Spendenaufruf
für die Erdbebenopfer in Oaxaca und Chiapas
Angesichts
des massiven Erdbebens in Südmexiko rufen wir dringend zu
Spenden für die Bevölkerung in den zerstörten Regionen auf.
Besonders hart
getroffen wurden die Gemeinden und Städte in der Landenge von
Tehuantepec im
Bundesstaat Oaxaca sowie in der Küstenregion von Chiapas.
Es gibt Dutzende Tote und Hunderte Verletzte, zahlreiche
Wohnhäuser,
Kliniken und Schulen, sowie Infrastruktur wie Straßen, Brücken,
Strom- oder
Gasleitungen wurden zerstört. Zu den extrem starken Erdbeben
(teilweise über
8,2 auf der Richter-Skala) kamen in einigen Regionen noch
schwere Regenfälle
hinzu, die zu heftigen Erdrutschen geführt haben.
Viele Menschen haben ihre Existenzgrundlage und ihr
bisheriges Zuhause
verloren, viele Kranke und Verletzte können nur unzureichend
oder gar nicht
versorgt werden. Es fehlt an elementarsten Dingen wie
Grundnahrungsmitteln,
Kleidung, Medikamenten, Kochgelegenheiten und
Übernachtungsmöglichkeiten.
Darüber
hinaus sind viele Regionen und Gemeinden bisher von der
Kommunikation abgeschnitten, so dass das gesamte Ausmaß der
Katastrophe
überhaupt noch nicht einzuschätzen ist.
Ein hochbrisanter Aspekt ist, dass die autoritären und
korrupten
Regierungen in beiden Bundesstaaten sowie die nationale
Regierung bereits
begonnen haben, die Situation dieser humanitären Katastrophe
politisch für sich
auszunutzen. Präsident Peña Nieto, Gouverneur Murat (Oaxaca) und
Gouverneur
Velasco Coello (Chiapas) posieren mit traumatisierten Menschen
vor zerstörten
Gebäuden für Fotos, um ihr Image aufzupolieren, um "Hilfe für
die
einfachen Leute" zu simulieren und die Privilegien ihrer
Oligarchien für
die Zukunft zu sichern. Häufig werden Hilfspakete gar nicht oder
hauptsächlich
an regierungsnahe Empfänger*innen vergeben. Zum Teil werden
Übergaben sogar
lediglich simuliert. So berichten Augenzeug*innen, wie ein
Liefer-LKW vor einem
zerstörten Haus von den Fahrern fotografiert wird - doch es wird
nichts
verteilt, sondern einfach wieder eingestiegen und
weitergefahren.
Viele Menschen in den zerstörten Gemeinden und
Stadtvierteln erbringen
enorme Eigenleistungen, um die Situation zu verbessern. Auch
viele Menschen in
Mexiko unterstützen die Betroffenen. Die Menschen ringen um ihr
Überleben. Sie
alle rufen jedoch auch explizit zu solidarischer Unterstützung
aus dem Ausland
auf, da es sich um eines der schwersten Erdbeben in der
Geschichte Mexikos
handelt.
Wir schließen uns dem Aufruf des unabhängigen
Menschenrechtszentrums
Digna Ochoa aus Tonolá, Chiapas, an, das darum bittet, dass sich
die Menschen
in Mexiko und der Welt mit den Betroffenen solidarisieren und
die humanitäre
Hilfe durch ihren Beitrag unterstützen. Das Zentrum arbeitet mit
dem
partei-unabhängigen Nationalen Indigenen Kongress (CNI)
zusammen, der 1996 auf Initiative
der linksgerichteten Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN) als
autonomes
mexikoweites Netzwerk gegründet wurde. Darüber hinaus sind wir
im Kontakt mit
unabhängigen oppositionellen Gemeinden, Basisorganisationen,
Netzwerken und
NGOs unseres Vertrauens aus Chiapas und Oaxaca, um die Spenden
möglichst
sinnvoll einzusetzen.
Aktualisierte Informationen zur Spendenkampagne werden
regelmäßig
auf www.chiapas.eu veröffentlicht.
Wir danken allen, die sich an dieser Spendenkampagne
beteiligen!
Die Zeit drängt - baldige Spenden sind sehr sinnvoll.
Solidarische
Grüße,
Gruppe B.A.S.T.A. (Münster) und
Partner Südmexikos e.V. (Böblingen)
Spendenkonto:
Partner
Suedmexikos e.V.
Volksbank
Böblingen
IBAN: DE30
6039 0000 0459 3900 07
BIC: GENODES1BBV
Stichwort:
Erdbeben
Chiapas98 Mailingliste
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