Samstag, 11. Februar 2017

Solo-Selbständige in der Krankenversicherung: "Die Beitragslast ist zu hoch"



"Immer mehr kleine Selbständige schaffen es nicht mehr, ihre 
Krankenkassenbeiträge zu bezahlen. Das liegt daran, dass ihnen ein 
Mindesteinkommen unterstellt wird, das sie oft gar nicht haben. Sie 
arbeiten als Paketauslieferer Unternehmensberater und Kosmetikerin, 
sind Kioskbesitzer, Hausmeister, Boutiquenbetreiber. Die 
Altersvorsorge sparen sie sich, wenn es nicht reicht. Aber an einer 
Krankenversicherung kommen auch sogenannte Solo-Selbständige nicht 
vorbei. Ein Problem, denn für viele ist dieser Posten selbst in 
gesetzlichen Kassen finanziell kaum noch zu stemmen. Die Beiträge 
fressen auch in gesetzlichen Kassen inzwischen oft die Hälfte der 
gesamten Einnahmen. (...) Das Problem der Solo-Selbständigen mit den 
Kassenbeiträgen rührt vor allem aus zwei Umständen. Zum einen fehlt 
ihnen die Arbeitgeberbeteiligung, sie müssen den 
Krankenversicherungsbeitrag komplett aus eigener Tasche zahlen. Zum 
andern schert sich die Sozialversicherung nicht groß um ihr Einkommen. 
Zur Beitragsberechnung wird ihnen einfach ein monatliches 
Mindesteinkommen unterstellt, von dem viele Kleinunternehmer nur 
träumen können. (...) Denkbar sei es dagegen, die Auftraggeber in 
einigen Branchen an den Sozialversicherungskosten für 
Solo-Selbständige zu beteiligen. Vorbild dafür könne die 
Künstlersozialversicherung sein, bei der sich Medienanstalten und 
Verlage an den Pflichtbeiträgen freischaffender Künstler und 
Publizisten beteiligen. Hinzu kommt ein staatlicher Zuschuss..." 
Beitrag von Rainer Woratschka vom 8. Februar 2017 beim Tagesspiegel 
online
http://www.tagesspiegel.de/politik/solo-selbstaendige-in-der-krankenversicherung-die-beitragslast-ist-zu-hoch/19362616.html

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an unseren Ansatz von bereits 
2004: "Künstlersozialkasse - ein Modell zur Absicherung der 
Prekarität?" im LabourNet-Archiv
http://archiv.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/allg/ksk.html

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