Dienstag, 5. September 2017

Peruanischer LehrerInnen-Streik nach über 2 Monaten „unterbrochen“



Der offizielle Beschluss der Versammlung der regionalen 
Streik-Komitees der Opposition in der LehrerInnen-Gewerkschaft SUTEP 
lautet, der Streik sei „suspendiert“. Die Wahrscheinlichkeit ist 
größer, dass dies sein Ende bedeutet. Nicht, dass sich der Kampf nicht 
auch direkt materiell „gelohnt“ hätte: Die Zusagen, die die 
Streikenden im Verlauf des August von der Regierung bekamen, waren 
bedeutend, werden sie umgesetzt, gibt es eindeutige Verbesserungen 
nicht nur der Arbeitsbedingungen der LehrerInnen und ihrer Entlohnung, 
sondern vor allem auch, was die Ausstattung des Bildungsbereiches im 
Etat der Regierung betrifft, was ja eine der Kernforderungen des 
Streiks war. Die Suspendierung des Streiks – unter der Bedingung 
beschlossen, dass es weder Entlassungen noch Gehaltsabzüge gebe – ist 
Ergebnis der langen Dauer, die natürlich große Einkommensverluste 
bedeutet hat, der immer massiveren Polizeirepression, die zu Hunderten 
von unterschiedlich schwer verletzten Streikenden und zahlreichen 
Festnahmen führte – und auch der Tatsache, dass die Elternverbände, 
die den Streik von Beginn an unterstützt hatten, sowohl zentral, als 
auch vor Ort, allmählich „unruhig“ wurden, mit Blick auf den möglichen 
Verlust eines ganzen Schuljahres. Die Entscheidung, die nach den 
Stimmen der regionalen Kampfkomitees getroffen wurde, war eine 
mehrheitliche, keine einheitliche – was, auch im Angesicht der völlig 
isolierten Gewerkschaftsführung der SUTEP, auch die Frage nach der 
Zukunft der Gewerkschaft als Organisation in den Raum stellt. Siehe 
dazu zwei aktuelle Beiträge
http://www.labournet.de/?p=120958

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