Dienstag, 5. September 2017

Frankreich » Gewerkschaften



a) Macron: Neues Arbeitsgesetz verordnet. Gewerkschaften gespalten. Aber…

Was der französische Präsident (wie sein Vorgänger) mit den 
Verordnungen zur Veränderung der Arbeitsgesetze im Dienste des 
Wunschkatalogs des Unternehmerverbandes MEDEF getan hat, bedeutet 
zweierlei: Einmal, öffentlich erneut  zu demonstrieren, dass der 
Parlamentarismus zunehmend überflüssig wird (und in Wirklichkeit auf 
ein altes reaktionäres Konzept zurück zu greifen: das der 
„unpolitischen“ Technokraten-Regierung, die per Direktiven schnell 
handlungsfähig sei). Zum anderen aber auch – und aktuell vor allem – 
den Protesten und dem Widerstand „den Wind aus den Segeln“ zu nehmen. 
Indem, in einer Kombination aus sogenanntem Dialog, einer 
koordinierten Propagandakampagne und der Ausnutzung der Spaltung der 
Gewerkschaften, erst recht vor dem Hintergrund der Niederlage der 
großen Bewegung gegen diese Reform im letzten Jahr, gewerkschaftlicher 
Widerstand in die Defensive gedrängt wird. Die Reaktion der 
Gewerkschaften ist gespalten, das ja, aber es ist eine durchaus 
kompliziertere Sachlage, als erste Stellungnahmen etwa zum 
Widerstandstag am 12. September nahe legen möchten. Unsere aktuelle 
Materialsammlung "Reaktionen französischer Gewerkschaften auf Macrons 
Verordnungen" vom 03. September 2017 versucht (in einem sicher 
unvollständigen Überblick) die Reaktionen und ihre Differenzierung zu 
dokumentieren.
http://www.labournet.de/?p=120952

b) Frankreich: Die Katze ist aus dem Sack, betreffend die 
Arbeitsrechts-„Reform“ unter Emmanuel Macron

"Einige ergänzende Anmerkungen zum Inhalt der am 31. August 
verkündeten Arbeitsrechts-„Reform“ (in Ergänzung zu Teil 1 vom 1. 
September 17). Zum Stand der Protestvorbereitung: Nun doch Aufrufe zum 
Streik, insbesondere bei den Eisenbahner/inne/n, für den 12. 
September. Den Dachverband FO (Force Ouvrière) durchziehen unterdessen 
heftige Widersprüche zur Haltung seines Generalsekretärs..." Teil 2 
des Artikels von Bernard Schmid vom 4.9.2017
http://www.labournet.de/?p=120850

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