Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS! Über 100 europäische Organisationen starten gemeinsame Kampagne

“
Einer
unserer zentralen Kritikpunkte gegen TTIP & CETA waren die
Sonderklagerechte für Konzerne – auch ISDS genannt,
Investor-Staats-Schiedssystem. Diese Paralleljustiz ermöglicht es
superreichen Investoren und Konzernen Staaten zu verklagen, wenn sie
ihre Profite durch Gesetzesänderungen eingeschränkt glauben. Geklagt
oder mit Klagen gedroht wird in allen Bereichen: Umweltschutz wie
Wasserschutz und Luftverschmutzung, Gesundheitsvorsorge, Artenschutz,
Arbeitsrechte und Steuern. Mittlerweile sind weltweit über 900 Fälle
bekannt. Zahlungen von über 50 Milliarden US-Dollar an private
„Investoren“ waren die Folge. Sonderklagerechte sind umstritten wie nie
zuvor. Mehr als 3 Millionen Menschen in Europa haben bei TTIP und CETA
dagegen unterzeichnet. Daher starten wir heute mit über 150
Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen
aus 16 europäischen Ländern die gemeinsame Petition: Rechte für
Menschen, Regeln für Konzerne – Stopp ISDS! Fordern Sie die EU und die
Mitgliedstaaten auf, Sonderklagerechte für Konzerne abzuschaffen sowie
verbindliche Regeln einzuführen, mit denen Konzerne weltweit für
Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden können.
Während „Investoren“ eine privilegierte und machtvolle Sonderjustiz
offensteht, bleiben Menschen oftmals schutzlos, wenn sie unter
Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen von Konzernen leiden…”
Kampagneninfo und Petition von und bei attac Österreich 
, siehe auch
die (mehrsprachige) Kampagnenseite mit Hintergründen 
und neu dazu:
- EuGH-Antrag: CETA nicht kompatibel mit der Demokratie –
Bereits mehr als 270.000 Menschen fordern grundsätzliches Aus für
Konzern-Sonderklagerechte (ISDS)
“Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs ist der Meinung,
dass Sonderklagerechte für Konzerne (ISDS) in CETA kompatibel mit
EU-Recht seien. Sein Antrag ist nicht bindend. Das endgültige Urteil
kann davon noch abweichen und folgt in einigen Monaten. Dazu erklärt
Roland Süß vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac: “Für uns ist
klar, dass Sonderklagerechte für Konzerne nicht kompatibel mit der
Demokratie, dem Klimaschutz sowie Sozial- und Arbeitsrechten sind. Wie
zahlreiche Fälle zeigen, schränken sie den politischen
Handlungsspielraum von Regierungen für dringend notwendige Maßnahmen zum
Schutz der Umwelt, von Beschäftigten und für die Verringerung von
Ungleichheit ein. Unser politischer Kampf gegen Sonderklagerechte
fürKonzerne geht weiter.“ Attac fordert daher, ISDS grundsätzlich in
allen EU-Verträgen abzuschaffen. Eine vergangene Woche gestartete
EU-weite Petition „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!“
fordert neben dem Aus für ISDS auch verbindliche Regeln, mit denen
Konzerne weltweit für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft
gezogen werden können. Sie wurde bereits von mehr als 270.000 Menschen
unterzeichnet…” Attac-Pressemeldung vom 29. Januar 2019 per Email. Zu weiteren Information siehe die Attac-Kampagne ‘Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!’
– siehe auch unser Dossier: CETA: Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada
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