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Lateinamerika-Post August
/ September 2017
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Liebe
Lateinamerika-Interessierte,
der 30. August ist der Internationale
Tag der Verschwundenen. Er erinnert an
das Schicksal der Opfer und ihrer
Familienangehörigen und soll ein
politisches Zeichen setzen gegen
gewaltsames Verschwindenlassen, das in
vielen Ländern entweder systematisch vom
Staat praktiziert oder durch de-facto
Straffreiheit geduldet wird.
Alleine in Mexiko gelten inzwischen etwa
32.000 Menschen als verschwunden. Die
Dunkelziffer - insbesondere bei
Migrant/innen - dürfte jedoch weitaus
höher liegen.
Anfang Juli war in der
Heinrich-Böll-Stiftung der mexikanische
Künstler Alfredo López Casanova mit der
Ausstellung "Huellas de la
Memoria – Spuren der Erinnerung"
zu Gast. Das Projekt seines
Kunstkollektivs macht den Kampf der
Angehörigen von Opfern gewaltsamen
Verschwindenlassens auf eindrückliche
Weise deutlich. Bilder, Texte und Videos
zur Ausstellung und zum Thema finden Sie
auf unserer Webseite.
Außerdem aus aktuellem Anlass:
Guatemalas Verfassungsgericht zeigt
rechtsstaatliche Standfestigkeit. In
seiner Eilentscheidung vom vergangenen
Sonntag hob es innerhalb von wenigen
Stunden einen Ausweisungserlass von
Präsident Jimmy Morales gegen den
Vorsitzenden der UN-Kommission gegen
Straflosigkeit CICIG, Iván Velásquez,
auf. Velásquez wollte Morales‘
Wahlkampffinanzierung untersuchen.
Morales Entscheidung war international
und im Land heftig kritisiert worden, es
traten sogar Minister der eigenen
Regierung zurück. Die Vereinten Nationen
haben die Forderung nach einer Aufhebung
der Immunität Morales‘ unterstützt, über
die in den nächsten Tagen entschieden
wird. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat
eine gemeinsame Stellungnahme
zahlreicher
Nichtregierungsorganisationen
mitunterzeichnet.
Zudem machen wir Sie auf einige
Veranstaltungen im September aufmerksam:
Am 10.9. laden wir Sie zur Vorpremiere
des Dokumentarfilmes "Tage und
Nächte zwischen Krieg und Frieden"
des Filmemachers Uli Stelzner ein.
Vom 6.-16.9. findet das 17.
internationale literaturfestival
berlin statt. Die Lesungen der
eingeladenen lateinamerikanischen
Autorinnen und Autoren finden Sie in
dieser Post.
Mit herzlichen Grüßen,
Ingrid Spiller und das Lateinamerikateam
der Heinrich-Böll-Stiftung
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Mexiko /
Gewaltsames Verschwindenlassen
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 Das Kunstprojekt
„Spuren der Erinnerung“ des
mexikanischen Bildhauers Alfredo López
Casanova macht den Kampf der Angehörigen
von Opfern gewaltsamen
Verschwindenlassens auf eindrückliche
Weise deutlich.
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Friedensprozess in
Kolumbien
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10. September, 11.00 – 13.00 Uhr,
Filmtheater Friedrichshain, Berlin
Ein Film von Uli Stelzner - Vorpremiere
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