Samstag, 11. Februar 2017
AGR: Der Kampf der Drucker von Buenos Aires wird zu einem Pol aller Menschen, die sich wirklich gegen die Regierung Macri zur Wehr setzen wollen
Seit 14. Januar 2017 dauert die Betriebsbesetzung der Belegschaft der
Druckerei AGR des Clarin-Konzerns nunmehr bereits an (wir berichteten)
– und sie wird allmählich zu einer Art Wasserscheide des Widerstands
gegen den Kurs des plump neoliberalen Präsidenten Macri (und seiner
Wahlkampfmaschine Clarin). War bereits bei der Demonstration am 4.
Februar, die zum Arbeitsministerium führte, aufgefallen, dass
Gewerkschaftsverbände durch Abwesenheit „glänzten“, so geschah dies
erneut am Donnerstag, 9. Februar. An diesem von zahlreichen Kräften
beschlossenen Aktionstag gab es in vielen Städten – vor allem, aber
nicht nur, rund um Buenos Aires – Strassenblockaden, zu denen die
Belegschaft aufgerufen hatte. Zahlreiche gewerkschaftsoppositionelle
Kräfte folgten diesem Aufruf ebenso, wie eine ganze Reihe von
Einzelgewerkschaften und linken Gruppierungen. Die Belegschaft wendet
sich nun mit einem offenen Brief an die Gewerkschaftsbewegung mit dem
Aufruf, ihren Kampf nicht als alleinstehend zu betrachten, sondern, im
Gegenteil, als exemplarisch für zahlreiche aktuelle
Auseinandersetzungen, für wachsenden Widerstand gegen die
Entlassungswelle und als Protest gegen die Teuerungswelle - beides
Ergebnis des Wunsches der Unternehmen und seiner Erfüllung durch
Macri. Siehe dazu vier aktuelle Beiträge und den Verweis auf bisherige
Berichte
http://www.labournet.de/?p=111491
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