Sonntag, 6. Dezember 2015

Das russische Verteidigungsministerium stellt fest: Der Präsident der Türkei und seine Familie sind in den illegalen Handel mit Erdöl verwickelt, den der sogenannte „Islamische Staat“ organisiert. Der „IS“ verdient daran jährlich etwa 2 Milliarden US-Dollar.


Türkischer Staatschef Erdogan ist an der Finanzierung des IS mittels illegalen Erdölverkaufs beteiligt und verkauft Waffen an die Terroristen

Moskau, am 2. Dezember 2015. / TASS/.

dreieinigkeit_bearbeitet-1Die oberste Führung der Türkei und Präsident Erdogan persönlich sind an der illegalen Ausbeutung des syrischen und irakischen Erdöls und seinem Abtransport in die Türkei beteiligt. Das erklärte der stellvertretende Minister für Verteidigung Russlands Anatoli Antonow.
Eine gerissene Diebesbande plündert das Erdöl in den Nachbarländern
„Der Hauptabnehmer dieses bei den rechtmäßigen Eigentümern, Syrien und Irak, gestohlenen Erdöls ist die Türkei. Nach vorliegenden Erkenntnissen ist die oberste politische Führung der Türkei, Präsident Erdogan und seine Familie, an diesem verbrecherischen Geschäft beteiligt. Wir haben bereits mehrfach auf die Gefahren einer Anbändelung mit den Terroristen hingewiesen“, sagte Antonow. „In der Region gibt es eine einheitliche Diebesbande aus Banditen und türkischen Eliten zur Plünderung von Erdöl bei den Nachbarn. Dieses Erdöl in großer Menge, in industriellem Maßstab über lebendige Erdölleitungen aus Tausenden von Tankfahrzeugen auf das Territorium der Türkei gebracht.“
Wie der russische Generalstabs-Chef Sergej Rudski mitteilte, hat das Verteidigungsministerium Russlands die Haupttransportwege des syrischen und irakischen Erdöls in die Türkei ermittelt. „Es wurden drei Routen entdeckt“, erklärte Rudski, „auf denen das Erdöl aus den durch die Terrorbanden des ISIL[1] besetzten Bezirken Syriens und des Iraks in die Türkei befördert wird.“
Die Einkünfte des „Islamischen Staates“ stammen aus dem Erdöldiebstahl
Die Angriffe der russischen Luftflotte haben bewirkt, dass die Einkünfte sogenannten „Islamischen Staates“ durch den illegalen Handel mit Erdöl um die Hälfte zurückgegangen sind. Sie verringerten sich nach den Worten Rudskis von bisher 3 Millionen auf 1,5 Millionen Dollar pro Tag. Dennoch geben diese Banditen auch weiterhin bedeutende finanzielle Mittel aus, um Waffen, Munition und andere materielle Mittel für ihre subversive Tätigkeit zu bekommen. Rudski sagte:
„Die Einnahmen aus dem Verkauf des Erdöls gehören zu den wichtigsten Einkommensquellen der Terroristen in Syrien. Sie verdienen daran jährlich etwa zwei Milliarden Dollar. Diese Gelder werden verwendet, um weltweit Söldner anzuwerben, Waffen, Technik und Ausrüstung zu finanzieren. Das ist auch der Grund, weshalb IS die Infrastruktur dieser diebischen Erdölgewinnung in Syrien und dem Irak so absichert. Durch die Angriffe der russischen Luftstreitkräfte sind die Plünderungen des syrischen Erdöls durch die „IS“-Terroristen um die Hälfte zurückgegangen. Die Terroristen des ‘Islamischen Staates’ haben gegenwärtig nicht weniger als 8.500 Tankfahrzeuge, die täglich bis zu 200.000 Barrel Erdöl befördern.“
Nach seinen Worten unternimmt die von den USA angeführte internationale Koalition keinerlei Luftangriffe auf die Tankfahrzeuge und gegen Objekte der Infrastruktur des illegalen Erdölhandels in Syrien.
„Es konnten bisher keine Vernichtungen von Tankfahrzeugen durch die Koalition festgestellt werden. Wir haben lediglich  bemerkt, dass sich die Zahl der unbemannten strategischen Flugapparate verdreifacht hat. Als wir aber sahen, dass die von den USA geleitete Koalition keinerlei Angriffe auf die illegalen IS-Erdölarbeiter unternahm, haben wir ihnen Angaben über konkrete Ziele übergeben“, führte Rudski aus. Und er fügte hinzu, dass die vollständigen Informationen über die betreffenden Objekte bereits auf der Webseite des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation veröffentlicht wurden.
Die Türkei liefert Terroristen, Fahrzeuge, Waffen und Munition
Der Leiter des Nationalen Verteidigungsrates der Russischen Föderation Michail Misinzew führte aus:
„Die Finanzströme durch den Wiederverkauf der Erdölprodukte dienen nicht nur der Bereicherung der obersten militärpolitischen Führung der Türkei. Sie kehren auch in großem Umfang in Form von Waffen, Munition und Söldnern aller Couleur in die Syrische Arabische Republik zurück. Allein  in der vergangenen Woche wurden vom Territorium der Türkei aus bis zu 2.000 Söldner, über 120 Tonnen  Munition und etwa 250 unterschiedliche Militärfahrzeuge verbracht.“ Das Verteidigungsministerium Russlands wird nächste Woche der Öffentlichkeit weitere Informationen über den Umfang der Waffenlieferungen und die Vorbereitung der Söldner auf dem Territorium der Türkei zur Verfügung stellen, erklärte Misinzew.
(leicht gekürzt)

 [1]    ISIL: „Islamischer Staat des Irak und der Levante“, vormalige Bezeichnung des sogenannten Islamischen Staates, einer in Russland verbotenen Gruppierung; Anm. von TASS.

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