Dienstag, 12. September 2017

Millionen Beschäftigte in der spanischen Tourismus-Industrie: Prekär und – zunehmend – selbstorganisiert


Rund 18 Millionen Beschäftigte werden in Spaniens Arbeitsstatistik 
gezählt. Beinahe ein Drittel von ihnen, knapp 5,5 Millionen arbeiten 
in der Tourismusbranche. Davon wiederum arbeiten 1,7 Millionen im 
Hotelwesen – mit einem Durchschnittsverdienst von etwas über 13.000 
Euro im Jahr. Die etwa 100.000 Putzfrauen davon verdienen je 
gereinigtem Zimmer sage und schreibe 2,15 Euro. Als ganz wesentlicher 
Bestandteil des Kapitalismus in Spanien ist dieser Bereich 
gekennzeichnet von zahllosen Überstunden bei oftmals befristeten 
Verträgen und besonders schlechter Bezahlung. Kein Zufall, dass es 
zwei Besonderheiten gibt: Den weit überdurchschnittlichen Krankenstand 
– und eine jährlich anwachsende Tendenz zur Selbstorganisation, da bis 
vor kurzem – gerade eben die Selbstorganisation hat hier zur 
Veränderung beigetragen – die großen Gewerkschaftsverbände hier nicht 
besonders viel unternahmen. Siehe zur Situation und Entwicklung von 
Beschäftigung und gewerkschaftlicher Tätigkeit im Tourismus-Sektor 
drei Beiträge, die einen Überblick geben
http://www.labournet.de/?p=121152

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