Dienstag, 12. September 2017
Österreichische Kapitalisten gegen Arbeiterkammern, gegen Flächentarifverträge, für Knochenarbeit für Migrantinnen
„Arbeiterkammern entstanden 1920/1921 im Rahmen der Sozialoffensive
der ersten österreichischen Republik als Gegenüber der Handelskammern.
So deklarierte das Parlament die Anerkennung der ArbeitnehmerInnen als
vollwertige BürgerInnen über das Wahlrecht hinaus. Immer wenn der
demokratische Sozialstaat unter Beschuss geriet, ob durch die
autoritär-faschistische Politik der Zwischenkriegszeit oder den
Neoliberalismus des 21. Jahrhunderts, waren die Arbeiterkammern
zusammen mit den Gewerkschaften im Visier. In der Zweiten Republik
setzten die GegnerInnen jedoch nicht mehr auf eine Abschaffung der
demokratisch bestellten Selbstverwaltung, sondern auf ein ähnlich
effektives Instrumentarium: die Abschaffung der
„Pflichtmitgliedschaft“ und eine massive Kürzung der Kammerumlage –
bisher ohne Erfolg“ – so beginnt der Beitrag „Arbeiterkammern im
Visier der Gegner/innen des Sozialstaats“ von Brigitte Pellar am 06.
September 2017 beim Blog Arbeit und Wirtschaft, der auch für
Österreich das vom Kapital signalisierte Ende der Sozialpartnerschaft
deutlich macht und kurz die Verschärfung der Auseinandersetzung um
diese Einrichtungen in den letzten 30 Jahren skizziert.
http://blog.arbeit-wirtschaft.at/arbeiterkammern-im-visier-der-gegnerinnen-des-sozialstaats/
Siehe dazu auch einen Beitrag über den Angriff auf
Flächentarifverträge und gewerkschaftliche Gegenwehr, sowie einen
weiteren zur Entwicklung der Arbeitsbedingungen für osteuropäische
Migrantinnen
http://www.labournet.de/?p=121274
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