Dienstag, 6. September 2016
Grenzpraktiken: Eine Skandalisierung ungarischer und österreichischer Ausgrenzungspolitik
"Eine syrische Geflüchtete wurde von Grenzpolizei angeschossen,
innerhalb des Schengen-Raums, an der slowakisch-ungarischen Grenze.
Kaum Aufmerksamkeit. Keine Demonstrationen. Kein Aufschrei. Ein
Vorfall von vielen. Empörung bleibt aus. Es werden keine Konsequenzen
gezogen aus den Praktiken an den äußeren europäischen Grenzen, wie dem
Erschießen von Geflüchteten an den syrisch-türkischen und
bulgarisch-türkischen Grenzen und brutaler Gewalt an diesen und
weiteren Grenzen. Die mangelnde Aufmerksamkeit ist im Angesicht
zentral- und westeuropäischer rassistischer Ignoranz nicht
verwunderlich. Dass das Schießen auf Geflüchtete an der
ungarisch-slowakischen Grenze auch so wenig Reaktionen hervorruft,
lässt sich nun wohl nicht mit dem allzu beliebten Argument der
geographischen Nähe und ‚europäischen Verbundenheit' erklären (siehe
Brüssel vs. Aleppo), sondern nur noch durch die Normalisierung von
menschenverachtender Politik..." Artikel von Anja Svobodovna in der
Graswurzelrevolution Nr. 410 vom Sommer 2016
http://www.graswurzel.net/410/grenze.php
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