anbei die aktuelle Stellungnahme des Ak Asyl der AGF zur Expertenanhörung am 5.10.2016 zur Gesundheitskarte für Flüchtlinge (im Anhang und Hier als Link zur pdf)
Die AGF setzt sich seit vielen Jahren für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung für Flüchtlinge ein. Mit ein Auslöser des verstärkten Engagements war der Tod einer 17jährigen Asylsuchenden vor fast drei Jahren. Ihre Erkrankung war vom zuständigen Arzt der Erstaufnahmeeinrichtung Trier nicht erkannt worden, die Patientin hatte aufgrund struktureller Vorgaben (keine Gesundheitskarte und das „Fehlen“ eines Krankenscheins) keine Möglichkeit einen anderen Arzt aufzusuchen und ist nach unseren Informationen schließlich "im Transfer" gestorben, weil sie nicht rechtzeitig richtig medizinisch behandelt wurde.
Nach der öffentlichen Expertenanhörung am 5.10.2016 wird es interne Diskussionen in den Ausschüssen des Stadtrats Trier geben und dann wohl im November eine erneute Abstimmung über die schon im Oktober 2015 mit großer Mehrheit beschlossenen Gesundheitskarte für Flüchtlinge.Der Ak Asyl der AGF trifft sich das nächste mal am 18.10. um 20h im Weltladen der AGF, bei Interesse bitte melden: buero@agf-trier.de
Gruß Markus Pflüger
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5.09.16 Stellungnahme von TRIER FÜR ALLE: Refugees Welcome - Das heißt auch: Aufstehen für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung für Alle! (mit weiteren Links zu Stellungnahmen von Linkspartei, Multikulturelles Zentrum, Grüne etc.)
21.7.16: Stellungnahme Ak Asyl RLP: Der AK Asyl RLP fordert die Einführung der Gesundheitskarte in allen Landkreisen und Kommunen von Rheinland-Pfalz
9.07.16 PM der AGF: Grünes Licht für Gesundheitskarte für Flüchtlinge!
5.07.16 PM der AGF: Gesundheitskarte für Flüchtlinge muss eingeführt werden!
2.10.15 Stellungnahme der AGF: Plädoyer für eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Hintergrund: Was spricht für die Gesundheitskarte für Flüchtlinge
Hintergrund: Was spricht für die Gesundheitskarte für Flüchtlinge
- Bessere medizinische Versorgung der Flüchtlinge, zwar wurden Flüchtlinge weiterhin im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes medizinisch versorgt, dennoch hätten sie die Möglichkeit bei Bedarf unmittelbar einen Arzt aufzusuchen, müssten nicht um Ausstellung weiterer Behandlungsscheine bitten, was das Risiko von Verschleppung von Krankheiten mindert und eine Reduktion von Folge-erkrankungen nach sich zieht
- Vereinfachung der Abrechnungsmodalitäten für die Behandler und damit Abbau von Hürden bei der Behandlung von Flüchtlingen sowie Entlastung des Gesundheitsamtes
- Vorbildcharakter für alle Kommunen in Rheinland-Pfalz, auch um Sozialamtsmitarbeiter zu entlasten, die über die Notwendigkeit der Ausstellung eines Krankenbehandlungsscheins entscheiden müssen, und damit für Entscheidungen verantwortlich gemacht werden, die außerhalb ihrer fachlichen Kompetenzen liegen
- Mittelfristig Einführung der Gesundheitskarte in ganz Rheinland-Pfalz und damit einhergehend Vermeidung von strukturell bedingten Mangelbehandlungen und damit einhergehenden Folgekosten bis hin zu Todesfällen
- Keine Stigmatisierung und Diskriminierung, sondern Teilhabe und Integration im besonders sensiblen Bereich der Gesundheit
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Gesendet von: Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
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Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (AGF)
Pfützenstraße 1, 54290 Trier
www.agf-trier.de, buero@agf-trier.de
Spendenkonto 113 746, Sparkasse Trier (BLZ 585 501 30)
IBAN: DE66 5855 0130 0000 113746 | SWIFT-BIC: TRSDE55
Spenden sind steuerabzugsfähig!
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