Sonntag, 8. März 2015
Tausende gehen für getötete Studenten in Mexiko auf die Straße
Tiroler Tageszeitung v. 27.2.2015
Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Genau fünf Monate nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an dutzenden Studenten sind in Mexiko-Stadt tausende Menschen aus Solidarität mit den Opfern auf die Straße gegangen. Sie zogen am Donnerstag vom Unabhängigkeitsdenkmal zum Präsidentenpalast und forderten Aufklärung über das Schicksal der jungen Leute. „Lebend habt ihr sie genommen, lebend wollen wir sie zurück“, skandierten sie.
Am 26. September vergangenen Jahres hatten Polizisten in der Stadt Iguala 43 Studenten verschleppt und sie der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben. Mehrere Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Die Angehörigen der Opfer erkennen die Ermittlungsergebnisse der Generalstaatsanwaltschaft nicht an und fordern eine unabhängige Untersuchung des Verbrechens.
„Wir machen weiter, dieser Hass muss endlich aufhören“, sagte der Sprecher der Opferfamilien, Felipe de la Cruz, der Deutschen Presse-Agentur. Er warf der Regierung vor, gegenüber dem friedlichen Protest eine radikale Haltung einzunehmen.
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