Dienstag, 6. September 2016
Thyssen-Krupp: Betriebsräte protestieren gegen Stahlfusion
"Thyssen-Krupps Betriebsrat wehrt sich gegen eine mögliche Fusion mit
Tata Steel: Der Zusammenschluss sei nicht notwendig – und zudem
riskant. Der Konzernchef hatte sich zuvor für Fusionen ausgesprochen.
(...) Für den 31. August hat die IG Metall die Beschäftigten zu einer
Demonstration vor der Hauptverwaltung der Stahlsparte in Duisburg
aufgerufen. In der Ruhrgebietsstadt tritt an diesem Tag der
Aufsichtsrat von Steel Europe zusammen. Das Unternehmen beschäftigt
rund 27.000 Mitarbeiter. Die Arbeitnehmervertreter befürchten im Fall
einer Fusion einen Jobabbau und die Schließung von Standorten."
Reuters-Meldung vom 12.08.2016 beim Handelsblatt online
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/thyssen-krupp-betriebsraete-protestieren-gegen-stahlfusion/14006988.html
Siehe dazu: Thyssenkrupp in Fusionsgesprächen: Wo bleibt die
außerordentliche Betriebsversammlung?
"Die Wirtschaftspresse berichtet fast täglich über eine anstehende
Fusion von Thyssenkrupp Steel. Durch die weltweite
Überproduktionskrise sollen allein in Europa Kapazitäten von 8 Mio. t
Stahl vernichtet werden (NZZ 17.4.16). Von den fünf großen
„europäischen“ Stahlherstellern TKS, Riva, Tata Steel, Arcelor Mittal,
SSAB sind nach kapitalistischen Gesichtspunkten zwei zu viel auf dem
Markt. Thyssenkrupp führt mit Tata Steel, ArcelorMittal und Salzgitter
Fusionsgespräche (Handelsblatt 15.4.16). (...) Was erfahren die
Stahlarbeiter vom TK-Vorstand über die geplante Fusion? Bisher nichts,
was sie nicht den Medien entnehmen konnten. Das erst kürzlich geprägte
Motto „engineering, tomorrow, together“ hat sich schnell als Luftblase
erwiesen. Thyssenkrupp als reiner High-Tech-Konzern, den Stahlbereich
so schnell wie möglich ausgliedern und die „lieben Mitarbeiter“ werden
als letzte informiert. (...) Segerath und Back tun so, als sei der
Aufsichtsrat des Konzerns über die Fusionsgespräche nicht im Bilde.
Und was ist mit dem „Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss“
des Aufsichtsrates, in dem u. a. der Vorsitzende der
Betriebsrätegemeinschaft und ein Frankfurter Gewerkschaftssekretär
sitzen? Der strategische Plan zu fusionieren, soll nicht im
Strategieausschuss des Aufsichtsrates von TK besprochen worden sein?
Wer glaubt das denn? (...) So oder so – die von der IG Metall viel
gepriesene paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat hat glänzend
versagt. Sie dient nicht zur Information der Belegschaft, sondern ist
eine Mauer des Schweigens, damit die Belegschaft nichts über die
Fusion erfährt..." Beitrag von Peter Berens (pdf) bei RIR -
Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet (ohne Datum)
http://riruhr.de/Dokumente/Fusion_Thyssenkrupp_Steel.pdf
Siehe auch weitere Informationen und den Aufruf zum Aktionstag
http://www.labournet.de/?p=102780
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