Sonntag, 8. März 2015
Deutscher Gesandter traf Familien verschleppter Studenten in Mexiko
Tiroler Tageszeitung v. 26.2.2015
Chilpancingo (APA/dpa) - Knapp fünf Monate nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an dutzenden Studenten in Mexiko hat sich der Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer (SPD), mit den Angehörigen der Opfer getroffen. „Über 50 Eltern sind gekommen, um mit uns zu sprechen“, schrieb er am Mittwoch auf Twitter.
Die Familien hätten ihrer Wut und Verzweiflung über die aus ihrer Sicht unzureichenden Ermittlungen Ausdruck verliehen. Ein Vater habe gesagt: „Wir warten schon fünf Monate auf unsere Kinder und es fühlt sich an wie Jahre.“
Polizisten hatten Ende September in der Stadt Iguala 43 Studenten verschleppt und sie der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben. Mehrere Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Das Verbrechen rückte die engen Verbindungen zwischen Politikern, Sicherheitskräften und Kriminellen in den internationalen Fokus.
Strässer traf sich in Mexiko auch mit Außenminister Jose Antonio Meade, Vertretern der Generalstaatsanwaltschaft, dem Repräsentanten des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte und Vertretern der Nationalen Menschenrechtskommission.
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