, zur Gründung des so genannten "Entjudungsinstitutes" in Eisenach, welches von 11 von 28 evangelischen Landeskirchen finanziert wurde und innerhalb dessen sich 300 evangelische-theologische Wissenschaftler mit der Frage der Entjudung des evangelischen kirchlichen Lebens befasst haben.
Das Fazit kann deshalb nur lauten: Von Luthers Antijudaismus des Jahres 1543 bis zur Gründung des Entjudungsinstituts durch 11 von 28 evangelischen Landeskirchen in Deutshland im Jahre 1939 war es zwar ein fast 400 Jahre dauernder, aber doch ein ziemlich direkter Weg, auch wenn das von renomierten evangelischen-theologischen Wissenschaftlern immer wieder bestritten oder doch relativiert wird.
Die evangelische Pfarrerin Sybille Biermann-Rau hat deshalb in ihrem Buch mit dem Titel "An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen – Eine Anfrage" folgendes ausgeführt: "Die Absage an den Antijudaismus, und insbesondere den von Martin Luther, halte ich für eine Bekenntnisfrage. Gehört eine solche Absage nicht in die Grundordnung einer Kirche, die sich eine lutherische nennt bzw. sich auf Luthers Theologie beruft? Wir können Luthers reformatorische Erkenntnisse und Luthers Bibelübersetzung -allen voran die der Psalmen- nur dann gebührend würdigen und die 500-jährige Wiederkehr des Thesenanschlags nur dann recht feiern, wenn wir uns deutlich von seinem Antijudaismus distanzieren. So habe ich die Hoffnung, dass die Evangelische Kirche in Deutschland, vertreten durch die Synode und den Rat der EKD, öffentlich und verbindlich Luthers Judenfeindschaft als Irrweg erklärt - wenn nicht zu Beginn der Lutherdekade, so im Laufe dieser Jahre bis 2017. "
Luther-Lob von links
Aus "Vorwärts zum Urchristentum", in: Junge Welt, 4.7.2015 (S. 15)
Das »Lutherjahr« 2017 wird schon lange vorbereitet; und je näher es rückt, desto mehr greifen die Medien das Thema auf. Dass aber Luther weder der erste noch der einzige war, der die mächtige Institution Kirche mutig kritisierte und dass er ohne die Wegbereiter wohl kaum zu seiner großen Leistung fähig gewesen wäre, gerät bis jetzt wenig in den Blick.
Judenverfolgungs-Lob mit Lutherbezug durch die evangelische Kirche im Dritten Reich
"Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit zahlreichen Dokumenten unwiderleglich bewiesen, daß dieser Krieg in seinen weltweiten Ausmaßen von den luden angezettelt worden ist. Sie hat deshalb im Innern wie nach außen die zur Sicherung des deutschen Lebens notwendigen Entscheidungen und Maßnahmen gegen das Judentum getroffen. Als Glieder der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen Evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der u. a. die Reichspolizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat, wie schon Dr. Martin Luther nach bitteren Erfahrungen die Forderung erhob, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen. Durch die christliche Taufe wird an der rassischen Eigenart eines Juden, seiner Volkszugehörigkeit und seinem biologischen Sein nichts geändert. Eine deutsche Evangelische Kirche hat das religiöse Leben deutscher Volksgenossen zu pflegen und zu fordern. Rassejüdische Christen haben in ihr keinen Raum und kein Recht. Die unterzeichneten deutschen Evangelischen Kirchen und Kirchenleiter haben deshalb jegliche Gemeinschaft mit Judenchristen aufgehoben." (zitiert nach: Joachim Kahl, "Das Elend des Christentums", S.54)
Lese- und Buchtipps
- Hannes Müller, Luthers Hexenreden, dahlemit 2/2004
- Hannes Müller, Wurzeln der Gewalt in Bibel und Christentum, Berlin 2003, ISBN 3000116230
Materialien und Downloads für Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen
- Postkarte mit Luther-Zitaten und kritischem Text auf der Rückseite. Bestellen oder downloaden (900kb)
- Flugi mit Lutherkritik und vielen Zitaten (A4-Blatt beidseitig, als Kopiervorlage geeignet, .pdf)
- Zitate-Austellung "Luther: Antisemit, Sozialrassist und Reaktionär" (.pdf)
Vorlagen für Etiketten (3x9, A4-Bogen)
- Gegen Luther-Heldenkult - als .pdf und .sxw (Open Office)
- LutherStatt Wittenberg? - als .pdf und .sxw (Open Office)
- Direct action gegen Luther, Staat und Vaterland - als .pdf und .sxw (Open Office)
Workshops zu Lutherkritik
Bei Interesse sind auch Workshops zur Kritik an Luther möglich - gerne auch mit Bezug zu lutherkritischer Öffentlichkeitsarbeit. Ein bereits existierender Veranstaltungstext (als .rtf) kann übernommen werden - bei Bedarf einfach Kontakt aufnehmen!
Links zu Martin Luther
Die Person Martin Luther
- Luther Biografie
- Luther's Gedanken zur Reformation
- Infoseite zu Martin Luther aus atheistischer Perspektive
- Der Populist Luther
- Zitateseite - Martin Luther im Original
- Originaltexte von Martin Luther
Luther und Antisemitismus
- Martin Luther und die Juden
- Martin Luther als Antisemit - Achtung: "Das weisse Pferd" ist ein Organ der totalitären Sekte Universelles Leben
- Faksimile-Ausgabe von Luthers Pamphlet "Von den Jüden und ihren Lügen"
- Luther und die "Judensau" in Wittenberg
Kirche und Nationalsozialismus
- Dokumentation, u.a. über den Luther-Bezug im Nationalsozialismus mit vielen Originalquellen
- Kirchenblatt von 1938 beruft sich auf Luther und befürwortet die Verfolgung der Juden
- Nazis und Luther
- Die Rolle der katholischen Kirche und Martin Luther's für den Holocaust
- Humanistische Fragen an die Lutherkirche und Fragen an einen Bischof
Christlicher Antijudaismus
- Text zum Christlichen Antijudaismus auf Wikepedia. Als .pdf (282kb)
- 200 Jahre christlicher Antijudaismus (mit vielen Links)
- Vom religiösen Antijudaismus bis zur Endlösung
Aktionen gegen Luther
- Lutherkritische Aktion am Reformationstag in Giessen (Oktober 2005)
- Luther-Chaos in Husum (Oktober 2005)
- "Chanelling" mit den Toten - ein lutherkritisches Theaterstück in Wittenberg (Mai 2005)
Aktionen für Luther
- NPD-Demostration für Martin Luther? (Mai 2005, siehe rechts)
Rückblick: Aktionen zu "Luther - der Film" (Ende 2003)
- Kritik am Film "Luther" und Hintergrundinfos zu Luther
- Infoseite zu Luther und Aktionen gegen den Lutherpathos im und um den Film
- Pressemitteilung zu lutherkritischen Aktionen rund um den Film
- Offizielle Infos zum Film als .pdf (210kb)
- Diskussionsforum auf der Internetseite zum Film
Kommentare zu dieser Seite
Da kann man nur sagen, dass die Verfasser dieser Site keine Ahnung von Geschichte haben, kein Verständnis für die großartigen Leistungen, die die lutherische Reformation für die europäische Geschichte bedeutet.Unverständiges Kopfschütteln,
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- Freie Menschen in freien Vereinbarungen
Praxis
- Dominanzabbau in Gruppen ++ Acht Thesen zum Weg zur Herrschaftsfreiheit
Aus: http://coforum.de:80/index.php4?Peter_Kropotkin
Beseitige die Bedingungen, welche es einigen erlauben, sich der Früchte aus der Arbeit anderer zu bemächtigen. Und, statt die Gesellschaft von oben nach unten, vom Zentrum in die Peripherie bauen zu wollen, laß sie sich - durch die freie Vereinigung freier Gruppierungen - vom Einfachen zum Komplexen entwickeln.
Beseitige die Bedingungen, welche es einigen erlauben, sich der Früchte aus der Arbeit anderer zu bemächtigen. Und, statt die Gesellschaft von oben nach unten, vom Zentrum in die Peripherie bauen zu wollen, laß sie sich - durch die freie Vereinigung freier Gruppierungen - vom Einfachen zum Komplexen entwickeln.
Meyers Taschenlexikon
Emanzipation (lat., eigtl. "Freilassung"), die Befreiung von Individuen oder sozialen Gruppen aus rechtl., polit.-sozialer, geistiger oder psch. Abhängigkeit bei ihrer gleichzeitigen Erlangung von Mündigkeit und Selbstbestimmung.
Emanzipation (lat., eigtl. "Freilassung"), die Befreiung von Individuen oder sozialen Gruppen aus rechtl., polit.-sozialer, geistiger oder psch. Abhängigkeit bei ihrer gleichzeitigen Erlangung von Mündigkeit und Selbstbestimmung.
Um gleich falsche Erwartungen zu verhindern: Fragestellung dieser
Abhandlungen ist nicht, welche Gesellschaftsform Ausbeutung,
Unterdrückung und alles Schlechte zwischen den Menschen bzw. im Umgang
mit ihrer Umwelt ausschließt? Das wäre nämlich nicht nur vermessen,
sondern aus herrschaftskritischer Sicht sogar kontraproduktiv. Denn
alles, was etwas garantieren, also vermeintliche Sicherheit anstreben
will, muss in der Konsequenz autoritären Charakter aufweisen. Das Gute
zu erzwingen oder auch nur festschreiben zu wollen, ist der Türöffner
für Machtansprüche. Nicht zufällig würde das den aktuellen
Legitimationsdiskursen für Kriege, Strafen und Überwachung ähneln.
Die Fragestellung lautet anders: Unter welchen Rahmenbedingungen (Verhältnissen) ist der Anteil kooperativer Verhaltensweisen und Organisierungsformen am höchsten - und gleichzeitig der konkurrierender bis dominierender am geringsten? Denn darum geht es: Das Kooperative und Gleichberechtigte soll wachsen, das Konkurrierende und Unterwerfende weichen. Dafür bedarf es nicht Kontroll- und Machtmechanismen, sondern deren Abbau zugunsten von Selbstorganisierungsprozessen freier Menschen, die ihr Miteinander selbständig und ohne Privilegien gestalten. Sie schließen freie Vereinbarungen oder treten diesen bei, ohne Zwang und ohne Vereinnahmung.
Vor Ihnen und Euch, liebe LeserInnen, liegen nun über viele Seiten voller Gedanken und Entwürfe. Wer nach einem Patentrezept für die bessere Zukunft sucht, wird enttäuscht werden. Alle Texte sind eine Werbung für das Begreifen des Lebens als dynamischer Prozess und einen geübten Umgang im notwendigerweise unsicheren Fahrwasser der Selbstentfaltung. Wir können wählen zwischen dem Sprung zurück in die geistige Entmündigung, die dann den Anschein von Geborgenheit bietet, die als Sicherheit ausgelegt wird. Oder den Sprung in das Abenteuer des Lebens, in den „wilden Dschungel der freien Kooperation“, wie es in nahestehenden Debatten einmal benannt wurde. Es werden Fragen offen bleiben – und das ist gut und notwendig. Denn der Drang nach endgültigen Antworten, Sicherheiten oder Wahrheiten kann ebenso fatal wirken wie die Gleichgültigkeit gegenüber den Erscheinungen im Hier und Jetzt. Das Unbefriedigende ist neben der Hoffnung auf das Besser wichtigster Ansporn, sich einzumischen, Neues zu entwerfen und zu schaffen.
