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Die
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sieht in der
„Ausbildungsoffensive Pflege“ als erstes Ergebnis der Konzertierten
Aktion Pflege der Bundesregierung ein wichtiges Signal, um mehr Menschen
für die Pflegeberufe zu begeistern. „Angesichts des Pflegenotstandes
braucht es gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten, um die
Pflegeberufe attraktiv zu machen“, sagte Sylvia Bühler,
ver.di-Bundesvorstandsmitglied. „Entscheidend ist, dass Auszubildende
nicht nur gewonnen, sondern durch attraktive Bedingungen und eine faire
Bezahlung nach der Ausbildung auch im Beruf gehalten werden.“ Der
Personalmangel mache sich schon in der Ausbildung bemerkbar, so Bühler
weiter. Überstunden, Zeitdruck, kurzfristiges Einspringen, Zeitmangel
der Praxisanleiterinnen und -anleiter seien in vielen Krankenhäusern und
Altenpflegeeinrichtungen tägliche Realität. „Auszubildende dürfen nicht
als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Viele leiden darunter,
ihrem beruflichen Ethos im Alltag nicht gerecht werden zu können“, so
Bühler. „Gute Ausbildung braucht Zeit, eine nachhaltige Stärkung der
Praxisanleitung und zusätzliches, gut qualifiziertes Personal.“ Der
Schlüssel für eine erfolgreiche Konzertierte Aktion Pflege seien
insgesamt spürbare Verbesserungen in der Pflege...”
Pressemitteilung vom 28.01.2019 
, siehe weitere Kommentare:
- Pflegenotstand in der BRD: Löhne statt Werbung
“Das klingt aktiv: Insgesamt 111 Maßnahmen haben die
Bundesministerien für Gesundheit, Familien und Arbeit beschlossen, um
mehr Menschen für eine Pflegeausbildung zu gewinnen. Konkret beinhaltet
die am Montag von den Ministern Jens Spahn (CDU), Franziska Giffey und
Hubertus Heil (beide SPD) verkündete »Ausbildungsoffensive Pflege« unter
anderem das Versprechen, die Zahl der Pflegeazubis bis 2023 um zehn
Prozent zu erhöhen. Das ist gut – aber auch reichlich spät. Denn in der
Krankenpflege hatten die Einrichtungen im Zuge des Umbaus zum
Wettbewerbssystem zwischen 1998 und 2007 zunächst über 10.000
Ausbildungsstellen gestrichen. Inzwischen ist das alte Niveau wieder
erreicht, doch die Zahl und Schwere der Behandlungsfälle sind in den
vergangenen zwei Dekaden dramatisch gestiegen. Vor diesem Hintergrund
ist der versprochene Zuwachs doch eher mickrig. Vor allem aber ist die
Zahl der Ausbildungsverträge nur einer von vielen Aspekten. Was nutzt
es, wenn junge Menschen mit viel Enthusiasmus eine Ausbildung zur
Pflegekraft beginnen, aber noch vor dem Abschluss frustriert aufhören
oder ausgesiebt werden? In der Altenpflege trifft das jeden vierten, in
der Krankenpflege fast jeden dritten Auszubildenden. Ein Grund sind die
miesen Bedingungen, über die Pflegeazubis in diversen Befragungen
klagen: Keine Zeit für praktische Anleitung, unzureichende Verknüpfung
von Theorie und Praxis, Missbrauch als billige Arbeitskräfte und
Lückenbüßer…” Kommentar von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 29.01.2019 
- Ausbildungsoffensive Pflege schnell umsetzen
“Im Sommer 2018 hatte die Bundesregierung die „konzertierte
Aktion Pflege“ ins Leben gerufen und damit eine Diskussion mit
Gewerkschaften, Arbeitgebern, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen,
Krankenkassen sowie Betroffenenverbänden angestoßen. Zur Zwischenbilanz
und zum Start der „Ausbildungsoffensive Pflege“ als erstes Ergebnis
sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag in Berlin:
„Angesichts des Pflegenotstands in Krankenhäusern und
Altenpflegeeinrichtungen ist die Ausbildungsoffensive als Ergebnis der
‚konzertierte Aktion Pflege‘ ein unverzichtbares Signal, um die
Qualifizierung der Fachkräfte von Morgen voranzubringen und für eine
bessere Versorgung alter und kranker Menschen durch mehr Pflegepersonal
zu sorgen. Die Ausbildungsoffensive muss jetzt schnell und mit Nachdruck
umgesetzt werden. Der Pflegeberuf muss wieder attraktiv werden, um sich
in der Konkurrenz um die Fachkräfte der Zukunft durchzusetzen. An
diesem Ziel müssen sich alle laufenden und künftigen Maßnahmen messen
lassen. Die Gewerkschaften setzen sich deshalb für hervorragende
Bedingungen bei der Ausbildung nach hohen Qualitätsstandards ein. Aber
Auszubildende müssen nicht nur gewonnen, sondern auch langfristig im
Beruf gehalten werden: durch gute Arbeitsbedingungen und bessere
Bezahlung…” DGB- PM vom 28.01.2019 
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