05.09.2017
Mexiko-Stadt. Vertreter der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) und der Vereinten Nationen (UNO) haben bei ihrem dritten Besuch [3] in Mexiko die Umsetzung ihrer Empfehlungen an dem mexikanischen Staat in dem Fall Iguala überprüft.
Von
Leticia
Hillenbrand [1]
amerika21
Mexiko-Stadt. Vertreter der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) und der Vereinten Nationen (UNO) haben bei ihrem dritten Besuch [3] in Mexiko die Umsetzung ihrer Empfehlungen an dem mexikanischen Staat in dem Fall Iguala überprüft.
Die Empfehlungen [4] beziehen sich auf die
vier Hauptermittlungslinien, die dazu beitragen sollen, den
Verbleib der 43 seit 2014 verschwundenen Lehramtsstudenten
festzustellen. Die Hauptermittlungslinien sind: Die
Befragung des Militärbataillons, das am Tag des Verbrechens
im Einsatz war. Die Verfolgung der registrierten Anrufe, die
von den Handys der Opfer Tage später noch gemacht
wurden. Die Aufklärung aller Umstände der Tatsache, dass
einer der von den Lehramtsstudenten gekaperten Reisebusse
mit dem Reiseziel Chicago, USA, offensichtlich Drogen
geladen hatte. Die Untersuchung der Hinweise, dass die
jungen Männer von Bundespolizisten zur Gemeinde Huitzuco im
mexikanischen Bundesstaat Guerrero gebracht wurden.
Die CIDH drängt den mexikanischen Staat dazu,
die Suche der 43 Lehramtsstudenten zu beschleunigen und die
Hauptermittlungslinien einzuleiten. "Das mögliche Schmuggeln
von Drogen von Guerrero in Mexiko Richtung USA ist von
großer Wichtigkeit und muss dringend untersucht werden".
Auch die Familienangehörigen der Opfer und
Anwälte der Eltern werfen der mexikanischen Regierung vor,
weder seriöse noch gründliche Ermittlungen eingeleitet zu
haben. Die 43 jungen Männer sind in der Nacht zum 27.
September 2014 in der Stadt Iguala im mexikanischen
Bundesstaat Guerrero von Bundespolizisten angegriffen und
verschleppt worden. Seit dem sind sie verschwunden.
Außerdem sind drei weitere Studenten
erschossen worden. Ein Student liegt seitdem im Koma. Einem
weiteren wurde ins Gesicht geschossen und er musste mehrmals
operiert werden, um überhaupt wieder trinken und essen zu
können.
Die mexikanische Regierung hält an ihrer
Version fest: Die jungen Männer seien von drei Mitgliedern
der kriminellen Gruppe Guerreros Unidos ermordet und in der
Müllkippe der Gemeinde Iguala verbrannt worden. Die Aschen
hätten sie dann in den nahe liegenden Fluss geworfen. Diese
These wurde von unabhängigen Experten (GIEI) für unhaltbar
erklärt.
Zudem forderte der Kommissar der Vereinten
Nationen, Jan Jarab, von der mexikanischen Regierung die
Befugnisse der UNO anzuerkennen, damit diese auch einzelne
Fälle von Verschwindenlassen in Mexiko prüfen kann. In
Mexiko gibt es laut Zahlen der UNO und der
Menschenrechtorganisationen mehr als 32.000 Personen, die
als Verschwunden gemeldet sind. "Es ist erforderlich, dass
Mexiko die internationalen Abkommen gegen dieses Verbrechen
einhält", so Jan Jarab.
Links:
[1] https://amerika21.de/autor/leticia-hillenbrand
[2] https://www.facebook.com/Padres-Y-Madres-De-Ayotzinapa-489352334561638/
[3] http://www.tlachinollan.org/comunicado-mecanismo-seguimiento-del-asunto-ayotzinapa-realiza-tercera-visita-oficial-mexico/
[4] https://www.telesurtv.net/news/CIDH-urge-a-Mexico-acelerar-busqueda-de-los-43-estudiantes-de-Ayotzinapa-20170830-0047.html
[5] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2017%2F09%2F184110%2Fayotzinapa-cidh-uno&title=UNO%3A%20Suche%20nach%20den%2043%20Studenten%20in%20Mexiko%20muss%20beschleunigt%20werden&description=Mexiko-Stadt.&language=de_DE&category=text
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[2] https://www.facebook.com/Padres-Y-Madres-De-Ayotzinapa-489352334561638/
[3] http://www.tlachinollan.org/comunicado-mecanismo-seguimiento-del-asunto-ayotzinapa-realiza-tercera-visita-oficial-mexico/
[4] https://www.telesurtv.net/news/CIDH-urge-a-Mexico-acelerar-busqueda-de-los-43-estudiantes-de-Ayotzinapa-20170830-0047.html
[5] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2017%2F09%2F184110%2Fayotzinapa-cidh-uno&title=UNO%3A%20Suche%20nach%20den%2043%20Studenten%20in%20Mexiko%20muss%20beschleunigt%20werden&description=Mexiko-Stadt.&language=de_DE&category=text
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