Die Grenzen menschlicher Gestaltungsfähigkeit sind also weit gesteckt und lassen sich ständig weiter dehnen. Die entscheidende Frage ist, wofür diese Fähigkeiten genutzt werden. Wohin wird die Produktivkraft gelenkt? Wie sehen die Entscheidungswege aus? Auf welche Weise entstehen Kooperationen, wie können Entwicklungen beeinflusst werden - und durch wen? All das kann nicht "wissenschaftlich" oder technisch entschieden werden. Wohl können für alle Entscheidungen dann wieder die passenden Hilfsmittel erstellt werden, aber die Richtung selbst ist eine politische. Eine, die den Menschen angeht und, aus emanzipatorischer Sicht, von ihnen ausgehen sollte.
Zur Zeit dient gesellschaftliche Aktivität überwiegend der Steigerung von Profiten und der Kontrolle. Beide sind mitunter auch verbunden und bestehen wieder aus vielen Teilaspekten, bilden die dominanten Säulen gesellschaftlicher Organisation. Seit Jahrhunderten. Der lange Gewöhnungsprozess lässt sie wie Naturgesetze erscheinen, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit allen verfügbaren Mitteln der Herrschaftsausübung durchgesetzt und immer wieder neu inszeniert - von formal begründeten Drohkulissen (Gesetze, Strafe) bis zu diskursiver Vermittlung.
Emanzipation als Ringen um gesellschaftliche Bedingungen bedeutet also zunächst, die Metafrage immer wieder zu stellen. Es reicht nicht, nur über die technische Lösung der Energieversorgung, der Nahrungsmittelerzeugung, zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung, zu Wissen, Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung zu debattieren. Sondern zur Disposition steht die Frage, wie darüber entschieden wird - also die Eigentumsfrage, die Frage der Transparenz aller Abläufe, die Methoden der Entscheidungsfindung, ja sogar schon die Frage, wie über diese Fragen diskutiert und entschieden wird. Auch gehört dazu die Klärung, ob überhaupt etwas für alle festgelegt werden soll, was also Entscheidungen überhaupt bedeuten und nach sich ziehen.Schnell können schwindelerregende Höhen mehrfach verknoteter Gedankenstränge erreicht werden, die bei allem zu berücksichtigen sind. Denn soziale Gefüge sind hochkomplex. Einfache Einzellösungen werden ihnen selten oder nie gerecht. Daher sei eine der wichtigsten Schlussfolgerungen schon am Beginn genannt. Es wird keine neue Norm, kein neues Gesetz geben können, dass Emanzipation passgenau beschreibt und sichert. Nur der Mensch selbst, allein oder in der Kommunikation mit anderen, ist in der Lage, komplex wirkende Lösungen zu entwerfen und - da diese immer nur für den Moment gelten können - weiterzuentwickeln. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende. Es gibt immer Alternativen, aber uns werden nicht immer alle einfallen. Fortschritt basiert daher auf der Offenheit der Gegenwart und der Reflexion, ob nicht noch Anderes oder Besseres möglich wäre. Das wiederholt sich nach jedem Schritt voran ...
Noch eines: Alles, was hier steht, ist offen, darf weiterverwendet und weiterentwickelt werden. Es wäre kein Schaden, wenn es unbeachtet bleibt. Aber es erhöht die Chance, nützlich für Menschen und ein besseres Leben, wenn alles verwendet und weiterentwickelt werden kann. Formale Hürden sind Handbremsen der Emanzipation. Sie einzureißen, ist Teil von Befreiung.
Alles für alle! Diese Texte stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
Sie dürfen frei verwendet und verändert werden. Bedingungen: Alle
darauf aufbauenden Werke müssen im gleichen Sinne frei sein und
ebenfalls unter dieser Lizenz veröffentlicht werden. Eine Quellenangabe
für "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" oder diese Internetseiten
wäre nett.
Gibt es Klassen und kann etwas befreiend wirken, was Menschen in
einheitliche Kategorien zwingt, um sie dann zum Subjekt der Revolution
zu machen? Ist Demokratie nicht eine Form der Herrschaft? Wie kann
Anarchismus dann basis- oder direktdemokratisch sein wollen? Wo laufen
die Debatten um diskursive Steuerungen, Entmachtung der Funktionseliten
oder das Spannungsfeld von Eigentum und gesellschaftlichem Reichtum? Ist
kollektive Identität nicht auch eine Form der Beherrschung? Warum aber
weisen dann gerade politische Proteste sich als anarchistisch
gebärdender Gruppen eine so hohe Einheitlichkeit von Fahnen, Schildern
oder Labels auf? ++ Internetseite zur Debatte um Anarchie (mit den Texten zum Buch) ++ 12,5 x 22 cm, 408 S. Erschienen im Juni 2012.
Der Überblick: Formen, Wirkung, Wege zur Herrschaftsfreiheit.
Einführung in die theoretischen Grundlagen von Herrschaft und
Herrschaftskritik. Angefangen mit einer Definition über die Frage, warum
Herrschaft eigentlich abzulehnen ist, bis zu den Thesen über
Herrschaftsfreiheit und den Weg dorthin. Entwickelt aus zahlreichen
Workshops, Seminare und den Theoriewochen zur Herrschaftskritik.
Ab 3 St.: 2,50 €, ab 10 St.: 2 €. Quadratisch 15x15cm, 64 S. ISBN 978-3-86747-058-2
Grundlagen herrschaftsfreier Gesellschaft. Bausteine für eine
solche Utopie werden in getrennten Kapiteln vorgestellt:
Herrschaftsgrundlagen ++ Herrschaft erkennen ++ Wirtschaft(en) ohne
Herrschaft ++ Alternativen zur Strafe ++ Horizontalität zwischen
Menschen ++ Lernen von unten ++ Emanzipatorische Ökologie. A5, 196
Seiten. Extraseite zum Buch! ++ Bestellseite
"Der Mensch ist nunmal nicht so gut, dass er ohne Kontrolle leben kann."
"Es kommt darauf an, Institutionen zu demokratisieren, ihre Abschaffung wäre Anarchie und Chaos."
Gegenüber grundsätzlich herrschaftsfreien Entwürfen von Gesellschaft gibt es erhebliche Vorbehalte - ob nun bei "Linken", in der bürgerlichen Mitte oder bei Rechten. Wenn man die auf Autorität durch Staat, Führer, Herrenrassen, Gott oder wer weiß wem setzenden Konservativen, Rechten und Teilen der Bürgerlichen mal weglässt, weil deren Vorstellungen auf den ersten Blick emanzipatorischen Ideen der Befreiung des Menschen offensichtlich zuwiderlaufen, so überrascht die Staatstreue vieler sozialdemokratischer, sozialistischer und zum Teil auch linksradikaler Kreise oft. Ihre Argumentation lautet, dass die Menschen ohne eine ordnende Hand zum Faustrecht kommen würden. Unterschiede ergeben sich, wer die ordnende Hand sein und wer sie kontrollieren soll - mal ist es eine unklar definierte Mischung der zivilgesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Eliten namens Governance, mal sind es Räte oder schlicht das Proletariat. Ihnen sind zwei grundlegende Fehler gemeinsam: Sie glauben, Menschen würden besser, wenn andere Menschen sie kontrollierten. Zudem wollen sie als ordnende Hand wiederum Menschen einsetzen (was anderes gibt halt nicht) - und sie blenden die Frage aus, was denn mit diesen Menschen wird, die nun mit Macht ausgestattet sind. Werden die dann nicht viel eher konkurrierend agieren, wo sie bessere Durchsetzungschancen kraft Ihrer Macht haben?
Abwesenheit von Herrschaft fördert kooperatives Verhalten
Alle Modelle einer guten Führung scheitern an diesem Punkt: Wenn einige Menschen bessere Durchsetzungsmöglichkeiten haben als andere, werden sie eher geneigt sein, diese auch einzusetzen. Das heißt: Die Existenz von Herrschaft ist selbst der Grund für die Anwendung derselben. Kontrolle nützt da wenig, denn kontrollierbar ist höchstens konkretes Abstimmungsverhalten, nicht aber der privilegierte Zugang zu Ressourcen, Informationsweitergabe oder -veränderung, informelle Absprachen usw.
Die einzige Chance ist die Abwesenheit von Herrschaft. Dann ist die Chance am größten, dass Menschen miteinander kooperieren, weil sie den größten Nutzen und das geringste Risiko haben. Es gibt keine Garantie, aber es geht bei der Debatte um Utopien auch nicht um die Suche nach dem Paradies. Wichtiger ist, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, die am stärksten zur Kooperation drängen und am wenigsten zur Konkurrenz.
Freiheit und Freiheit
Fanatiker des Rechtsstaates kritisieren den Wunsch nach Herrschaftsfreiheit, indem sie die neoliberalen Ideen mit denen anarchistischer oder anderer herrschaftsfreier gleichsetzen. Das ist verständlich als Propagandastrategie der StaatsfetischistInnen von Sozialdemokratie, Attac, Radikal- oder BasisdemokratInnen. Tatsächlich aber wäre jede Gleichsetzung von Liberalisierungsprogrammen z.B. der Grünen oder der F.D.P. mit herrschaftskritischen Positionen vor allem eines: Ein Armutszeugnis der Analysefähigkeit derer, die die Gleichsetzung betreiben.
Das Bild oben ist eine Anzeige der Industrie. Auch dort wird Propaganda gemacht. Denn tatsächlich sind Markt und Staat keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Eine Ausrichtung auf Profit und Verwertung ist nur möglich durch staatliche Rahmensetzungen. Die wirtschaftliche Globalisierung wird von den Nationalstaaten und ihren Institutionen gemacht. Die Verschärfung der Arbeitsgesetze, der Abbau des Sozialen - alles geht von den Regierungen aus. Profiteure sind die Konzerne, aber der Staat ist der Macher. Hinzu kommt immer mehr Kontrolle, Überwachung, Bestrafung für die, die nicht den Normen gemäß handeln. Auch das ist der Staat. Insofern sind Staat und Markt nicht Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Herrschaftsfreiheit wäre das Gegenteil von beidem. F.D.P. & Co. wollen gar nicht weniger Staat, sondern einen modernisierten. Und alle ...-DemokratInnen wollen mit ihrer Forderung nach mehr Staat auch vor allem mehr Kontrolle. Nützen wird das den Herrschenden und u.a. den Konzernen. Wer Freiheit will, muss weniger Staat und weniger Markt anstreben. Oder am besten ganz abschaffen - beides!
Die
Debatte war lang (Herbst/Winter 2001) und (vor allem zum Ende) recht
unversöhnlich. Aber sie war klärend und teilweise produktiv. Auslöser
waren zunächst Zweifel am Konzept der "Freien Vereinbarungen" - jenseits
jeglicher Herrschaftsstrukturen. Geht das? Welche Gefahren hat das? Aus
dieser Debatte finden sich hier.
Erst später kam dann das Gegenmodell der radikaldemokratischen Herrschaftsstrukturen hinzu - und auch hier gab es Fragen, Kritiken usw. - näheres hier.
Weitere Fragestellungen im Laufe der Debatte:
Fragestellung ist nicht: Welche Gesellschaftsform schließt Ausbeutung, Unterdrückung und alles schlechte zwischen den Menschen bzw. im Umgang mit ihrer Umwelt im weitesten Sinne aus?
Sondern Fragestellung ist: Unter welchen Rahmenbedingungen (Verhältnissen) ist der Anteil kooperativer Verhaltensweisen und Organisierungsformen am höchsten und der konkurrierender bis dominierender am geringsten?
Hier stehen sich verschiedene Modelle gegenüber, die nach aktuellem Diskussionsstand unvereinbar scheinen. Allerdings ist die Debatte nicht beendet, sondern hat an dieser Stelle (Hoppetosse-Mailingliste) den Punkt der Nicht-mehr-Weiterführbarkeit (warum auch immer) erreicht. Als offene Fragen bleiben mindestens:
Die Fragestellung lautet anders: Unter welchen Rahmenbedingungen (Verhältnissen) ist der Anteil kooperativer Verhaltensweisen und Organisierungsformen am höchsten - und gleichzeitig der konkurrierender bis dominierender am geringsten? Denn darum geht es: Das Kooperative und Gleichberechtigte soll wachsen, das Konkurrierende und Unterwerfende weichen. Dafür bedarf es nicht Kontroll- und Machtmechanismen, sondern deren Abbau zugunsten von Selbstorganisierungsprozessen freier Menschen, die ihr Miteinander selbständig und ohne Privilegien gestalten. Sie schließen freie Vereinbarungen oder treten diesen bei, ohne Zwang und ohne Vereinnahmung.
Vor Ihnen und Euch, liebe LeserInnen, liegen nun über viele Seiten voller Gedanken und Entwürfe. Wer nach einem Patentrezept für die bessere Zukunft sucht, wird enttäuscht werden. Alle Texte sind eine Werbung für das Begreifen des Lebens als dynamischer Prozess und einen geübten Umgang im notwendigerweise unsicheren Fahrwasser der Selbstentfaltung. Wir können wählen zwischen dem Sprung zurück in die geistige Entmündigung, die dann den Anschein von Geborgenheit bietet, die als Sicherheit ausgelegt wird. Oder den Sprung in das Abenteuer des Lebens, in den „wilden Dschungel der freien Kooperation“, wie es in nahestehenden Debatten einmal benannt wurde. Es werden Fragen offen bleiben – und das ist gut und notwendig. Denn der Drang nach endgültigen Antworten, Sicherheiten oder Wahrheiten kann ebenso fatal wirken wie die Gleichgültigkeit gegenüber den Erscheinungen im Hier und Jetzt. Das Unbefriedigende ist neben der Hoffnung auf das Besser wichtigster Ansporn, sich einzumischen, Neues zu entwerfen und zu schaffen.
- Welchen möglichsten verlässlichen Schutz für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen kann es geben?
- Was geschieht in herrschaftsfreien Räumen bzw. welche Gefahren nicht-kooperativer Verhaltensformen ergeben sich, wenn es keinerlei institutionelle Entscheidungsfindung und Kontrolle mehr gibt? Herrschen dann Faustrecht, Individualisierung, fortschrittsfeindliche Endlosdebatten und gegenseitiges Blockieren?
- Welche Herrschaftsstrukturen entstehen, wenn die formale Macht abgeschafft wäre? Bilden sich Seilschaften? Kommt es manipulativer Informationspolitik, zu Machtkämpfen zwischen den Ebenen, zum Machtgebrauch von Mehrheit gegen Minderheit, Kollektiv gegen Freiraum, Mainstream gegen Experiment?
- Gibt es noch Entscheidungen? Wenn ja, wie sehen die Verfahren aus?
- Kann es hierarchische, z.B. nach Führerprinzip oder demokratisch organisierte Freiräume innerhalb der herrschaftsfreien Gesellschaft geben?
- Ist der Abbau ökonomischer Ungleichheiten Voraussetzung oder eher Folge herrschaftsfreier Welt? Oder beides? Für wieviele oder welche Unterdrückungsformen gilt das auch?
Worum geht es?
Der Mensch kann sich und seine Umwelt abstrahieren. Das heißt, er kann so tun, als stände er außerhalb seiner selbst und beobachte sich. Er kann überlegen, ob das sinnvoll ist oder nicht, was er gerade tut, getan hat oder tun will. Gleiches lässt sich zur eigenen Umwelt sagen - je sogar zu einer entfernten Umwelt, die gerade gar nicht direkt vor Augen steht. Der Körper, allen voran die Hände, bieten hervorragende Möglichkeiten, konkrete Ideen zur Veränderung der äußeren Erscheiungen auch umzusetzen. Der Kopf mit dem leistungsfähigen Gehirn spielt mit, das in sehr komplexen Handlungsabläufen zu tun. Nicht nur lässt sich so die Natur direkt verändern, z.B. kann ein Boden aufgelockert, Wasser umgeleitet oder Holz zu Papier werden. Es lassen sich auch nicht nur einfache Hilfsmittel herstellen, sondern mehr verschachtelte Vorgänge entwerfen, bei denen z.B. ein Werkzeug hergestellt wird, das ein Werkzeug herstellt, mit der eine Maschine hergestellt wird, die die Umgebungsbedingungen verändert. Selbst das ist noch recht einfach - kommen noch Kooperationen vieler Beteiligter und programmierte Algorithmen wie die Software von Computern hinzu, so entsteht ein sehr komplexer Ablauf, der am Ende die Auffassungsfähigkeiten der Einzelnen schnell übersteigt. Allerdings lassen sich wieder Hilfsmittel erzeugen, die die Steuer- und Überschaubarkeit von Vorgängen verbessern - oder verschlechtern.Die Grenzen menschlicher Gestaltungsfähigkeit sind also weit gesteckt und lassen sich ständig weiter dehnen. Die entscheidende Frage ist, wofür diese Fähigkeiten genutzt werden. Wohin wird die Produktivkraft gelenkt? Wie sehen die Entscheidungswege aus? Auf welche Weise entstehen Kooperationen, wie können Entwicklungen beeinflusst werden - und durch wen? All das kann nicht "wissenschaftlich" oder technisch entschieden werden. Wohl können für alle Entscheidungen dann wieder die passenden Hilfsmittel erstellt werden, aber die Richtung selbst ist eine politische. Eine, die den Menschen angeht und, aus emanzipatorischer Sicht, von ihnen ausgehen sollte.
Zur Zeit dient gesellschaftliche Aktivität überwiegend der Steigerung von Profiten und der Kontrolle. Beide sind mitunter auch verbunden und bestehen wieder aus vielen Teilaspekten, bilden die dominanten Säulen gesellschaftlicher Organisation. Seit Jahrhunderten. Der lange Gewöhnungsprozess lässt sie wie Naturgesetze erscheinen, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit allen verfügbaren Mitteln der Herrschaftsausübung durchgesetzt und immer wieder neu inszeniert - von formal begründeten Drohkulissen (Gesetze, Strafe) bis zu diskursiver Vermittlung.
Emanzipation als Ringen um gesellschaftliche Bedingungen bedeutet also zunächst, die Metafrage immer wieder zu stellen. Es reicht nicht, nur über die technische Lösung der Energieversorgung, der Nahrungsmittelerzeugung, zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung, zu Wissen, Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung zu debattieren. Sondern zur Disposition steht die Frage, wie darüber entschieden wird - also die Eigentumsfrage, die Frage der Transparenz aller Abläufe, die Methoden der Entscheidungsfindung, ja sogar schon die Frage, wie über diese Fragen diskutiert und entschieden wird. Auch gehört dazu die Klärung, ob überhaupt etwas für alle festgelegt werden soll, was also Entscheidungen überhaupt bedeuten und nach sich ziehen.Schnell können schwindelerregende Höhen mehrfach verknoteter Gedankenstränge erreicht werden, die bei allem zu berücksichtigen sind. Denn soziale Gefüge sind hochkomplex. Einfache Einzellösungen werden ihnen selten oder nie gerecht. Daher sei eine der wichtigsten Schlussfolgerungen schon am Beginn genannt. Es wird keine neue Norm, kein neues Gesetz geben können, dass Emanzipation passgenau beschreibt und sichert. Nur der Mensch selbst, allein oder in der Kommunikation mit anderen, ist in der Lage, komplex wirkende Lösungen zu entwerfen und - da diese immer nur für den Moment gelten können - weiterzuentwickeln. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende. Es gibt immer Alternativen, aber uns werden nicht immer alle einfallen. Fortschritt basiert daher auf der Offenheit der Gegenwart und der Reflexion, ob nicht noch Anderes oder Besseres möglich wäre. Das wiederholt sich nach jedem Schritt voran ...
Fragend schreiten wir voran ...
Solche Erkenntnis von Emanzipation als ständigem Prozess ist nicht neu. Eine schöne Formulierung drang aus dem Lakandonischen Urwald, dem symbolischen Ausgangspunkt zapatistischer Aufstandskultur in Chiapas (Mexico), in die Welt. Nämlich, dass Befreiung immer ein von Versuch, Irrtum, Reflexion und neuem (verbessertem) Versuch geprägter Prozess sein müsse. "Fragend schreiten wir voran" wurde zu einem wichtigen Leitspruch des Aufstandes, der am 1.1.1994 eine gefühlte Alternativlosigkeit in vielen Regionen der Erde durchbrach.Fragend schreiben wir voran ...
Dieser Idee folgen auch die Texte auf diesen Seiten. Sie sollen, so jedenfalls die Hoffnung, Bekanntes und Neues verbinden, weiterentwickeln und ins Gespräch bringen. Aber sie können kein Manifest, keine Geschichtsschreibung und keine Utopie sein, die irgendeine besondere Bedeutung hat, einen herausgehobenen Status beansprucht oder gar Wahrheiten. Denn solches gibt es nicht, auch wenn mitunter Verlautbarungen als solche definiert werden, um sie aufzuplustern. Alles, was menschlicher Produktivkraft entspring, hat unter einem emanzipatorischen Blickwinkel dann Bestand, wenn es Menschen, zumindest Einzelnen, nützt. Es wäre schön, wenn diese Texte irgendwo etwas gedanklich voranbringen können - also Ausgangspunkt von wieder neuen Ideen und Erkenntnissen sind, die das, was hier steht, überwinden. Das kann durch Widerlegung oder durch Erweiterung geschehen. Fatal wäre es, wenn diese Texte hier in 10 oder 100 Jahren wie ein Gesetzesbuch behandelt würden. Lieber leben diese Ideen als Bestandteil der sich daraus wiederum entwickelnden Methoden, Techniken, Produkte oder Ideen weiter, während der Ursprung in Vergessenheit gerät und gerne auch geraten kann. Das Klammern heutiger politischer Theorie an uralte Texte beweist vor allem, wie wenig Dynamik seit langem schon überall dort herrscht, wo es nicht um Profit und Macht geht. Die Schalter der Gesellschaft sind falsch gestellt. Menschliche Schaffenskraft treibt in autoritären Systemen nicht die Emanzipation und ein besseres Leben voran, sondern Profit und Kontrolle. Das eigentlich Typische am Mensch wird verschüttet: Sich entfalten, Anderen die Entfaltung ermöglichen und insgesamt so das Potential der Menschen zum guten Leben voranbringen.Noch eines: Alles, was hier steht, ist offen, darf weiterverwendet und weiterentwickelt werden. Es wäre kein Schaden, wenn es unbeachtet bleibt. Aber es erhöht die Chance, nützlich für Menschen und ein besseres Leben, wenn alles verwendet und weiterentwickelt werden kann. Formale Hürden sind Handbremsen der Emanzipation. Sie einzureißen, ist Teil von Befreiung.
