Donnerstag, 3. Januar 2019

Nach der massiven Repression gegen eine Veranstaltung zum Gedenken an Mao Zedong an der Universität Peking: Neue Proteste der Studierenden




Am Mittwoch, 26. Dezember 2018 war der Sekretär der Marx-Gesellschaft 
an der Universität Peking von der Polizei festgenommen worden: Als er 
auf dem Weg war zu einer Gedenkveranstaltung zum 125. Geburtstags des 
langjährigen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas – auf den 
sich die Organisation immer noch beruft. (Siehe dazu unten den Verweis 
auf unseren Bericht vom 26. Dezember). Am folgenden Tag wurde neben 
der Polizei auch die Universitätsverwaltung aktiv: Die (studentische) 
Marx-Gesellschaft bekam einen neuen Vorstand per Verwaltungsakt. 
Bestehend aus lauter ungewählten Mitgliedern, die zuvor noch nicht 
Mitglied der Gesellschaft waren.  Am Freitag dann organisierte die 
Gesellschaft an der Universität einen öffentlichen Protest gegen 
Festnahme, Verhinderung der Gedenkveranstaltung und die behördliche 
Repression gegen die Marx-Gesellschaft. Der Bericht „Students Defiant 
as Chinese University Cracks Down on Young Communists“ von Javier C. 
Hernandez am 28. Dezember 2018 in der New York Times informiert über 
die Protestaktionen der Studierenden am selben Freitag, wobei vor 
allem unterstrichen wird, die Parolen und Transparente der 
Protestierenden hätten immer wieder die Frage erhoben, was daran 
verboten sein soll, Mao Zedongs zu gedenken – eine Frage, die auch den 
anwesenden Medien von keiner Seite beantwortet wurde… Siehe dazu auch 
einen Beitrag über die „Umgestaltung“ der studentischen 
Marx-Gesellschaft durch die Universitätsverwaltung am Donnerstag, 
einen Hinweis auf einen Re-Tweet in unserem Twitter-Kanal mit einem 
Video der jüngsten Repressionsmaßnahmen an der Uni Peking und den 
Hinweis auf unseren Bericht zur Festnahme des Sekretärs der Gesellschaft
http://www.labournet.de/?p=142116

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