Donnerstag, 3. Januar 2019
Auch am 1. Januar, dem Nationalfeiertag des Sudan schießt die Polizei auf Demonstrationen: Die trotzdem weitergehen – während zwei Parteien sich aus der Regierungskoalition zurückziehen
In seiner Ansprache (am Vorabend) zum 63. Jahrestag der Unabhängigkeit
Sudans am 1. Januar 1956 hatte Diktator Bashir noch zahlreiche
Versprechungen gemacht – bei den Demonstrationen in der Hauptstadt am
Feiertag, an denen sich erneut breite Teile der Bevölkerung
beteiligten, ließ er erneut schießen. Was auch darauf schließen lässt,
wie viel von seiner Versprechung zu halten ist, es werde eine
Untersuchungskommission organisiert, die die Gewalt während der
aktuellen Demonstrationen untersuchen soll. In dem Artikel „Sudan:
Calls grow for Omar al-Bashir to step down“ am 01. Januar 2018 bei Al
Jazeera wird berichtet, dass als Reaktion auf die Entwicklung der
letzten Tage zwei der Koalitionsparteien, die die Regierung Bashir
stützen, das Regierungsbündnis verlassen haben: Am Donnerstag 27.
Dezember 2018 hatte die Umma Partei dies als erste getan, am Montag
folgte Sudan Reform Now. Auf der anderen Seite hätten 22 politische
Organisationen die Nationale Front der Veränderung gegründet, ein
heterogener Zusammenschluss, der den Rücktritt der Regierung und die
Bildung einer Übergangsregierung fordert. Siehe zu den Protesten im
Sudan zwei weitere aktuelle und einen Hintergrundbeitrag, sowie den
Hinweis auf unseren bisher letzten Bericht am 30.12.
http://www.labournet.de/?p=142124
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