"Freie Menschen in freien Vereinbarungen II" ist die überarbeitete und ergänzte Version der ersten Auflage, die 1999 und 2000 von der Gruppe Gegenbilder geschaffen wurden. Die ersten Entwürfe der neuen Texte entstanden im Winter 2010/11 im Gießener Gefängnis. Verfasser war Jörg Bergstedt, der damals eine Freiheitsstrafe wegen einer Aktion gegen die Agro-Gentechnik absitzen musste. Danach konnten sie bis Dezember 2011 diskutiert werden, um anschließend im Internet (also hier) aktualisiert und dann mit ausgewählten der gesamten Zitate in Buchform gegossen zu werden.
Alles für alle! Diese Texte stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
Sie dürfen frei verwendet und verändert werden. Bedingungen: Alle
darauf aufbauenden Werke müssen im gleichen Sinne frei sein und
ebenfalls unter dieser Lizenz veröffentlicht werden. Eine Quellenangabe
für "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" oder diese Internetseiten
wäre nett.Ergänzende Literatur
Um Wiederholungen zu vermeiden, finden sich - vor allem in den Kapiteln zur Strategie und Praxis - Verweise auf Text aus anderen Veröffentlichungen, die im Rahmen der gleichen oder ähnlicher Debatten entstehen. Es sind dies vor allem die konkreten Zukunftsentwürfe im Buch "Autonomie & Kooperation" sowie das Methodenhandbuch zum Abbau von Hierarchien und Dominanzen in Gruppen mit dem Titel "HierarchNIE!". Alle Texte, auf die verwiesen wird, sind auch im Internet und auf der CD "Utopien" zu finden. Der Link ist angegeben. Wir empfehlen, zumindest diese drei Werke als zusammenhängendes "Set" der Debatte und des Ringens um Emanzipation zu nutzen.
Zum nächsten Text, dem ersten im Kapitel über die Geschichte sozialer Organisierung
Bücher zum Thema
Freie Menschen in Freien Vereinbarungen. Gegenbilder zu Markt und Staat ... 14 Euro
Das Grundwerk zur Theorie der Herrschaftsfreiheit: Ein Buch voller Visionen, Konzepte und Experimente für eine Gesellschaft ohne Hierarchien und ökonomische Verwertung. "Gegenbilder" zum kapitalistischen System werden vorgestellt. Kein Weg ohne Ziel! Wir brauchen eine neue Debatte um Visionen und Utopien!!!- Gliederung und Links zu den Texten hier ... ++ Rechts: Titel der zweiten Auflage (Bestellseite)
- Zur ersten Auflage (2000): Download als PDF ++ Diskussionsforum zum Text
Anarchie.
Träume, Kampf und Krampf im deutschen Anarchismus ... 14 Euro
Gibt es Klassen und kann etwas befreiend wirken, was Menschen in
einheitliche Kategorien zwingt, um sie dann zum Subjekt der Revolution
zu machen? Ist Demokratie nicht eine Form der Herrschaft? Wie kann
Anarchismus dann basis- oder direktdemokratisch sein wollen? Wo laufen
die Debatten um diskursive Steuerungen, Entmachtung der Funktionseliten
oder das Spannungsfeld von Eigentum und gesellschaftlichem Reichtum? Ist
kollektive Identität nicht auch eine Form der Beherrschung? Warum aber
weisen dann gerade politische Proteste sich als anarchistisch
gebärdender Gruppen eine so hohe Einheitlichkeit von Fahnen, Schildern
oder Labels auf? ++ Internetseite zur Debatte um Anarchie (mit den Texten zum Buch) ++ 12,5 x 22 cm, 408 S. Erschienen im Juni 2012.
Herrschaft ... Richtwert 3 Euro
Der Überblick: Formen, Wirkung, Wege zur Herrschaftsfreiheit.
Einführung in die theoretischen Grundlagen von Herrschaft und
Herrschaftskritik. Angefangen mit einer Definition über die Frage, warum
Herrschaft eigentlich abzulehnen ist, bis zu den Thesen über
Herrschaftsfreiheit und den Weg dorthin. Entwickelt aus zahlreichen
Workshops, Seminare und den Theoriewochen zur Herrschaftskritik.Ab 3 St.: 2,50 €, ab 10 St.: 2 €. Quadratisch 15x15cm, 64 S. ISBN 978-3-86747-058-2
- Der Inhalt (Download als eBook oder PDF) ++ Infofenster mit Downloads und Inhaltsübersicht
Autonomie und Kooperation ... Richtwert 14 Euro
Grundlagen herrschaftsfreier Gesellschaft. Bausteine für eine
solche Utopie werden in getrennten Kapiteln vorgestellt:
Herrschaftsgrundlagen ++ Herrschaft erkennen ++ Wirtschaft(en) ohne
Herrschaft ++ Alternativen zur Strafe ++ Horizontalität zwischen
Menschen ++ Lernen von unten ++ Emanzipatorische Ökologie. A5, 196
Seiten. Extraseite zum Buch! ++ BestellseiteDownload Kapitel über Herrschaft (PDF)
- Download Kapitel "Alternativen zur Strafe" (PDF)
Mehr Bücher ...
- Der Reader HierarchNIE! mit vielen Tipps zum Dominanzabbau und für Gruppenmethoden:
Internetseiten mit Texten ++ Download als PDF ++ Bestellen - Fragend voran: "Herrschaftsfrei Wirschaften" und "Technik - für ein gutes Leben oder für den Profit?" ... Bestellseite
- Reader zu "Herrschaftskritik konkret" mit Texten aus den verschiedenen Debatten. Vergriffen! (Download)
- CD "Utopien" mit vielen Texten und Materialien ++ Bestellseite
Veranstaltungen, Interviews ...
Zu verschiedenen Themen werden Workshops, Vorträge, Lesungen und Seminare angeboten. Genaueres auf der Liste zu Veranstaltungsangeboten.- Interview im Magazin "Printzip"
- Rezension und Debatte auf Kritisches-Netzwerk
- Bericht der Veranstaltung am 16.3.2013 in München (mit Videomitschnitten: Teil 1 und Teil 2)
- Zum Lesen, für Seminare und Gruppenarbeit
Die Thesen zur Herrschaftsfreiheit: Warum herrschaftsfrei? ++ Formen der Herrschaft ++ Herrschaftsfreiheit
Herrschaftsfreiheit, Sozialdemokratie & (Neo)Liberalismus
"Wenn alle Gesetze weg wären, würden sich die Menschen gegenseitig totschlagen.""Der Mensch ist nunmal nicht so gut, dass er ohne Kontrolle leben kann."
"Es kommt darauf an, Institutionen zu demokratisieren, ihre Abschaffung wäre Anarchie und Chaos."
Gegenüber grundsätzlich herrschaftsfreien Entwürfen von Gesellschaft gibt es erhebliche Vorbehalte - ob nun bei "Linken", in der bürgerlichen Mitte oder bei Rechten. Wenn man die auf Autorität durch Staat, Führer, Herrenrassen, Gott oder wer weiß wem setzenden Konservativen, Rechten und Teilen der Bürgerlichen mal weglässt, weil deren Vorstellungen auf den ersten Blick emanzipatorischen Ideen der Befreiung des Menschen offensichtlich zuwiderlaufen, so überrascht die Staatstreue vieler sozialdemokratischer, sozialistischer und zum Teil auch linksradikaler Kreise oft. Ihre Argumentation lautet, dass die Menschen ohne eine ordnende Hand zum Faustrecht kommen würden. Unterschiede ergeben sich, wer die ordnende Hand sein und wer sie kontrollieren soll - mal ist es eine unklar definierte Mischung der zivilgesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Eliten namens Governance, mal sind es Räte oder schlicht das Proletariat. Ihnen sind zwei grundlegende Fehler gemeinsam: Sie glauben, Menschen würden besser, wenn andere Menschen sie kontrollierten. Zudem wollen sie als ordnende Hand wiederum Menschen einsetzen (was anderes gibt halt nicht) - und sie blenden die Frage aus, was denn mit diesen Menschen wird, die nun mit Macht ausgestattet sind. Werden die dann nicht viel eher konkurrierend agieren, wo sie bessere Durchsetzungschancen kraft Ihrer Macht haben?
Abwesenheit von Herrschaft fördert kooperatives Verhalten
Alle Modelle einer guten Führung scheitern an diesem Punkt: Wenn einige Menschen bessere Durchsetzungsmöglichkeiten haben als andere, werden sie eher geneigt sein, diese auch einzusetzen. Das heißt: Die Existenz von Herrschaft ist selbst der Grund für die Anwendung derselben. Kontrolle nützt da wenig, denn kontrollierbar ist höchstens konkretes Abstimmungsverhalten, nicht aber der privilegierte Zugang zu Ressourcen, Informationsweitergabe oder -veränderung, informelle Absprachen usw.
Die einzige Chance ist die Abwesenheit von Herrschaft. Dann ist die Chance am größten, dass Menschen miteinander kooperieren, weil sie den größten Nutzen und das geringste Risiko haben. Es gibt keine Garantie, aber es geht bei der Debatte um Utopien auch nicht um die Suche nach dem Paradies. Wichtiger ist, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, die am stärksten zur Kooperation drängen und am wenigsten zur Konkurrenz.
Freiheit und Freiheit
Fanatiker des Rechtsstaates kritisieren den Wunsch nach Herrschaftsfreiheit, indem sie die neoliberalen Ideen mit denen anarchistischer oder anderer herrschaftsfreier gleichsetzen. Das ist verständlich als Propagandastrategie der StaatsfetischistInnen von Sozialdemokratie, Attac, Radikal- oder BasisdemokratInnen. Tatsächlich aber wäre jede Gleichsetzung von Liberalisierungsprogrammen z.B. der Grünen oder der F.D.P. mit herrschaftskritischen Positionen vor allem eines: Ein Armutszeugnis der Analysefähigkeit derer, die die Gleichsetzung betreiben.
