Samstag, 29. Juli 2017
Hessische NSU-Geheimdienstakten sollen um jeden Preis geheim bleiben:120 Jahre lang!
Wenn die Urenkel den hessischen Verfassungsschutzbericht über
Verbindungen des NSU mit anderen hessischen Nazigruppen lesen dürften,
ist es hoffentlich so, dass sie sich als erstes fragen, was für eine
Unterstützertruppe das denn wohl gewesen sei, da es sie nun schon so
lange nicht mehr gibt. 120 Jahre lang soll das „Geheim!“ bleiben – was
müssen die Typen zu verbergen haben. Selbst auf die Gefahr hin, dass
wirklich jede und jeder, die diese Meldung lesen, genau das denken,
ziehen sie ihr neuestes Schmutzgeschäft durch. „NSU-Watch Hessen
fordert Veröffentlichung des geheimen LfV-Berichts zu hessischen
NSU-Bezügen“ am 05. Juli 2017 ist die Pressemittteilung der Initiative
zu diesem ganz besonders frechen Beschluss, in der es in bezug auf die
lächerlich überlange Frist unter anderem heißt: „„Die angeordnete
Geheimhaltung des Berichts über bis zu 120 Jahre ist ein Schlag ins
Gesicht all jener, die an einer Aufklärung des NSU-Komplexes
interessiert sind“ sagte Müller. Die übliche Frist zur Geheimhaltung
von Geheimdienstakten liege bei 25 Jahren, so werde es auch im
NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags praktiziert. Angesichts
dessen sei die Sperrung einiger Teile bis zum Jahr 2134 schlicht und
einfach absurd und unverständlich“
https://hessen.nsu-watch.info/2017/07/05/pressemitteilung-nsu-watch-hessen-fordert-veroeffentlichung-des-geheimen-lfv-berichts-zu-hessischen-nsu-bezuegen/
Siehe dazu auch einen Kommentar
http://www.labournet.de/?p=118638
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