Donnerstag, 13. Oktober 2016

Am 7. Oktober sollte ein Generalstreik in Belgien stattfinden: Abgesagt. Teilweise…



Über den Sinn und die Wirkung von wiederholten eintägigen 
Protest-Generalstreiks kann man unterschiedlicher  Meinung sein – 
selbst in der BRD. Weniger geht das, wenn es sich um Absagen von 
beschlossenen Aktionen handelt, wie jetzt in Belgien geschehen. Weil 
die Regierung das Datum der Vorstellung des neuen Haushalts auf später 
im Monat verschoben hat, wurde auch der beschlossene Generalstreik 
„vertagt“. Der ein bisschen schwerer zu organisieren sein dürfte, als 
eine Kabinettssitzung. Diese Absage hat nun erhebliche Debatten hervor 
gerufen, zumal die Demonstration in Brüssel in der letzten Woche 
deutlich gemacht hatte, dass Empörung und Bereitschaft zum Widerstand 
massiv vorhanden sind. In der gemeinsamen Erklärung „Déclaration du 
front commun syndical“ vom 20. September 2016 (hier dokumentiert beim 
Gewerkschaftsbund FGTB) wird eben die Verschiebung der 
Haushalts-Präsentation durch die Regierung als Grund der Absage 
genannt und unterstrichen, man werde dann, wenn der Haushalt bekannt 
sei, neue Aktionen diskutieren, ohne irgendeine Möglichkeit 
auszuschließen
http://www.abvv.be/web/guest/press-releases-fr/-/press/5051872/

Siehe dazu auch Beiträge zur Debatte dieser Haltung – und zu 
Gewerkschaften, die am 7. Oktober zum Streik aufrufen
http://www.labournet.de/?p=105206

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