Das Bild oben ist eine Anzeige der Industrie. Auch dort wird Propaganda gemacht. Denn tatsächlich sind Markt und Staat keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Eine Ausrichtung auf Profit und Verwertung ist nur möglich durch staatliche Rahmensetzungen. Die wirtschaftliche Globalisierung wird von den Nationalstaaten und ihren Institutionen gemacht. Die Verschärfung der Arbeitsgesetze, der Abbau des Sozialen - alles geht von den Regierungen aus. Profiteure sind die Konzerne, aber der Staat ist der Macher. Hinzu kommt immer mehr Kontrolle, Überwachung, Bestrafung für die, die nicht den Normen gemäß handeln. Auch das ist der Staat. Insofern sind Staat und Markt nicht Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Herrschaftsfreiheit wäre das Gegenteil von beidem. F.D.P. & Co. wollen gar nicht weniger Staat, sondern einen modernisierten. Und alle ...-DemokratInnen wollen mit ihrer Forderung nach mehr Staat auch vor allem mehr Kontrolle. Nützen wird das den Herrschenden und u.a. den Konzernen. Wer Freiheit will, muss weniger Staat und weniger Markt anstreben. Oder am besten ganz abschaffen - beides!
Viele, viele Internetseiten
Experimente
Erziehung, Schule, Bildung ...
- Eingangsseite: Lernen ohne Schule und Erziehung
- Schule und Arbeit als Zwang
- Schulkritik der KinderREchtsZÄnker
- Schulmodell vorgestellt: Sudbury School, Summerhill
- Wider Erziehung
Zur Entwicklung von Gesellschaft, Geschichte ...
- Übersicht: Karl Marx zu Urgesellschaften
Diskussion
Erst später kam dann das Gegenmodell der radikaldemokratischen Herrschaftsstrukturen hinzu - und auch hier gab es Fragen, Kritiken usw. - näheres hier.
Weitere Fragestellungen im Laufe der Debatte:
- Welche "Rechte" haben Menschen bzw. was ersetzt diese Grundlage bei den "Freien Vereinbarungen"?
- Beispiel: Kinder, Autos, Polizei oder Faustrecht auf der Strasse?
Fragestellung ist nicht: Welche Gesellschaftsform schließt Ausbeutung, Unterdrückung und alles schlechte zwischen den Menschen bzw. im Umgang mit ihrer Umwelt im weitesten Sinne aus?
Sondern Fragestellung ist: Unter welchen Rahmenbedingungen (Verhältnissen) ist der Anteil kooperativer Verhaltensweisen und Organisierungsformen am höchsten und der konkurrierender bis dominierender am geringsten?
Hier stehen sich verschiedene Modelle gegenüber, die nach aktuellem Diskussionsstand unvereinbar scheinen. Allerdings ist die Debatte nicht beendet, sondern hat an dieser Stelle (Hoppetosse-Mailingliste) den Punkt der Nicht-mehr-Weiterführbarkeit (warum auch immer) erreicht. Als offene Fragen bleiben mindestens:
- Welchen möglichsten verläßlichen Schutz für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen kann es geben?
- Was geschieht in herrschaftsfreien Räumen bzw. welche Gefahren nicht-kooperativer Verhaltensformen ergeben sich, wenn es keinerlei institutionelle Entscheidungsfindung und Kontrolle mehr gibt? Als Beispiele für Gefahren wurden genannt: Faustrecht, Individualisierung, fortschrittsfeindliche Endlosdebatten und gegenseitiges Blockieren ...
- Was geschieht in Herrschaftsstrukturen – auch dann, wenn sie maximal kontrolliert und direktdemokratische bestimmt werden? Genannt wurden als Beispiele: Bildung von Seilschaften, manipulative Informationspolitik gegenüber der abwählbereiten „Basis“, Dominanz der Politprofis (mit viel Zeit und Kraft), Machtkämpfe zwischen den Ebenen, Mißbrauch von Macht (Mehrheit gegen Minderheit, Kollektiv gegen Freiraum, mainstream gegen Experiment, Einsatz und Nichteinsatz von Durchsetzungsmitteln).
- Wie sind die Entscheidungsfindungsverfahren (Mehrheit, Konsens, Autonomie, Vereinbarung ...) in welchem Modell?
- Gibt es eine Vision einer radikaldemokratischen
Herrschaftsstruktur, in der herrschaftsfreie Räume akzeptiert werden und
in denen die Überstruktur keine Herrschaft mehr ausüben kann? Autonomie
als Teil des Ganzen? Wie kann das aber gesichert werden, wo doch der
Freiraum keine Durchsetzungsmittel hat, d.h. die Herrschaftsstruktur ja
nicht nur die Entscheidungen trifft, sondern auch die Bedingungen für
die Entscheidungsfindung ändern kann? Hinter dieser Frage versteckt sich
ein möglicher Kompromißvorschlag, der wichtig sein könnte, um als
gesellschaftsverändernde Bewegung weiter gemeinsam handeln zu können.
Dahinter stehen die Ängste der einen Seite, die Freiräume könnten
Kollektivität blockieren (Kleinstaaterei?), und der anderen, dass die
neue Herrschaftsstruktur früher oder später die Freiräume nicht mehr
anerkennt und plattmacht bzw. integriert.
Sind die ökonomischen Verhältnisse der entscheidende Punkt (also kann z.B. Herrschaft „steuerbar“ sein, wenn die ökonomischen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse abgebaut sind)? Oder ist eher die Frage von Herrschaft zentral – und die ökonomischen Verhältnisse „nur“ eine Form, wie sich Herrschaft ausprägt?
Herrschaftskritik
- Diskussionsforum "Ohne Herrschaft ginge viele nicht - und das wäre gut so!" (Bedingungen von Herrschaftsfreiheit ... dasselbe als .rtf oder PDF-Download (aus dem Buch "Autonomie & Kooperation") oder Kurzversion auf Indymedia
- Emanzipation: Definitionen und E. als Praxis und Prozess
- Aus den Zitatesammlungen: Demokratie +++ Staat und Markt +++ NGOs pro Staat
- "Herrschaft ausmachen" - Text der Göttinger Gruppe "Schöner leben"
- Demokratie und Herrschaft
- Kritik an vereinfachter Herrschaftsanalyse (Oben-unten) bei AnarchistInnen
- Herrschaftskritik-Seiten auf www.husuma.de.vu
Utopien
- Grundtext und Diskussionsforum zu "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen"
- Buch "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen": PDF-Download, Buchbestellung
- Überlegungen von Stefan Meretz zur gesamtgesellschaftlichen Kooperation (Kritik und Erweiterung der Idee "Freie Kooperation" von Christoph Spehr)
- Radikaldemokratische Kritik des PDSlers Ralf Krämer an der Freien Kooperation und Entgegnungen
- Forum "Notizen zur Selbstentfaltung" auf OpenTheory
- Freie Kooperationen, beschrieben im Text "Gleicher als andere" (C. Spehr)
- Kritische Texte zu Kooperation und Konkurrenz von Benni Bärmann (als Diskussionsforum) und ein weiterer von Stefan Meretz mit viel Diskussion
- Die Idee der Freien Kooperation (Christoph Spehr)
- Debatte um Freie Kooperationen ... und noch eine: Frei wozu? Thesen zur Theorie der Freien Kooperation
- Texte und Diskussionen um Freie Gesellschaft (abgeleitet aus der Idee Freier Software), besonders empfehlenswerter Einführungstext hier ...
- Dokumentation zur ständigen Frage "Woher kommen die Brötchen?" in einer nicht-kapitalistischen Welt
- Herrschaftsfrei wirtschaften ++ Neues Büchlein zu "Herrschaftsfrei wirtschaften" (Bestellseite) ++ Zitate zur Ökonomie
- Alles für alle - Diskussion zu Organisierung und Ökonomie in einer herrschaftsfreien Gesellschaft
- Die Idee der Horizontalität
- Kritischer Text zu Anarchie und Basisdemokratie
- Studienarbeit zu "Emanzipation durch Partizipation" (Marc Kappler, Uni Marburg, 2006)
- Beitrag und Kommentare zu Anarchie versus Kommunismus auf Indymedia
- Umweltschutz von unten und Teilbereiche: Verkehr ++ Großbauten ++ Energie ++ Naturschutz
- ... und noch ein Text von Christoph Spehr zum Thema.
- Diskussion/Texte zu Diskursiver Herrschaft und "Individuum und Gesellschaft"
- Herrschaftsbegriff bei M. Focault
- Texte und Zitate zu Logik und Wahrheit
- Selbstbestimmungsnormen - krude Anarchie-Ideen im Buch "Parecon"
- Text zu Gesellschaftskritik und Utopie von Lothar Galow-Bergemann (auf einem attac-Seminar)
- Entscheidungsfindung von unten (Projekt "HierarchNIE")
- Debatte "Wem gehört das Wissen?"
- Robert Foltin: Immaterielle Arbeit, Empire, Multitude. Neue
Begrifflichkeiten in der linken Diskussion. Zu Hardt/Negris "Empire" (PDF-Download aus Grundrisse 2)
- Annette Philosophenstübchen (viele, viele Texte) - Gliederung und Übersicht
- Utopie-Debatte in der Freitag (2004)
- Zitate aus Oskar Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen
- Infoseiten gegen Kirche und Religion
- Bolo Bolo - eine fragmentarische anarchistische Utopie
- Marxismus und Utopie
Gelebte Alternativen?
- Südostasiatische Zomia entwickeln Gegenmodell zur "Zivilisation" (verfasst von Jacques Berguerand, EBF, 16.07.2014)
Demokratie?
- Kritische Demokratiedebatte (Demokratie, Wahlen, Stellvertretung, Parteien, Volk, Nation ...)
- Umfasssende Demokratie als Lösung?
Dominanzabbau und Entscheidungsfindung von unten
- Hierarchie- und Dominanzabbau in Gruppen, auf Veranstaltungen usw.
Technik
Widerstand und direkte Aktion
- Kreative Aktionsformen und -beispiele
- Aktuelle Aktionen und Berichte
- Interview zu Direct-Action bei Radio Corax!
- Organisierung von unten
- Selbstorganisierung im Allltag
- Kreative Antirepression
- Terminliste bundesweit
- Linkliste
- Coole Broschüren, Bücher und mehr ...
- Konkrete Hilfen und Material für Aktionen: Aufkleber-, Schablonenvorlagen und mehr
- Passendes Werkzeug für Aktionen
- Für eigene Seminare: ReferentInnenanfragen? ++ Infoflyer wirbt für Durchführung von Seminaren (halbe A4-Seite zum Kopieren und Auslegen!)
- Vorlagen für Folienset (PDF, 16,4 MB, 15 A4-Motive) ++ dasselbe in Farbe
- Lieder zu kreativen Aktionen
- Direct-Action-Seite aus Magdeburg
- Kreativer Straßenprotest
- Blogs zur Kommunikationsguerilla
- Zur Frage des Umgangs mit Gewalt
Service
- Mail schreiben ... z.B. für ReferentInnenanfragen (Trainings, Workshops, Seminare zu Direkter Aktion), Anfragen u.ä.
