Liebe Kolleg*innen und Freund*innen, sehr geehrte Damen und Herren,
gern möchten wir wieder auf Publikationen und Nachrichten aus unserer Projektregion aufmerksam machen. Diesmal liegt unser Schwerpunkt auf Israel und dem Besuch einer Delegation der Gemeinsamen Liste bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.
Vorab finden Sie aktuelle Hinweise auf kommende Veranstaltungen in Berlin.
VERANSTALTUNGEN in Berlin
Neue Ansätze progressiver Politik
Die Linke in Israel und Deutschland
Eine Diskussion mit MdB Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE
und Knesset-Mitglied Ayman Odeh, Vorsitzender der Chadasch/al-Jabha Gemeinsame Liste.
Moderation: Tsafrir Cohen, Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv
Seit 2015 gibt es in Israel ein neues Parteienbündnis unter Beteiligung der linken, sozialistischen Chadasch/al Jabha: die Gemeinsame Liste, eine ethnisch gemischte parlamentarische Plattform, die sehr unterschiedliche politische Positionen einschließt und bei den letzten Wahlen drittgrößte Fraktion wurde. In der Gemeinsamen Liste erfährt progressive Politik eine neue Bedeutung, denn ihr Anspruch ist es, einerseits die arabisch-palästinensische Minderheit in Israel zu repräsentieren, andrerseits ausdrücklich ein politisches Angebot für die gesamte israelische Gesellschaft, für ein Ende der Gewalt, der Besatzung und für mehr soziale Gerechtigkeit zu machen. Eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung muss sich die Gemeinsame Liste mit der Frage beschäftigen, wie sie sich künftig ausrichtet und die gemeinsame Arbeit gestalten will.
Die deutsche Linkspartei befindet sich seit einem Jahrzehnt in einem Prozess der Parteiformierung und Strategiefindung. Dieser Prozess ist gekennzeichnet durch zahlreiche Erfolge, er stellt die Partei aber auch vor komplexe Herausforderungen.
Angesichts einer zunehmenden sozialen Ungleichheit, der Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, eines fortgesetzten Rechtsrucks und antidemokratischer Entwicklungen stellt sich die soziale Frage in aller Dringlichkeit neu, sowie die Notwendigkeit einer Debatte, inwieweit Bündnisse dazu beitragen, progressive Anliegen voranzutreiben und breitere Wählerschichten für linke Inhalte zu gewinnen.
Sowohl die Gemeinsame Liste als auch die Linke sind keine homogenen Konstrukte, sondern führen Akteure mit unterschiedlicher politischer Genese zusammen. Doch, wie lassen sich bei einer solchen Bündnis- und Parteipolitik gemeinsame programmatische Ansätze entwickeln? Muss die LINKE wieder die soziale Frage in den Vordergrund stellen? Und welche Rolle spielt dabei eine dezidierte Kapitalismuskritik? Muss die Linke eine «Rückkehr nach Reims» vorbereiten, um die Arbeiterklasse wieder gewinnen zu können? Und wie lässt sich innerparteiliche Demokratie in einer solchen Konstellation sichern? Welche Bündnisse gehen linke Parteien in ihrem Bemühen ein, die vorhandenen sozialen Konflikte und Kämpfe aufzugreifen und in politische Programme umzusetzen? Und schließlich, wie bezieht sich die Tätigkeit beider Parteien auf die Kämpfe einzelner gesellschaftlicher Gruppen und wie lassen sich diese Kämpfe miteinander verbinden und in Bündnisse zusammenführen?
