Mittwoch, 9. Dezember 2015
Die „Abwähler“ von SAP
"Seltsame Vorgänge gab es im Vorfeld der „Abwahl“ der
stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden bei SAP SE. Im Mai 2014
wurde nach acht Jahren der Betriebsratsvorsitz, der von zwei
arbeitgebernahen Listen gestellt wurde, abgelöst. Gewählt wurden als
Betriebsratsvorsitzender einer unabhängigen Liste Ralf Herzog und als
Stellvertreter der IG Metaller und Mitgründer des Betriebsrats der SAP
SE, Ralf Kronig und das langjährige Aufsichtsratsmitglied Panagiotis
Bissiritsas. Anfang Juli 2015 verkündete der Betriebsratsvorsitzende
Ralf Herzog, dass er zum 30.9.2015 von seinem Amt zurücktreten und
danach in Vorruhestand gehen wird. (...) Letztendlich bildete sich
eine interessante Allianz aus arbeitgebernahen und
gewerkschaftlich-gelenkten Listen, um die beiden Stellvertreter Ende
Oktober mit einfacher Mehrheit abzuwählen. In den neuen
Betriebsratsvorsitz wurden laut Presse ein „Einzelkämpfer“ und eine
unabhängige IG Metallerin gewählt. Die große Last einer sog. Abwahl
kann ihnen niemand nehmen. Und bei 11 vertretenen Listen mit den
vielen „Lagerkämpfen“ und „persönlichen Interessen“ wird eine
„Bündelung der Kräfte“ mit der Fokussierung auf die Betriebsratsarbeit
sicherlich nicht leichter. (...) Und wann kommt die nächste „Abwahl“
der nun vereinten Hardliner im SAP-Betriebsrat? Einige Wochen nach der
„Abwahl“ geht’s munter weiter. Mit Ab-und Neuwahlen von Ausschüssen."
Artikel von Ralf Kronig vom 8.12.2015
http://www.labournet.de/?p=90307
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen