Samstag, 29. Juli 2017

Hamburg: Gipfel der G20 7./8. Juli 2017



a) G20 Doku - Der Gipfel der Polizeigewalt

"... Gesucht werden vor allem Links zu Quellen, auf denen mutmaßlich  
rechtswidrige Polizeigewalt gegen Demonstrierende zu sehen ist. Es  
kann sich hierbei um Videoaufnahmen, Fotos aber auch  
Augenzeugenberichte handeln. Außerdem suchen wir Quellen, die  
Übergriffe und/oder Behinderungen von Anwält/innen,  
Demo-Beobachter/innen und Vertreter/innen der Presse zeigen. (...) Wir  
sind eine Gruppe von Menschen, die gegen den G20-Gipfel in Hamburg  
protestiert haben. Wir sind alle der Ansicht, dass der G20-Gipfel eine  
völlig neue Dimension in Sachen Verletzung von Grundrechten und  
rechtswidriger Polizeigewalt darstellt. So etwas war in Deutschland in  
den letzten Jahren, auch beim G8-Gipfel in Heiligendamm, nicht zu  
beobachten. Besorgt um die Grundrechte und um den Zustand der  
Demokratie haben wir uns entschlossen, die unzähligen Materialien zu  
dokumentieren, zu kategorisieren und zu verschlagworten. Wir wollen  
damit das Ausmaß der Übergriffe zeigen und unseren Beitrag für die  
Aufklärungsarbeit rund um den G20-Gipfel zu leisten. Diese Seite wird  
fortlaufend aktualisiert. Das was bislang hier dokumentiert ist, ist  
erst der Anfang..." Siehe und unterstütze die G20-Doku-Site mit den  
Kategorien Polizeigewalt, Pressefreiheit und Legal Team
https://g20-doku.org/

b) Wir haben diesen G-20-Gipfel verdient - Fast scheinen wir froh,  
über sinnlose Gewalt und nicht über komplizierte Politik reden zu  
müssen.

"Bin ich froh, dass es vorbei ist. Ich konnte es schon lange nicht  
mehr sehen, die Bilder, die Gewalt, die Empörung, mehr Gewalt. Auf  
allen Kanälen, Titelseiten, Timeline. Dieser ganze jämmerliche  
Protest-Porno: Feuer und Rauch, Ton, Steine, Scherben. Eine  
Katastrophe. Die wir als Gesellschaft leider nicht anders verdient  
haben. Denn der G-20-Gipfel ist ein Musterbeispiel für die schwarze  
Magie kognitiver Dissonanz: Weltpolitik kann komplex, inhuman,  
ungerecht sein. Ein teures Treffen von Regierungschefs und Despoten  
ist deshalb eine zynische Show. Doch statt sich dieser schmerzhaften  
Wahrheit zu stellen, schmeißen die einen Steine – und die anderen  
stehen kopfschüttelnd daneben. Danach streiten alle. Der schwarze  
Block hat Recht mit seinem: „Erst wenn's kracht, schaut ihr hin“. Fast  
scheinen jetzt alle froh, dass sie über die sinnlose Gewalt und nicht  
über Gerechtigkeit, Globalisierung, Afrika, Migration, Klima und das  
ganze komplizierte Zeug reden müssen. (...) Für Hamburg ist der  
Wahnsinn vorbei. Für die Welt geht er weiter. Selber schuld."  
Kommentar von Friedemann Karig vom 10. Juli 2017 bei jetzt.de, Partner  
der Süddeutschen Zeitung
http://www.jetzt.de/politik/g-20-gipfel-in-hamburg

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