Begrüßung: Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Es wird eine Übersetzung ins Deutsche angeboten. Der Eintritt ist frei.Mehr Informationen
Zum Facebook event
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Empfang einer Delegation der Gemeinsamen Liste aus Israel
Mittwoch, 19. Oktober 2016 // 18:00 Uhr // Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung möchte eines der wichtigen und zukunftsweisenden politischen Projekte in Israel im politischen Berlin vorstellen:
Mittwoch, 19. Oktober 2016 // 18:00 Uhr // Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung möchte eines der wichtigen und zukunftsweisenden politischen Projekte in Israel im politischen Berlin vorstellen:
Die Gemeinsame Liste, eine ethnisch gemischte parlamentarische Plattform, die sehr unterschiedliche politische Positionen einschließt und bei den letzten Wahlen mit 13 von 120 Knesset-Mandaten drittgrößte Partei wurde. In der Gemeinsamen Liste erfährt progressive Politik eine neue Bedeutung, denn ihr Anspruch ist es, einerseits die arabisch-palästinensische Minderheit in Israel zu repräsentieren, andrerseits ausdrücklich ein politisches Angebot für die gesamte israelische Gesellschaft, für ein Ende der Besatzung und für mehr soziale Gerechtigkeit zu machen.
Wir freuen uns, eine Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern dieses spannenden politischen Projekts in Berlin willkommen zu heißen. Unsere Gäste sind
Knesset-Mitglied Ayman Odeh, Vorsitzender Chadasch/al-Jabha, Gemeinsame Liste,
Knesset-Mitglied Masud Ghnaim, Fraktionsvorsitzender der Gemeinsamen Liste und Vorsitzender der Vereinigten Arabischen Liste,
Nabila Espanioly, langjährige Akteurin der israelischen Linken und feministischen Bewegung und bei Chadasch/al-Jabha aktiv
und Yeela Raanan, Anthropologin, Friedensaktivistin und wichtige Stimme innerhalb der Chadasch/al-Jabha.
Knesset-Mitglied Masud Ghnaim, Fraktionsvorsitzender der Gemeinsamen Liste und Vorsitzender der Vereinigten Arabischen Liste,
Nabila Espanioly, langjährige Akteurin der israelischen Linken und feministischen Bewegung und bei Chadasch/al-Jabha aktiv
und Yeela Raanan, Anthropologin, Friedensaktivistin und wichtige Stimme innerhalb der Chadasch/al-Jabha.
Aus diesem Anlass möchten wir Sie ganz herzlich zu einem Empfang einladen, bei dem Sie die Mitglieder der Delegation in ungezwungener Atmosphäre bei einem Glas Wein kennenlernen können.
Grußwort: Florian Weis, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Wir bitten um Anmeldung an tinawi@rosalux.de
PUBLIKATIONEN
Die «Gemeinsame Liste» und progressive Politik in Israel
Die neugegründete «Gemeinsame Liste» – ein Wahlbündnis, das sehr unterschiedliche Positionen, von sozialistischen bis zu liberalen und islamisch-konservativen, einschließt – ist ein spannendes politisches Projekt der palästinensischen Minderheit in Israel. Sie ist nicht nur für die israelische Politik von Bedeutung, sondern potenziell auch für die gesamte Region des Nahen Ostens. Mit einem Ergebnis von 10,6 Prozent der Stimmen bei den letzten nationalen Wahlen und 13 Sitzen in der Knesset stellt die Gemeinsame Liste seit 2015 die drittgrößte Parlamentsfraktion. Nach dem ersten Jahr ihres Bestehens ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Inwieweit ist dieses einzigartige Bündnis in der Lage, angesichts eines fortgesetzten Rechtsrucks und antidemokratischer Entwicklungen im Land progressive Anliegen voranzutreiben?Standpunkte von Hana Amoury, Yossi Bartal und Tsafrir Cohen
