09.03.2018
Genf. Auf der momentan laufenden 37. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UN) hat Michel Forst, Sonderberichterstatter zur Situation von Menschenrechtsverteidigern, seinen jüngsten Bericht [4] zu Mexiko vorgestellt. Das Dokument ist das Ergebnis seines offiziellen Besuchs in Mexiko, der bereits im Januar 2017 stattfand.
Höchstes Risiko für Menschenrechtsverteidiger in Mexiko
Von
Peter
Clausing [1]
amerika21
Genf. Auf der momentan laufenden 37. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UN) hat Michel Forst, Sonderberichterstatter zur Situation von Menschenrechtsverteidigern, seinen jüngsten Bericht [4] zu Mexiko vorgestellt. Das Dokument ist das Ergebnis seines offiziellen Besuchs in Mexiko, der bereits im Januar 2017 stattfand.
Während seines zehntägigen Aufenthalts in Mexiko-Stadt und
den Bundesstaaten Chihuahua, Guerrero, Mexiko und Oaxaca
traf er sich insgesamt mit rund 800 Aktivistinnen und
Aktivisten. Forst dankte der mexikanischen Regierung und den
Nichtregierungsorganisationen in diplomatischen Worten für
die "gute Zusammenarbeit" und bescheinigte dem Land, dass
sich die Situation trotz Implementierung neuer Mechanismen
weiter verschlechtert hat. Die Art der Probleme sind seit
2006, dem Jahr des Beginns des sogenannten Krieges gegen die
Drogen, unverändert: Extralegale Hinrichtungen, Folter und
gewaltsames Verschwindenlassen. Parallel dazu erfolgt eine
kontinuierliche Kriminalisierung von
Menschenrechtsverteidigerinnen und
Menschenrechtsverteidigern. Diese beginnt in der Regel mit
unbegründeten Anschuldigungen und nachfolgenden
willkürlichen Verhaftungen. Die sich anschließenden
schleppenden Gerichtsverfahren, die am Ende nicht selten mit
einer Verurteilung enden, dienen der Einschüchterung anderer
Aktivisten und der Lähmung der Zivilgesellschaft.
Der Bericht von Michel Forst enthält zahlreiche
Einzelbeispiele und verweist darauf, dass den willkürlichen
Verhaftungen und Verurteilungen gelegentlich eine
öffentliche Beschuldigung der Betroffenen durch hochrangige
Politiker vorausgeht. Das 21 Seiten umfassende Dokument
endet mit 17 Empfehlungen an die mexikanische Regierung.
educaoaxaca [5]
Links:
[1] https://amerika21.de/autor/peter-clausing
[2] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michel_Forst_lors_de_la_remise_du_1er_prix_Martine_Anstett.jpg
[3] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
[4] https://educaoaxaca.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=885&urlid=28309&mailid=1554&Itemid=502
[5] https://educaoaxaca.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=885&urlid=28309&mailid=1554&Itemid=502
[6] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2018%2F03%2F196654%2Fmexiko-gefahr-fuer-menschenrechtler&title=H%C3%B6chstes%20Risiko%20f%C3%BCr%20Menschenrechtsverteidiger%20in%20Mexiko&description=Genf.%C2%A0Auf%20der%20momentan%20laufenden%2037.&language=de_DE&category=text
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[2] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michel_Forst_lors_de_la_remise_du_1er_prix_Martine_Anstett.jpg
[3] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
[4] https://educaoaxaca.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=885&urlid=28309&mailid=1554&Itemid=502
[5] https://educaoaxaca.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=885&urlid=28309&mailid=1554&Itemid=502
[6] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2018%2F03%2F196654%2Fmexiko-gefahr-fuer-menschenrechtler&title=H%C3%B6chstes%20Risiko%20f%C3%BCr%20Menschenrechtsverteidiger%20in%20Mexiko&description=Genf.%C2%A0Auf%20der%20momentan%20laufenden%2037.&language=de_DE&category=text
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