Samstag, 29. Juli 2017

G20: Nicht nur gegen Demonstrationen – doppelte Drohung gegen Afrika



„Überschattet von Auseinandersetzungen um Freihandel und um das  
Pariser Klimaabkommen hat die Bundesregierung auf dem Hamburger  
G20-Gipfel ihre Planungen für die Afrikapolitik installiert. Die  
G20-Staaten stellten sich in Hamburg hinter den "Compact mit Afrika",  
mit dem Berlin sich neuen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent  
sichern will. Der "Compact" sieht Maßnahmen vor, die es  
Industrienationen wie Deutschland faktisch ermöglichen, die  
Investitionsbedingungen in einzelnen Staaten Afrikas weitgehend nach  
ihren Vorstellungen zu gestalten. Als Partner dafür hat die  
Bundesregierung Tunesien, Ghana und Côte d'Ivoire gewählt. Während  
Tunesien längst als bedeutender Niedriglohnstandort deutscher  
Unternehmen fungiert, steht Côte d'Ivoire noch unter maßgeblichem  
Einfluss Frankreichs - ein Zustand, den Berlin mit Hilfe des "Compact  
mit Afrika" zu brechen hofft. Insgesamt soll der "Compact" vor allem  
helfen, den deutschen Wirtschaftseinfluss in Afrika nach vielen  
gescheiterten Versuchen der vergangenen Jahre endlich zu  
intensivieren. Aus Sicht des deutschen Establishments drängt die Zeit:  
Mit China ist ein weltpolitischer Rivale mittlerweile zum wohl  
bedeutendsten Wirtschaftspartner zahlreicher afrikanischer Staaten  
aufgestiegen...“ – so beginnt der Beitrag „Einflusskampf um Afrika“ am  
10. Juli 2017 bei German Foreign Policy, in dem deutlich gemacht wird,  
dass die BRD sich im neuen Konkurrenzkampf vorne platzieren will
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59635

Siehe dazu einen weiteren aktuellen Beitrag, einen Hintergrundartikel  
und den Verweis auf einen früheren Beitrag im LabourNet Germany über  
Berliner Proteste gegen G20 gegen Afrika
http://www.labournet.de/?p=118640

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