Die neugegründete «Gemeinsame Liste» – ein Wahlbündnis, das sehr unterschiedliche Positionen, von sozialistischen bis zu liberalen und islamisch-konservativen, einschließt – ist ein spannendes politisches Projekt der palästinensischen Minderheit in Israel. Sie ist nicht nur für die israelische Politik von Bedeutung, sondern potenziell auch für die gesamte Region des Nahen Ostens. Mit einem Ergebnis von 10,6 Prozent der Stimmen bei den letzten nationalen Wahlen und 13 Sitzen in der Knesset stellt die Gemeinsame Liste seit 2015 die drittgrößte Parlamentsfraktion. Nach dem ersten Jahr ihres Bestehens ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Inwieweit ist dieses einzigartige Bündnis in der Lage, angesichts eines fortgesetzten Rechtsrucks und antidemokratischer Entwicklungen im Land progressive Anliegen voranzutreiben?Standpunkte von Hana Amoury, Yossi Bartal und Tsafrir Cohen
Die neue Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eine Plattform für Information, Analyse und Debatte
Mit der neuen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten wir eine neue Plattform für Informationen, Analysen und Debatten vorstellen, deren Ziel es ist, die Vielfalt an emanzipatorischen Stimmen in Israel einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Hier und im dazugehörigen Newsletter kann eine interessierte deutschsprachige Öffentlichkeit Innenansichten von der Verfasstheit der hiesigen Gesellschaft und innerisraelischen Diskursen erhalten, ergänzt durch beispielhafte Berichte über ungerechte Verhältnisse im Land sowie erfolgreiche und weniger erfolgreiche Kämpfe um eine bessere Welt.
Folglich stehen hier nicht unsere eigenen Positionen im Vordergrund, vielmehr können Sie/könnt Ihr hier eine Auswahl von israelischen AutorInnen kennen lernen, die die Pluralität des progressiven Israel widerspiegeln. Es sind zentrale und etablierte Figuren der israelischen Linken, junge PublizistInnen, angesehene Intellektuelle und AktivistInnen, die über eine möglichst breite Palette von Themen reflektieren. Sie schreiben über die ganz großen politischen und ökonomischen Fragen, aber auch über Gewerkschaftsarbeit und über lokale Kämpfe in Israel, über Alltagskultur, über reflektierende Kunst, über Geschichte und die Art, wie diese diskutiert wird. Sie berichten über diese Themen kompetent und umfassend, ohne auf einen eigenen Standpunkt zu verzichten.
Unsere neue Plattform soll dazu dienen, eine Diskussion anzuregen, die – im Wissen um die historischen Verantwortlichkeiten – die gesellschaftspolitischen Realitäten vor Ort ins Zentrum stellt. Deshalb freuen wir uns auf Reaktionen! Gern veröffentlichen wir ausgewählte Interventionen und bitten gegebenenfalls die AutorInnen um eine Entgegnung.
Folglich stehen hier nicht unsere eigenen Positionen im Vordergrund, vielmehr können Sie/könnt Ihr hier eine Auswahl von israelischen AutorInnen kennen lernen, die die Pluralität des progressiven Israel widerspiegeln. Es sind zentrale und etablierte Figuren der israelischen Linken, junge PublizistInnen, angesehene Intellektuelle und AktivistInnen, die über eine möglichst breite Palette von Themen reflektieren. Sie schreiben über die ganz großen politischen und ökonomischen Fragen, aber auch über Gewerkschaftsarbeit und über lokale Kämpfe in Israel, über Alltagskultur, über reflektierende Kunst, über Geschichte und die Art, wie diese diskutiert wird. Sie berichten über diese Themen kompetent und umfassend, ohne auf einen eigenen Standpunkt zu verzichten.
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Franz-Mehring- Platz 1
10243 Berlin
Telefon: +49-(0)30-44310-0
Fax: +49-(0)30-44310-222
Social Media: http://socialmedia.rosalux.de
Unter https://info.rosalux.de können Sie mit Hilfe einer Webmaske Ihre Themeninteressen und Abonnements aktualisieren. Sollten Sie keine weiteren Informationen von der Rosa-Luxemburg-Stiftung wünschen, können Sie sich unter dieser Adresse auch wieder aus unseren Verteilern austragen.
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