Die
Beamtenmentaltität ist elementarer Bestandteil dessen, was man
"Deutsch-sein" nennt. Alles wird entsprechend den Vorschriften erledigt,
dokumentiert und abgeheftet. Das wird dem Justizminister der BRD nun
eventuell zum Verhängniss.
Gegen
Markus Beckedahl, dem Gründer von netzpolitik.org, wurde wegen
Landesverrat ermittelt. Es ging um die Veröffentlichung von unliebsamen
Wahrheiten über die Arbeit des Verfassungsschutzes. Ein mittelgroßer
Skandal, richtete sich diese MAßnahme doch ganz offensichtlich gegen
allerlei bürgerliche Freiheiten, der sich die BRD so gerne rühmt. Als
Sündenbock musste Generalbundesanwalt Harald Range herhalten und wurde
in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Er
habe dem damaligen Generalbundesanwalt Range niemals eine Weisung
erteilt, wie dieser in der Affäre um Netzpolitik.org zu verfahren habe,
beteuerte Justizminister Maas im August 2015 vor dem Rechtsausschuss des Bundestags widerholt. Diese Lüge wurde nun offenbar, weil es dazu einen Aktenvermerk gibt.
Neben der Tatsache, dass hier ein Minister frech gelogen hat, ist eine andere Sache bemerkenswert: "Auf
Ermittlungen Einfluss zu nehmen, weil deren mögliches Ergebnis
politisch nicht opportun erscheint", so wie es der ehemalige
Generalbundesanwalt formulierte. Die Gewaltentrennung, eine der
Grundlagen der demo-liberalen Ordnung, wird immer mehr angegangen - das
ist die faschistische Tendenz im Staat. Diesen Staat gegen die
Faschisten von AfD, Pegida und NSU verteidigen zu wollen, verhöhnt die
Realität. Wenn dies in der Form geschieht, Propaganda für die
bürgerliche Wahlfarce zu machen, was aktuell insbesondere in Fragen der
Regionalwahlen in Mechlenburg-Vorpommern und Berlin geschieht, dann ist
das eine klare Stellungnahme auf Seiten der Reaktion. Ein Verbrechen als
"Antifaschismus" getarnt.
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