Dienstag, 6. September 2016
Indischer Generalstreik 2016: Noch größere Beteiligung als letztes Jahr
Die Reaktion der indischen Regierung war wie immer: Der Generalstreik
vom 2. September 2016, organisiert von 10 Gewerkschaftsverbänden, habe
„kaum“ Auswirkungen gehabt, so das Arbeitsministerium am Samstag
danach. Um ein anderes Bild zu zeichnen, braucht es nicht die
Stellungnahmen der Gewerkschaften und diverser Orts- und
Branchenberichte (was natürlich trotzdem in unserer Berichterstattung
ein Schwerpunkt ist), sondern es genügt, einen Überblick über
Presseberichte von Organen zu geben, die dieser reaktionären Regierung
(die man in der EU und den USA so sehr schätzt - und wenn interessiert
schon militanter Hindunationalismus) keineswegs sehr fern stehen: Dort
gibt es quer durchs Land massive Klage darüber, wie sehr dieser Streik
(natürlich, was auch sonst) „das Alltagsleben der Menschen“ behindert
habe. Zählt man dazu noch Berichte über „gewalttätige
Auseinandersetzungen“ an diesem Tag hinzu, ergibt sich daraus das Bild
eines massiven eintägigen Proteststreiks – dem sich den Gewerkschaften
und BeobachterInnen verschiedenster Herkunft zufolge noch mehr
Menschen angeschlossen hätten, als im Vorjahr. Und da es in der VR
China bisher keinen Generalstreik gegeben hat, ist es auch
naheliegend, diesen 2. September 2016 als den Tag des größten Streiks
der Menschheitsgeschichte zu bewerten. Siehe dazu unsere aktuelle
kommentierte Materialsammlung „Der große Streik und die Sorgen des
Herrn Modi und seiner Freunde“ vom 05. September 2016
http://www.labournet.de/?p=103959
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