
„…
Der
Vertreter von Vía Campesina, Carlos Rodríguez, bemängelte, dass die
Produkte der mit dem Bayer-Konzern im Jahr 2018 fusionierten
Gentechnik-Firma Monsanto für die Zerstörung von Böden,
Gewässer-Verschmutzung, die Reduzierung der Grundwasserreserven sowie
die Veränderung der Ökosysteme verantwortlich seien. Durch Monsanto sei
das Leben der Menschen gefährdet worden, da Pestizide Krebs und
Nierenversagen verursachten. Auch sei die Ausbreitung des gefährlichen
Dengue-Fiebers begünstigt worden, weil sich die Moskitos an den hohen
Insektizid-Einsatz gewöhnten und genetisch anpassten. Der Abschluss
eines Kooperationsvertrags mit Bayer wäre Rodríguez zufolge zudem der
Todesstoß für die nationale Agrarproduktion. Nicht beachtet werde, dass
die Bauern die Regierung jahrelang mit natürlich verbessertem Saatgut
versorgt haben, wodurch Rekordernten bei Mais und Bohnen erreicht
wurden. Ana Calles von Vía Campesina merkte an, dass den Landwirten beim
Anbau gentechnisch veränderten Saatguts zweieinhalb Mal höhere Kosten
für den Kauf landwirtschaftlicher Nebenprodukte wie Kunstdünger und
Pestiziden entstünden. Dadurch müssten sich insbesondere Kleinbauern
verschulden. Daher forderten die Bauernorganisationen den Agrarminister
Pablo Anliker Infante auf, ihre Bedenken ernst zu nehmen, um nicht die
rund 90.000 salvadorianischen Kleinbauern zu schädigen…“ – aus dem
Beitrag „El Salvador: Bauernorganisationen lehnen Vertrag mit Bayer AG ab“ von Ulrike Bickel am 20. August 2019 bei amerika21.de 
über die Reaktionen der Betroffenen zum geplanten Deal von Bayer mit
Salvadors rechter Regierung. Siehe dazu auch einen Beitrag der
Coordination gegen Bayer-Gefahren:
- „BAYER-Vertrag ist eine Kriegserklärung“ am 21. August 2019 von der CBG
bezieht sich auf obigen Artikel und erklärt dazu: „… Der
Protest ist gut begründet: Die von 2009 bis Mai 2019 regierende linke
Partei FMLN hatte es mit ihrem staatlichen Programm zur Förderung
kleinbäuerlicher Landwirtschaft geschafft, die landeseigene Erzeugung
hochwertigen Saatguts zu fördern, welches den tropischen Bedingungen El
Salvadors angepasst ist. So war das Land nicht mehr so stark auf die
Saatgut-Importe der Agro-Riesen angewiesen. Mit dem Kooperationsvertrag
droht nun das exakte Gegenteil: Die völlige Abhängigkeit von BAYERs
Gentech-Pflanzen. (…) Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der Coordination
gegen BAYER-Gefahren kommentierte das Vorgehen von BAYER und der
salvadorianischen Regierung folgendermaßen: „Nach der Übernahme von
MONSANTO wieder ein Schritt zur Sicherung der Monopol-Stellung des
BAYER-Konzerns im Bereich der Welternährung. Und eine Kriegserklärung an
die bäuerliche Landwirtschaft in El Salvador und weltweit. BAYER muss
gestoppt werden. Wir stehen an der Seite der protestierenden
Bäuer*innen.“
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