- Terminkalender unten ... wenn nicht zu sehen, hier klicken! ++ Buchvorstellungen zum Thema
Termin-Übersicht (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)
Links
- Projektwerkstatt Saasen
- www.projektwerkstatt.de ... die offene Internetplattform emanzipatorisch-widerständiger Projekte&Gruppen
- Ideen zu kreativer Antirepression
- Schutz vor Repression
Direct Action
- Überblick der Themenseiten
- Aktionstipps und -beispiele (Eingangsseite)
- Filme
- Beispiele und Berichte kreativer Aktionen www.direct-action.de.vu
- Werkzeug für Aktionen
- Kleine Diaschau als Intro zur Direct-Action-Seite
- Konkrete Tipps und Beispiele zu Aktionsformen (Übersicht)
- Aktionsplattformen (Beschreibung der Idee)
- Materialien, Ausstellungen und mehr
- Berichte und Aktionsauswertung
- G8(G7)-GIpfel in Köln 1999 ("Köln-Reader", PDF)
- Die Gipfel von Köln (1999), Prag (200), Genua (2001), Heiligendamm (2007) usw. (Eingangsseite)
- Rückblick auf Aktionen gegen die NATO-Sicherheitskonferenz (München, 2002)
- Bundestagswahl 2002
- Bundestagswahl 2005
- Aktionstipps und -beispiele (Eingangsseite)
Die wichtigsten Seiten und Links:
- Aktuelle Aktionen und Berichte
- Interview zu Direct-Action bei Radio Corax!
- Organisierung von unten
- Selbstorganisierung im Allltag
- Kreative Antirepression
- Terminliste bundesweit
- Linkliste
- Coole Broschüren, Bücher und mehr ...
- Konkrete Hilfen und Material für Aktionen: Aufkleber-, Schablonenvorlagen und mehr
- Passendes Werkzeug für Aktionen
- Für eigene Seminare: ReferentInnenanfragen? ++ Infoflyer wirbt für Durchführung von Seminaren (halbe A4-Seite zum Kopieren und Auslegen!)
- Vorlagen für Folienset (PDF, 16,4 MB, 15 A4-Motive) ++ dasselbe in Farbe
- Lieder zu kreativen Aktionen
- Direct-Action-Seite aus Magdeburg
- Kreativer Straßenprotest
- Blogs zur Kommunikationsguerilla
- Wikipedia englischsprachig (die deutsche Seite ist wegzensiert worden)
Service
- Mail schreiben ... z.B. für ReferentInnenanfragen (Trainings, Workshops, Seminare zu Direkter Aktion), Anfragen u.ä.
- Terminkalender unten ... wenn nicht zu sehen, hier klicken!
Diese Seiten entstanden als ständige Sammlung von Ideen, Beispielberichten und "Anleitungen".
Sie werden kontinuierlich ergänzt. Aus ihnen entstanden unter anderem der Direct-Action-Reader und die CD zum Thema.
Direct Action - 5x erklärt: normal Beispiele Service Warnung! Gegenkultur sein Impressum
WER NICHTS VERÄNDERN WILL, WIRD AUCH DAS VERLIEREN, WAS ER BEWAHREN MÖCHTE.
Sie werden kontinuierlich ergänzt. Aus ihnen entstanden unter anderem der Direct-Action-Reader und die CD zum Thema.
Direct Action - 5x erklärt: normal Beispiele Service Warnung! Gegenkultur sein Impressum
WER NICHTS VERÄNDERN WILL, WIRD AUCH DAS VERLIEREN, WAS ER BEWAHREN MÖCHTE.
Materialien
Der jährliche Direct-Action-Taschenkalender ++ Direct-Action-Reader, -Hefte und -CDs
- Direct-Action-Ausstellung
Es gibt eine Ausstellung, die eine Mischung aus Museum und Geisterbahn darstellt. Zu verschiedenen Bereichen werden Berichte und Werkzeuge aufgehängt. Für die jeweiligen zentralen Plakate der Themenbereiche gibt es eine Download-Datei (PDF). Rundherum müßt Ihr selbst dann Anschauungsmaterial aufhängen ... von Kostümen über Handschuhe, Maulschlüssel und sonstiges Material.
Oder: Ausstellung ausleihen und Fotos hier ... - Außerdem: Offene Direct-Action-Plattformen aufbauen bei Camps, Aktionen, Kongressen und dauerhaft in jeder Stadt!!!
- Vortragsmanuskript mit Overheadfolien: "Einführung in Direct-Action"
- Interview mit Hanna Poddig (FR, 16.10.2009) zu Leben im Protest
Der folgende Text erschien unter dem Titel "Widerstand mit Köpfchen ... für's Köpfchen" in der "Zeitung für stürmische Tage" (Download):
Was ist "Direct Action"? Erregungskorridore in die Normalität schlagen!
Protest ist, wenn
ich sage Das und Das passt mir nicht. Widerstand ist wenn ich dafür
sorge, dass Das und Das nicht mehr passiert. Ulrike Meinhof
"Direkte Aktion" ist mehr als nur mal hier eine Blockade oder da ein Steinwurf. Sie ist eine Methode, ein Aktionskonzept und eine Idee für eine Politikform, die nicht mehr nur Einzelnes angreift - aber auch mehr will als schwächliche Miniveränderungen innerhalb von umweltzerstörenden und menschenverachtenden Verwertungs- und Herrschaftsstrukturen. Direkte Aktion will die Köpfe erreichen. Und den Kopf benutzen. Das erste Ziel einer direkten Aktion ist die Schaffung eines "Erregungskorridors" in der Gesellschaft: Aufmerksamkeit, Irritation, Freude oder Wut sind alles solche Formen. Wie das erreicht werden kann, ist vielfältig: Kommunikationsguerilla, verdecktes Theater, Blockade von Castor-Zügen, Sabotage, Internet-Hacken usw. Wo die Erregung entsteht, ist dann Platz für politische Positionen und Visionen. Aber auch deren Vermittlung will durchdacht sein, d.h. Ideen für kreative Vermittlungsformen sind nötig. Direkte Aktion ist alles drei: Die kreative, direkte Aktion, der entstehende Erregungskorridor und die politischen Positionen/Visionen. Die Qualität entsteht auch durch Übung: In Workshops und Trainings kann über direkte Aktionen geredet und an konkreten Beispielen geübt werden, wie Langeweile und Wirkungslosigkeit politischer Arbeit überwunden werden kann.
Wichtig sind nicht wenige CheckerInnen irgendwo, die Mailinglisten, Internetseiten und wenige Bundestreffen als Ersatz für tatsächliche Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, sondern eine breite Handlungsfähigkeit (Aktionen, Widerstand, politische Positionen und Visionen, Intervention und Widerstand im Alltag) überall.
Warum sich auf Rechte berufen, die
nutzlos sind, oder die man sich nicht leisten kann? Politische
Phantomrechte in Anspruch zu nehmen, wie z.B. sich als Stimmvieh von
einer Horde großenwahnsinniger Staubsaugervertreter verarschen zu lassen
oder demonstrierend am Demokratiefasching teilzunehmen und sich damit
zu begnügen, zeugt unserer Meinung nicht gerade für einen kritischen
Intellekt, der die Mächtigen schlecht schlafen lassen muß. Den wie
bereits Carl von Clausewitz bemerkte, besteht in einer kriegerischen
Auseinandersetzung ein entscheidender Vorteil darin, sich das
Schlachtfeld selbst auszusuchen, und damit dem Gegner die Bedingungen
seiner Reaktionen aufzuzwingen.
Statt aufwendige Show-Veranstaltungen wie am Heiligendamm zu besuchen, wo Sitzblockaden aus den bürgerbewegten 80er Jahren nachgestellt werden, die anscheinend den Zweck erfüllen, einerseits Polizeieinheiten ein Gratistraining für den Bürgerkrieg zu spendieren, den wir in 20 Jahren haben werden, wenn sich nichts ändert, andererseits den Protestierern eine Stärke vorzugaukeln, die sich freilich gar nicht haben, sollte man sich eher wieder darauf konzentrieren, gezielte Aktionen an neuralgischen Punkten durchzuführen, für die es wiederum keine hunderttauschend Demonstranten braucht, sondern ein paar glückliche gut Organisierte. (Quelle: Junge Welt, 7.2.2009, S. 7)
Statt aufwendige Show-Veranstaltungen wie am Heiligendamm zu besuchen, wo Sitzblockaden aus den bürgerbewegten 80er Jahren nachgestellt werden, die anscheinend den Zweck erfüllen, einerseits Polizeieinheiten ein Gratistraining für den Bürgerkrieg zu spendieren, den wir in 20 Jahren haben werden, wenn sich nichts ändert, andererseits den Protestierern eine Stärke vorzugaukeln, die sich freilich gar nicht haben, sollte man sich eher wieder darauf konzentrieren, gezielte Aktionen an neuralgischen Punkten durchzuführen, für die es wiederum keine hunderttauschend Demonstranten braucht, sondern ein paar glückliche gut Organisierte. (Quelle: Junge Welt, 7.2.2009, S. 7)
Aristoteles
Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten.
Michael Foucault, übersetzt und zitiert nach in: Mathieu Rousselin, "Widerstand" (S. 64)
Da alle Dinge gemacht wurden, können sie abgemacht werden, vorausgesetzt man weiß, wie sie [zuerst] gemacht wurden.
Gruppe Gegenbilder, 2000: Freie Menschen in Freien Vereinbarungen, S. 10 ... auch im Internet mit Debattenforum)
Pragmatismus in der politischen Arbeit und klare Positionen bis zu Visionen stehen in einem interessanten Verhältnis zueinander. Sie sind keine Gegensätze, sondern der Pragmatismus, also die Ausrichtung daran, was gerade machbar ist, gewinnt durch die Utopie seine Richtung und seinen Schwung. Zudem wird verhindert, daß Teilschritte schon als Erfolg abgefeiert werden. Visionen sind wie ein Magnet, der die realen Verhältnisse und auch die Vorschläge zu Teilveränderungen immer ein Stückchen höherzieht. Ohne Visionen und klare Forderungen wird es gar keine Erfolge politischer Arbeit geben. Gleichzeitig aber müssen Visionen gefüllt werden, Konzepte und Experimente erarbeitet und umgesetzt werden, damit aus dem Traum Wirklichkeit wird.
Aus: Christoph Spehr, 1996: Die Öko-Falle
Die Position der Abwicklung, wenn sie nicht in eine Haltung der kritischen Passivität oder der aktiven Ratlosigkeit umkippen soll, muß einen Krisenbegriff entwickeln. Wo die Systemüberwindende Reform tendenziell von einer objektiven Krise ausgeht (die Akkumulation von Kapital in ihrer bisherigen Form funktioniert nicht mehr), muß die Abwicklung tendenziell eine subjektive Krise glaubhaft machen (die Orientierung der Menschen, ihre persönlichen Interessen zu wahren, geht nicht mehr mit der Stabilität der gesellschaftlichen Interessen zusammen).
Auszug aus Len Fisher (2010): "Schwarmintelligenz", Eichborn in Frankfurt (S. 49)
Polizeibeamte haben uns berichtet, dass es ausreicht, bei Demonstrationen und Stragenschlachten eine kleine Gruppe von Randalierern festzunehmen, um die ganze Menge zu kontrollieren.
Im Original: Warum gibt es so wenig Widerstand? ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus "Neoliberales Herrschaftssystem: Warum heute keine Revolution möglich ist", in: SZ, 2.9.2014
Die systemerhaltende Macht der Disziplinar- und Industriegesellschaft war repressiv. Fabrikarbeiter wurden durch Fabrikeigentümer brutal ausgebeutet. So führte die gewaltsame Fremd-Ausbeutung der Fabrikarbeiter zu Protesten und Widerständen. Möglich war hier eine Revolution, die das herrschende Produktionsverhältnis umstürzen würde. In diesem repressiven System sind sowohl die Unterdrückung als auch die Unterdrücker sichtbar. Es gibt ein konkretes Gegenüber, einen sichtbaren Feind, dem der Widerstand gilt. Das neoliberale Herrschaftssystem ist ganz anders strukturiert. Hier ist die systemerhaltende Macht nicht mehr repressiv, sondern seduktiv, das heißt, verführend. Sie ist nicht mehr so sichtbar wie in dem disziplinarischen Regime. Es gibt kein konkretes Gegenüber mehr, keinen Feind, der die Freiheit unterdrückt und gegen den ein Widerstand möglich wäre. Der Neoliberalismus formt aus dem unterdrückten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder ist heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers. Jeder ist Herr und Knecht in einer Person. Auch der Klassenkampf verwandelt sich in einen inneren Kampf mit sich selbst. Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiert sich selbst statt der Gesellschaft.
Das unterworfene Subjekt ist sich nicht einmal seiner Unterworfenheit bewusst ...
Ziviler Ungehorsam
Ziviler Ungehorsam ist der aus Gewissensgründen und gewaltfrei vollzogene bewusste Verstoß gegen ein Gesetz, eine Pflicht oder den Befehl eines Staates oder einer anderen Macht. Im Gegensatz zu einem Streik ist er nicht rechtlich abgesichert, und der Ungehorsame nimmt bewusst in Kauf, dafür bestraft zu werden. Wer zivilen Ungehorsam ausübt, gilt als Anarchist oder Staatsfeind, da er eine fremde Herrschaft über seine Aktivitäten ablehnt. Der Ausdruck ziviler Ungehorsam (im Englischen civil disobedience) wurde vom US-Amerikaner Henry David Thoreau in seinem Essay Civil Disobedience (1849) geprägt, in dem dieser erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte. Die deutsche Übersetzung von "civil disobedience" müsste eigentlich bürgerlicher Ungehorsam heißen (engl. civil: bürgerlich bzw. staatsbürgerlich). Thoreau, von dem der Begriff stammt, befasste sich nicht mit gewaltfreiem Widerstand, sondern mit den Gewissenskonflikten, die er als Bürger, Wähler und Steuerzahler auszutragen hatte. Das heißt, ein Bürger verweigert seinem Staat den Gehorsam, wenn sein Gewissen ihm das diktiert. Dies betrifft besonders den Kriegsdienst und die Bezahlung von Steuern. Die Erwähnung, dass der Ungehorsam gewaltfrei sein muss, ist eigentlich überflüssig, weil jede Gewaltanwendung gegenüber einer Drittperson impliziert, dass diese Person gehorsam handeln müsste, um der Gewaltanwendung zu entgehen. Dies widerspräche dem Ziel, jeden Menschen zum Ungehorsam zu ermuntern. Namhafte Vertreter zivilen Ungehorsams waren Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King und die Brüder Philip und Daniel Berrigan. In dieser Tradition leisten viele Atomkraftgegner, Graswurzler, Friedensdemonstranten, Globalisierungskritiker und Totalverweigerer Widerstand in Form zivilen Ungehorsams. Bekannte Beispiele von zivilem Ungehorsam, der sich in politischen Bewegungen niederschlug, waren die Boston Tea Party, die indische Unabhängigkeitsbewegung sowie die Montagsdemonstrationen im Jahre 1989. (Quelle dieses Textes und der Links)Aus Gordon, Uri (2010): "Hier und jetzt", Nautilus in Hamburg (S. 31 f.)
Zwischen der direkten Aktion und einem verwandten Konzept, dem des »zivilen Ungehorsams« sollte unbedingt unterschieden werden. Unter dem Letzteren ist meiner Ansicht nach jede Art kollektiver Verweigerung gegenüber dem Gesetz zu verstehen, wobei dies entweder aus moralischen Motiven geschieht oder um Druck auf die Regierenden auszuüben, damit sie schließlich auf Forderungen eingehen. So schreibt Henry D. Thoreau: »Wenn die Alternative darin besteht, entweder alle Gerechten einzukerkern oder Krieg und Sklaverei abzuschaffen, wird der Staat bei der Wahl nicht zögern.« Demnach ist ziviler Ungehorsam im Grunde eine konfrontative Form des Dialogs zwischen Bürgern, die sich nicht unterordnen, und dem Staat. Dieser Dialog stellt die grundlegende Legitimität des Staates nicht infrage (denn es wird vom Staat erwartet, dass er auf die Forderungen der Ungehorsamen reagieren und beispielsweise ein ungerechtes Gesetz ändern wird). Oft geht der zivile Ungehorsam mit einer Rhetorik der Aufrufe an die Gesellschaft einher, sie möge sich doch ihren eigenen Idealen gemäß verhalten. Auf diese Weise wird der Status quo der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Institutionen eher bestätigt als herausgefordert.
Aus Sternstein, Wolfgang: "Die gewaltfreie Revolte gegen 'Stuttgart 21'", in: GWR Dez. 2010 (S. 7)
Unter zivilem Ungehorsam in der Tradition von Henry David Thoreau, Mahatma Gandhi und Martin Luther King versteht man die bewusste Übertretung von Gesetzen oder gesetzesähnlichen Vorschriften sowie die Gehorsamsverweigerung gegenüber polizeilichen Anweisungen mit dem Ziel, staatliches Unrecht oder staatliche Korruption zu beseitigen.
Ziviler Ungehorsam in diesem Sinne sollte "zivil", also offen, dialogbereit und gewaltfrei sein. Dazu gehört auch die Bereitschaft, die für die Gesetzesübertretung oder die Gehorsamsverweigerung verhängte Sanktion klaglos hinzunehmen. ...
Wer zivilen Ungehorsam leistet, dem geht es um die Verbesserung der Demokratie, nicht um ihre Zerstörung. Durch ihre Bereitschaft, Nachteile und Strafen hinzunehmen, bekunden sie ihren Respekt vor dem Recht als solchem und appellieren an die Regierung und die Parlamente, die angefochtenen Entscheidungen noch einmal zu überdenken. ...
- Vergleich "Ziviler Ungehorsam" und "Direct Action" (in: grünes blatt 1/2011, S. 3-11)
Direkte Aktion
Direkte Aktion ist ein Begriff aus der Politik. Merkmal der Direkten Aktion ist, dass keine Macht delegiert, also an Vertreter abgegeben wird. Somit wird der Parlamentarismus und jegliche Stellvertretung verworfen. Die Betroffenen sollen selbst zur Durchsetzung ihrer Interessen aktiv werden. Beispiele für direkte Aktionen sind Selbstorganisation, selbstorganisierte Besetzungen, Boykotts, Streiks, Sabotage. (Quelle dieses Textes und der Links)Aus der Prinzipienerklärung der Bildungssyndikate in der FAU
Wir handeln nicht stellvertretend fuer andere, sondern fuer uns selbst! Es geht uns nicht darum, irgendwelche "Massen" vor unseren Karren zu spannen, sondern aus unseren konkreten Erfahrungen heraus dort Widerstand und Perspektiven zu entwickeln, wo wir stehen. Wir handeln aus unserer sozialen Situation heraus, ohne unsere Macht an Parteien, Institutionen und andere "Fuehrer' abzugeben. Das nennen wir ,direkte Aktion". Der Begriff "direkte Aktion" umfasst alle Kampformen, die ohne Einschaltung von Vermittlern oder Autoritaeten unsere Interessen direkt durchsetzen. Dazu gehoeren Selbstorganisation, selbstorganisierte Besetzungen, Boykotts, Streiks, Sabotage etc.
Im Original: Kreativität als Gegengift zur Herrschaft ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus "Über die Versuche, ein Kamel die Zähne zu putzen" (S. 122 f.), Dokumentation über eine antimilitaristische Aktion
Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität.
Wie sieht also ein soziales Ganzes aus, so daß es den Menschen entspricht in ihrer fortwährenden Entwicklung hin zu sich selbst, hin zur Selbstbestimmung, zur Erfüllung, zur Freiheit*? Wie sieht der soziale Organismus in seiner Freiheitsgestalt aus?
Die Frage ist eine Gestaltungsfrage. Nur aus unserer Kreativität heraus können wir die Verhältnisse ändern. Es geht darum, eine Grenze aus einer längst überholten Zeit zu überschreiten, in der alles nach finanziellen Gesichtspunkten entschieden wird, hinein In eine Gegenwart, in der sich alles auf ein Menschliches beziehen muß.
Noch leben wir in einer WirtschaftskuItur. Wahlfreiheit wird den Bedürfnissen der Menschen, sich selbst zu bestimmen und gemeinsam mit anderen Angelegenheiten zu entscheiden, die alle gleichermaßen betreffen, nicht gerecht. Was den Menschen im allerhöchsten Falle gelassen wird, ist Narrenfreiheit – aber nur da, wo sie nicht an Machtstrukturen rüttelt. Das, was der allerhöchsten Menschenwürde entspricht, die freie, schöpferische, souveräne Betätigung, wird in Bezug auf das gesellschaftliche Ganze unterbunden, an den "Freizeit“-bereich verwiesen und als "Hobby" denunziert.
Es geht nicht um Abschaffung eines Systems, sondern um die Erweiterung unserer Lebensbereiche und um die aktive Teilnahme an der Umgestaltung. Es geht auch nicht darum, dass die ersten Versuche gelingen, sondern darum, lebendige Formen zu entwickeln und zu schaffen. In diesem Sinne waren wir schon längst am Ziel, als wir in Witzenhausen losgegangen sind.
Die Tatsache, daß sich die Ideen und Ideale der Menschen stetig fortentwickeln, beinhaltet, daß diese mit starren Gesetzen kollidieren. Gesetze sind nicht um ihrer selbst Willen da, sondern um der Menschen willen. Nun haben Paragraphen die wunderbare Eigenschaft, das Denken auszuschalten und dadurch die wirklichen Zusammenhänge nicht deutlich vor Augen treten zu lassen.
Wird Krieg mittels einer Rechtsgrundlage legalisiert, so ist anzunehmen, daß Maßnahmen zur Abschaffung und zukünftigen Verhinderung von Krieg (weil gerichtet nach derselben Rechtsgrundlage), nicht geduldet werden können. Mord an Menschen und die Zerstörung von Tier- und Pflanzenwelt und unserer Erde sind juristisch nicht anzufechten, der Versuch hingegen, dies durch Eindringen in Kriegsgelände und Aussäen von Weizen zu stoppen, wird kriminalisiert.
