Sonntag, 8. Dezember 2013

Orkanartige Böen und drei Sturmfluten in Folge

Hamburg (Korrespondenz), 06.12.13: Ein Temperatursturz von – 45° in der Stratosphäre auf -15° in tieferliegenden Schichten löste mit anhaltenden Westwinden drei hintereinander folgende Sturmfluten an der Nordseeküste aus. Das Hochwasser konnte nicht mal abfließen, als die neue Flut kam. Es reicht in Hamburg an die Marke der Flutkatastrophe von 1962 heran, aber die Deiche sind in Hamburg heute zwei Meter höher. Der Orkan wird diesmal mit 36 Stunden wesentlich länger dauern. Die Schäden sind bisher geringer als beim Orkan Christian am 28. Oktober 13, auch weil Bäume ohne Blätter weniger Angriffsfläche bieten oder eben schon entwurzelt wurden. Zurecht wird in Hamburg Sensationsjournalismus abgelehnt. Aber: Warum blieben 25 Jahre die Herbststürme an der Nordseeküste aus? Statt dessen Orkane in südlicheren Teilen Deutschlands. Und heute lang anhaltende Orkane im Norden mit gefährlichen Böen; zunehmend unkalkulierbare extreme Wetterlagen - neue Erscheinungen des beschleunigten Übergangs in die globale Umweltkatastrophe. Ein Anwohner von Nordstrand gegenüber rf-news: „Wir haben Vorwarnstufe und müssen abrufbar bleiben. Der neue Deich wurde über 200 m abgetragen, die Sandsäcke vom Alten Deich wurden weggespült. Bei mir wurde jetzt auch die zweite Hälfte des Scheunendaches und eine Seitenwand zerstört.“ Ein anderer aus Eckernförde: „Diesmal habe ich keine neuen Schäden, aber der Giebel des eingerissenen Daches vom letzten Orkan ist noch nicht mal gemauert. Es wird bis März dauern, bis die Schäden von damals beseitigt sind.“

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