10.10.2016
Bundesanwaltschaft hatte Ermittlungen übernommen / Unionspolitiker fordert, Asylbewerber genauer von Geheimdiensten durchleuchten zu lassen
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen auf dem Flughafen Berlin-Tegel: Der gesuchte Terrorverdächtige soll einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben.
Foto: dpa/Paul Zinken
Vor dem Hintergrund der Ermittlungen gegen den Syrer ist aus der Union die Forderung laut geworden, Asylbewerber künftig weit besser zu durchleuchten. Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz sollten intensiver in die Befragung und Überprüfung einbezogen werden, sagte der Innenexperte Stephan Mayer (CSU) der »Rheinischen Post«. Der brisante Bombenfund in Sachsen zeige, wie wichtig die enge Zusammenarbeit mit den Nachrichtendiensten anderer Länder sei. Er zeige aber auch, wie richtig es war, syrische Flüchtlinge wieder persönlich anzuhören.
Die Polizei hatte am Samstag in einer Wohnung in Chemnitz Sprengstoff und geht davon aus, dass der jungen Mann einen »islamistisch motivierten Anschlag« begehen wollte - allerdings war der als Flüchtling nach Deutschland gekommenen Mann vor dem Zugriff entkommen. Die Beamten gaben in dem Plattenbau-Viertel einen Warnschuss ab und sahen ihn auch, konnten ihn aber nicht fassen. Das Landeskriminalamt wies Vorwürfe zurück, es sei eine Panne passiert.
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Nach Informationen von »Süddeutscher Zeitung«, NDR und WDR fanden sich in der Chemnitzer Wohnung etwa 500 Gramm bereits gemischter Sprengstoff und etwa ein weiteres Kilo Chemikalien, die zum Bombenbau geeignet sind. Außerdem stellte die Polizei Zünder sicher und Teile, die nach erster Bewertung zur Herstellung von Rohrbomben gedient haben könnten. Dem Bericht zufolge stand der Syrer offenbar über das Internet in Verbindung mit dem IS, auch über ein mögliches Ziel war anscheinend schon diskutiert worden - die Rede war von Berliner Flughäfen. dpa/nd
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