Legal ist nicht legitim - das Gesetz entspricht dem wirklichen Leben nicht mehr, muß folglich weiterentwickelt werden. Gesetze sind von Menschen gemacht, müssen also auch von Menschen umgestaltet werden. Im Bewußtsein der Rückständigkeit der juristischen Vorlagen ist es nicht weiter tragisch, verurteilt zu werden. Die heutigen Zustände betrachtend, ist es völlig gewöhnlich, hin und wieder in den Knast zu gehen - es ist zwar nicht sonderlich aufregend, tut aber dem Leben keinen Abbruch.
Schwer auszuhalten ist selbstverständlich die Spanne zwischen 7m Pflugfurche und zukünftiger sozialer Gesellschaft. Arbeit muß sowohl am inneren Pfad der gewaltfreien Konfliktlösung, als auch am äußeren Konzept der Entmilitarisierung geleistet werden. Daß eine Idee noch niemals vorherverwirklicht wurde, spricht nicht gegen sie. Da ist es so wie mit dem Zähneputzen bei Kamelen: Der erste versucht es vergeblich, ebenso die zweite und dritte, bis es irgendwann einmal gelingt - was dann nicht heißt, daß es auch ohne die vorhergehenden Versuche möglich gewesen wäre.
Mit der Freiheit ist es wie mit den Kamelen, an beide müssen wir uns erst gewöhnen. Ist die anfängliche Befangenheit einmal überwunden, machen beide ganz gewaltig Spaß.
* „Freiheit“: 1. Unabhängigkeit von äußerem, Innerem oder durch Menschen oder Institutionen (Staat, Gesellschaft, Kirche usw.) bedingtem Zwang
Direkte Aktion: Diese Macht lag in den Regelverletzungen, der öffentlichen Provokation,
der Spontaneität und Phantasie kulturrevolutionärer Brüche mit dem grauen Konsens.
Johann Bauer in Friedensforum 2/2008 (S. 38)
der Spontaneität und Phantasie kulturrevolutionärer Brüche mit dem grauen Konsens.
Johann Bauer in Friedensforum 2/2008 (S. 38)
Direct-Action-Ausstellung
Seit Herbst 2003 existiert eine anregende Direct-Action-Ausstellung, durch die dort, wo sie aufgebaut ist, auch Führungen angeboten werden können. Für Kongresse, Seminare, Camps usw. kann beides "angefordert" werden oder wir kommen von uns aus.Inhalte: Hintergrundtexte, Beispiele, Material von Sprühschablonen über spurenvermeidende Kleidung, die Software "Safeworks" bis hin zu Schraubenschlüsseln. Besondere Herzstücke sind die Fakeparade mit gesammelten Fälschungen, Berichte vom Kameragottesdienst, ein Interview mit der Roten Zora und Ideen für kreative Antirepression bei Gerichtsverfahren, Festnahmen und Personalienkontrollen.
Infos: www.projektwerkstatt.de/plattform.
Offene Aktionsplattformen
Ein Anspruch an emanzipatorische Aktionsstrategien ist der gleichberechtigte Zugang zu Handlungsmöglichkeiten. Um kreativen Widerstand zu fördern, können in Zentren (auf Dauer) oder auf Camps, Kongressen usw. (dann zeitweise) Aktionsplattformen entstehen, d.h. Materialien offen zur Verfügung gestellt werden.Direct-Action-Kalender - jedes Jahr
Das wird wieder ein Feuerwerk an Ideen, Berichten, praktischen Tipps und mehr - plus praktischem Kalendarium und jeder Menge nützlicher Seiten. Ein Begleiter für alle, die ein Jahr aufregend gestalten wollen, Anregungen oder konkrete Hinweise brauchen. Ab Juli gibt's jeweils den fürs nächste Jahr. Mehr hier ...TrainerInnen, ReferentInnen
Wer Lust hat auf Infoveranstaltungen, Trainings, Workshops oder Seminare zu "Direct Action" oder einzelnen Methoden, kann sich gern melden. In der Projektwerkstatt in Saasen gibt es eine dauernde offene Aktionsplattform, die auch auf Camps und Kongresse mitgebracht werden kann - am besten zusammen mit der Ausstellung. Kontakt: 06401/903283, saasen@projektwerkstatt.de. Seite zu Vortrags-/Workshopangeboten ...Internet und Lesestoff
- Viele Ideen und Beispiele: www.direct-action.de.vu
- Direct-Action-Heftchen: A5-Broschüren, in denen jeweils zu einem Thema viele Tipps zu Aktionen zusammengestellt worden sind. Bisher erschienen: Kreative Antirepression, Die Mischung macht's! (Direct-Action-Einführung), Anti-Knast, Subversive Kommunikation, Der Ton macht die Aktion (Lieder zu Aktionen). Je 1 Euro oder Download über www.aktionsversand.de.vu.
- Blockadefibel: Viele Tipps für Lock-ons, Blockadetechniken, Knoten und Anketten usw. A5, 2 Euro.
- Auf Wikipedia wurde der Eintrag "Direct Action" gelöscht und der Autor auf Lebenszeit gesperrt. Das Thema sollte es da nicht geben.
Materialien zum Downloaden
- Knast ... Kritik, Berichte, Aktionen (4,9 MB)
- Subversive Kommunikation ... Verstecktes Theater, Gesprächsführung, Kommunikationsguerilla (3,7 MB)
- Kreative Antirepression ... Polizeikontakt und Prozesse zu Aktionen machen (3,7 MB)
- Der Ton macht die Aktion! ... Lieder für politische Aktionen (6,7 MB)
- Die Mischung macht´s! ... Einführung in die direkte Aktion (5,4 MB)
- Rechtstipps gegen Recht-Extremisten ... Sich wehren gegen Justiz, Polizei & Co. (2,9 MB)
- Gerichtsverfahren ... Tipps für Angeklagte und ZuschauerInnen (4,2 MB)
- Aneignung jetzt! ... Häuser, Plätze und mehr besetzen, Umweltschutz von unten usw. (3,8 MB)
- Offener Raum ... Horizontale Struktur für Camps, Veranstaltungen und Projekte (3,3 MB)
- Widerstand im Alltag ... viele kleine Tipps für immer und überall (2,8 MB)
- Achtung! Polizei! ... Tipps für Festnahmen, Kontrollen, Verhöre und mehr (5 MB)
- Gewalt? Gewaltfrei? ... Diskussion zum Sinn und Unsinn der Frage nach Gewalt ++ Beispiele kreativer Militanz (4,5 MB)
- Aktionen zu und gegen Wahlen (2 MB)
- Kreativ demonstrieren ... Aktionen auf Demos, kreative Demo-Formen, Orga-/Rechtstipps (3,9 MB)
- Flugblatt gegen Polizei ... allgemein, überall einsetzbar, führt Gründe gegen die Existenz von Polizei auf (A3 beidseitig, zum Falten auf A4 ... 1,3 MB)
- Flublatt gegen Krieg und deutsche/europäische sogenannte Friedenspolitik ... mit Kritik an NGO-Positionen zu Völkerrecht (A3 beidseitig, zum Falten auf A4 ... 3,2 MB)
- Schlösser öffnen (Lock picking) ... leider kein Download, daher nur über die Bestellseite!
- Achtung: Es gibt eine gesonderte Direct-Action-Download-Seite mit den Broschüren und vor allem vielen Aktionsmaterialien wie Aufkleber und mehr!
Warum schreibt und komponiert ihr nicht?! Warum malt und modelliert ihr nicht?!
Warum schreit und randaliert ihr nicht?! F. K. Waechter
Warum schreit und randaliert ihr nicht?! F. K. Waechter
Software zum Downloaden
- Verschlüsselung (PGP & Co.) ++ Verschlüsseln von Dateien und ganzen Datenträgern
- Sicheres Löschen von Dateien und Ordnern mit BcWipe: Downloadseite 1 ++ Seite 2 ++ Begutachtung des Programms und Download
- GNUPP ... Verschlüsseln von Emails und Wipe-Funktion (aktuelle Version von GPG für Windows)
Direct-Action-Trainings
Statt starrer und formal/informell zentraler Strukturen hoffen wir, daß immer wieder Basisgruppen und -zusammenhänge bezogen auf konkrete Aktionsvorbereitungen oder unabhängig davon Treffen organisieren, auf denen Austausch, Aktionstraining, Planung undpolitische Debatte eineinander abwechseln. Wer hat Lust, weitere zu organisieren? Hilfe/ReferentInnen ist möglich!
Tipps für Trainings & Seminare:
- Folienset als PDF
- Üben mit der Form des "Theater der Unterdrückten"
Direct-Action-Ausstellung
Seit Herbst 2003 existiert eine anregende Direct-Action-Ausstellung, durch die dort, wo sie aufgebaut ist, auch Führungen angeboten werden können. Für Kongresse, Seminare, Camps usw. kann beides "angefordert" werden oder wir kommen von uns aus. Hier Texte zu beiden Elementen, die für Ankündigungen u.ä. genutzt werden können. Außerdem gibt´s eine Seite mit Fotos und mehr von der Ausstellung.- Direct-Action-Parcour und Aktionsplattform
In ... wird eine aktionsorientierte Ausstellung aufgebaut. An Hintergrundtexten, Beispielen und dem aushängenden Material von Sprühschablonen über spurenvermeidende Kleidung, die Software "Safeworks" bis hin zu Schraubenschlüsseln und mehr werden viele Ideen für kreative Aktionen vorgestellt. Besondere Herzstücke sind Fakeparade mit gesammelten Fälschungen, die Berichte vom Kameragottesdienst, ein Interview mit der Roten Zora und Ideen für kreative Antirepression bei Gerichtsverfahren, Festnahmen, Personalienkontrollen und mehr. - Jeden Tag um X.xx Uhr am Direct-Action-Parcour:
Direct-Action-(Ein)Führung durch den Parcour ... eine anregende Rundreise durch viele Ideen kreativer Aktionen, Straßentheater, Kommunikationsguerilla, Sabotage und vielem mehr. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, vertiefende Workshops zu speziellen Themen festzulegen für die dann folgenden Tage. Also - wer mal mitbekommen will, was so alles möglich ist an direkten und kreativen Aktionen, sollte hier mal vorbeischauen! - Ausstellung bestellen ...
- Und am besten natürlich mit Workshops, Trainings usw. verbinden ...
Termin-Übersicht (wenn nicht zu sehen, hier klicken ...)
Links
- Projektwerkstatt Saasen
- www.projektwerkstatt.de ... die offene Internetplattform emanzipatorisch-widerständiger Projekte&Gruppen
- Ideen zu kreativer Antirepression
- Schutz vor Repression
Lesestoff
- Der Reader HierarchNIE! mit vielen Tipps zum Dominanzabbau und für Gruppenmethoden: Download als PDF ++ Bestellen
- Buch von Hanna Poddig: Radikal mutig (Rotpunkt Verlag)
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