Dienstag, 2. Januar 2018

Flüchtlings-Demonstration in Deggendorf: Von der Polizei aufgelöst




Die Demonstration der Flüchtlinge aus Sierra Leone gegen ihre 
Behandlung erlebte keine Zwischenfälle. Die anschließende 
Dauerkundgebung auch nicht – außer einem: Die Polizei erklärte die 
Aktion für beendet. Was als Akt der „Integration durch 
Staatsbürgerkunde“ interpretiert werden könnte, war die willkürliche 
Durchsetzung von 27 Auflagen, die den DemonstrantInnen von den 
Behörden gemacht worden waren. In dem Artikel „Demo-Versammlung der 
Asylanten aus Sierra Leone aufgelöst„ am 21. Dezember 2017 im 
Wochenblatt – eher eine Umformulierung der Pressemitteilung der 
erfindungsreichen Auflagen-Behörden heißt es: „Eine Versammlung darf 
nur beschränkt oder verboten werden, wenn die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung unmittelbar gefährdet werden würde. Das Landratsamt kann 
Auflagen für einen sicheren und geordneten Ablauf erlassen. „Dies ist 
geschehen“, so Landratsamtssprecher Oliver Menacher. „Der 
Auflagenbescheid des Landratsamtes Deggendorf beinhaltet 27 
Beschränkungen.“ Der Protestmarsch durch Deggendorf verlief laut 
Landratsamt größtenteils friedlich. Doch: „Vor Beginn der 
Dauerkundgebung kam es zu Auflagenverstößen, die seitens des 
Landratsamtes Deggendorf nicht hinnehmbar waren“, so Menacher. Nach 
einer längeren Besprechung mit den Verantwortlichen der Demonstration 
sei schließlich durch den Versammlungsleiter die Auflösung der 
Versammlung erklärt worden“. Und schon ahnt der Flüchtige aus Sierra 
Leone, warum einst ein Roman wie „Der Untertan“ in Teutschland ein 
Bestseller war…
https://www.wochenblatt.de/politik/deggendorf/artikel/218416/demo-versammlung-der-asylanten-aus-sierra-leone-aufgeloest

Siehe dazu einen weiteren Beitrag – ohne die Nachricht über die 
Auflösung, dafür mit Stellungnahme der regionalen CSU und den 
Hintergrund im LabourNet
http://www.labournet.de/?p=125770

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen