Dienstag, 17. September 2019
Brasilianische Post: Der erste landesweite Branchenstreik gegen Bolsonaro – gegen die Privatisierungspläne der rechten Regierung
Geht es nach den Plänen der Regierung Bolsonaro, wird die
brasilianische Post das erste der (übrig gebliebenen) staatlichen
Unternehmen sein, das privatisiert werden wird. Denn auf der Liste
stehen: Alle. So sagt es der zuständige Minister (und frühere
Bertelsmann-Manager) Guedes. Aber: Es geht nicht nach den Plänen der
Rechtsregierung. Seit Dienstag Abend 22 Uhr befinden sich die
Beschäftigten der Post im ersten landesweiten unbefristeten Streik
einer Branche seit Regierungsantritt. Sie hatten schon 2017 den
Versuch der damaligen Putschregierung Temer, das Unternehmen zu
privatisieren, zurück geschlagen. Und auch dieses Mal kam der Streik
zustande durch Beschlüsse auf Vollversammlungen, an denen sich
insgesamt Zehntausende beteiligten – alleine in Sao Paulo und Rio de
Janeiro nahmen jeweils mehr als 5.000 Gewerkschaftsmitglieder an
diesen Versammlungen teil – und stimmten mit
„Einheitspartei“-verdächtigen Ergebnissen für den unbefristeten
Streik, der auch dem aktuell vorgelegten Tarifdiktat der
Unternehmensleitung gilt (die, unter anderem, jedem und jeder
Beschäftigten rund umgerechnet 100 Euro im Monat weniger bezahlen
möchte). Für diesen Kampf organisieren progressive Gruppierungen und
andere Gewerkschaften landesweit die Solidarität. Zum Poststreik in
Brasilien fünf aktuelle Beiträge nach den beiden ersten Streiktagen
http://www.labournet.de/?p=154374
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