Wir veröffentlichen ein gemeinsames Flugblatt der Roten Frauenkomitees Berlin, Hamburg und Wien zum 8. März 2017:
Heraus zum 8. März, dem internationalen
Frauenkampftag. In einer Reihe mit den kämpfenden Frauen auf der ganzen
Welt rufen wir, die Roten Frauenkomitees Berlin, Hamburg und Wien alle
kämpferischen Frauen aus der BRD und Österreich dazu auf, dem
revolutionären Kampf der Frauen am 8. März in diesen Ländern einen
kraftvollen und lebendigen Ausdruck zu verleihen. Entgegen den
heuchlerischen Lügen der Herrschenden von der „gleichgestellten Frau“,
müssen wir zeigen dass wir längst aufgehört haben diese Lügen zu
schlucken, dass wir die in Wahrheit herrschende Unterdrückung und
besondere Ausbeutung der Frauen nicht länger hinnehmen wollen und
gemeinsam rufen: Die unterdrückten und ausgebeuteten Frauen kämpfen mit
aller Kraft um die Beseitigung der alten Ordnung, um die politische
Macht – die Diktatur des Proletariats!
Besonders die Arbeiterinnen sollen ihren
Platz in den ersten Reihen einnehmen, denn sie sind es die am meisten
Grund zu kämpfen haben, die nichts mehr zu verlieren haben außer die
alten widerlichen Lügen von wegen ihre Lage sei doch die „natürliche
Ordnung der Dinge“.
Unter dem Vorwand des „Schutzes der
Frauen“ wird von den Herrschenden versucht die Frauen wieder verstärkt
zurück in die „eigenen vier Wände“ des Haushalts zu drängen. Die Frauen
sind für die Kapitalisten billige Zusatzarbeitskräfte, die sie immer
mehr ersetzen durch Arbeitskräfte aus der dritten Welt um so die Frauen
wieder als reine Gebärmaschinen verwenden zu können. Dabei werden die
„Flüchtlingskrise“ und die sexuellen Übergriffe zu Silvester in Köln und
dieses Jahr in Innsbruck als guter Anlass dafür genommen um zu
behaupten, dass das Patriarchat ein reines Problem der „Männer aus
anderen Kulturen“ wäre. Genauso falsch wie zu behaupten dass das
Patriarchat ein reines Problem der Männer der dritten Welt ist, ist es,
so zu tun als gäbe es keine Patriarchat in diesen Regionen der Welt. In
der absoluten Mehrheit der Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas
wird ein verschärftes Patriarchat am Leben gehalten, ein blutiger Kerker
für die Frauen, und der Grund dafür ist der Imperialismus. Die
revolutionären Frauen in diesen Ländern, vor allem in Indien und
Brasilien, kämpfen deshalb mit ganzer Kraft und oftmals mit der Waffe in
der Hand für die neudemokratische Revolution, zur Beseitigung des
Imperialismus und des Feudalismus. Diese Kämpfe sollten die
fortschrittlichen Frauen in der BRD und in Österreich dazu anspornen
klar und deutlich zu zeigen dass wir tief verbunden mit diesen Kämpfen
stehen und die Losung verbreiten: ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt
euch im Kampf für die politische Macht!
Viele selbst ernannte Feministen tun so,
als würde sich das Patriarchat mit einem „Po-Grapsch-Paragraf“ oder
einem einfachen „Kampf gegen den Sexismus“ erledigen. Doch löst sich das
Patriarchat nicht in Luft auf wegen diesem oder jenen Gesetz oder einer
„gendergerechten“ Schreibweise. Die Realität der absoluten Mehrheit der
Frauen beweist das. Das soll davon ablenken, dass das Patriarchat eine
materielle Ursache hat, die Klassengesellschaft und heute am Leben
gehalten wird von der kapitalistischen Klasse. Der proletarischer
Feminismus bedeutet, dass die Frauenbewegung ihre volle Schlagkraft nur
unter einer konsequent revolutionären Führung erhält, die den Kampf
konsequent bis zur klassenlosen Gesellschaft führt, bis zur endgültigen
Beseitigung des Patriarchats.
Arbeiterinnen, Migrantinnen,
kämpferische Frauen und Mädchen, zeigt am 8. März 2017 eure Lebendigkeit
und Entschlossenheit im Kampf gegen das Patriarchat und die alte
Ausbeuterordung. Machen wir deutlich, dass die kämpfenden Frauen in der
Tradition der klassenbewussten Frauenbewegung stehen, die nichts mit
einem kleinbürgerlichen „anti-Männer“ Kampf gemeinsam hat, sondern
wissen, dass wir uns Vereinigen weil „die Emanzipation der Frauen nur
das Werk der Frauen selbst sein kann“.
ArbeiterInnen aller Länder, vereinigt euch im Kampf für die politische Macht!
Februar 2017
Rotes Frauenkomitee Berlin, Hamburg und Wien
Gemeinsames Plakat der Roten Frauenkomitees:

- Geschrieben von Ailin Ueber
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