Mittwoch, 24. September 2014

Bundesagentur für Arbeit jagt ein Gespenst und andere Tricks des Klassenfeindes

Von Günter Ackermann Dass das Gespenst des Kommunismus in Europa umgeht, hatten schon Marx und Engels im Kommunistischen Manifest im Jahre 1948 festgestellt. Aber auch nach dem Tod sind Kommunisten offenbar nicht tot zu bekommen. Ich meine nicht die Ideen und Theorien des Kommunismus – die eh nicht – ich meine auch die Kommunisten aus Fleisch und Blut. Ihr meint ist spinne? Nun, es ereignete sich im Jahre des Herrn 2005. Da erschien ein Aufgebot uniformiert und zivil gekleideter Herren mit Wumme im Schulterhalfter, Hundemarke in der Tasche und einem Papier in der Hand, das eine Richter Gerkau unterzeichnet hatte und die Herrschaften berechtigte, die Räume von Labournet Germany und die Privaträume einiger Vorstandsmitglieder von Labournet Germany zu durchsuchen. Sie beschlagnahmten alles, was auch nur entfernt mit elektronischer Datenerfassung zu tun hat. Was war geschehen? In Bochum wurde angeblich ein Flugblatt verteilt, das einen an geblichen Brief des dortigen Arbeitsamts enthalten haben soll. Herausgeber dieses Flugblattes soll ein gewisser Paul Lafarque gewesen sein, dessen Name mit dem Zusatz „Labournet“ versehen gewesen sein soll. Dieser Paul Lafarque war offenbar ein roter Untoter. Denn nach unseren Recherchen verstarb er schon im Jahre 1911 bei Paris. Er war der Ehemann der Tochter von Karl Marx Laura. Von Lafarque stammt folgender Satz: „Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen.“ Dieser Paul Lafarque wurde also von der Polizei in Bochum – offenbar steckbrieflich – gesucht und deshalb die Wohnungen und Räume einer linken gewerkschaftlichen Internetplattform durchsucht. Dabei hätte nur etwas googlen ausgereicht, um festzustellen, dass Paul Lafarque längst tot sein müsste oder aber 2005 das biblische Alter von 163 Jahren erreicht haben musste. In diesem Alter schreiben auch Kommunisten keine bösen Artikel mehr. Die Herrschaften der Polizei und Justiz hätten auch festegestellt, dass Paul Lafarque der Schwiegersohn von Karl Marx war und mit dessen Tochter Laura verheiratet war. Nach Aussagen eines an der Durchsuchung beteiligten Beamten, wurde offenbar unter dem Datum des 14.12.2004 ein angebliches Schreiben der Bundesagentur für Arbeit – Bochum – als Flugblatt verteilt. Unterschrieben sei es von einem Angestellten des Bochumer Arbeitsamtes mit gefälschter Unterschrift. Auf dem Flugblatt findet sich angeblich der Zusatz „Paul Lafarque – LabourNet“. Die bundesdeutsche Polizei und Justiz jagte also einem Untoten nach. Aller Welt wähnt den Marx-Schwiegersohn nicht mehr unter den Lebenden – nicht aber die wackeren Vermittler nicht vorhandener Arbeitsplätze. Mir ist bekannt, Paul Lafarque hat Suizid begangen und den in einem Abschiedbrief begründet: „Gesund an Körper und Geist, töte ich mich selbst, bevor das unerbittliche Alter, das mir eine nach der anderen alle Vergnügungen und Freuden des Daseins genommen und mich meiner körperlichen und geistigen Kräfte beraubt hat, meine Energie lähmt, meinen Willen bricht und mich für mich und andere zur Last werden lässt.“ Das wurde damals in der sozialistischen Bewegung heftig diskutiert. An Paul und Laura Lafarque Beisetzung nahmen 15.000 Arbeiter teil. Am Grab sprach einer, von dem die Welt noch sprechen würde: W.I. Lenin. Und begraben soll er auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris sein. Jedenfalls befindet sich dort noch sein Grab. Aber er erhob sich offenbar von den Toten und fabrizierte in Bochum im Alter von 163 Jahren dieses inkriminierte Flugblatt, das dann die Polizei- und Justizaktion auslöste. War das nur eine Provinzposse damals 2005 in Bochum? Wohl auch, denn einen Mann von 163 Jahren dürften auch der dümmste Paragraphenhengst und der bescheuertste Polizeikommissar das nicht zutrauen. Aber, wenn es gegen Linke geht, ist man auch nicht so wählerisch, da riskiert man schon mal das Lächerlich-Machen, wenn nur der Zweck erfüllt wird. Und der wurde erfüllt. Man störte Labournet nachhaltig in seiner Arbeit, die Technik musste ersetzt werden und die Behörde weigerte sich den Neubeschaffungswert zu ersetzen. Auch wir haben mit Paragraphenrittern zu kämpfen. Die behaupten z.B. wir hätten das Urheberrecht verletzt. So erhebt – laut Anwaltskanzlei aus Hamburg – AFP das Urheberrecht auf den Namen der irakischen Stadt Faludscha. Oder der angeblich Linke Ronald Friedmann meint, eine Stange Geld für einen eher schlechten Artikel über zwei kommunistische Opfer des Antikommunismus in den USA – Ethel und Julius Rosenberg – kassieren zu müssen – er ließ sogar das Konto pfänden. Geld aber bekam er nicht, ich habe ein Pfändungsschutzkonto. Aber es geht auch handfester. Vor ei paar Jahren passierte folgendes: Ich fahre mind. Einmal die Woche zu meinen Enkelkindern und unternehme etwas mit ihnen. So auch ein einem Samstag im Oktober. Aber an diesem Tag war der Junge krank und ich kam früher zurück. In der U-Bahn-Station am Hauptbahnhof rief ich wenige Minuten vor Eintreffen der Bahn per Handy zu Hause an und kündigte mein vorzeitiges Eintreffen an. Knapp 20 Minuten später war ich an der heimischen Haltestelle und schlug den Weg nach Hause ein. Mit fiel auf, dass zwei Typen, die an der Haltestelle gestanden hatten, sich auch in meine Richtung bewegten. Kurz vor meiner Wohnung überholten sie mich. Der eine dreht sich zu mir hin und sprach mich an: „Bist du der Antizionist Ackermann?“ Ich antwortete ausweichen und setzte meinen Weg fort. Der eine der beiden stand einige Meter von mir weg, der andere direkt vor mir. Es waren relativ junge Männer, Ende 20, gekleidet in „ordentlicher“ Zivilkleidung, kurzer Haarschnitt. Dann musste ich den Weg zum Eingang meines Wohnhauses gehen. Der eine stellt sich mir in den Weg und beschimpfte mich. Ich griff in die Tasche und sagte, er solle mich vorbei gehen lassen, sonst bekomme er Pfeffer ins Gesicht. Er ging zur Seite, schubste mich und trat nach mir. Als ich mich umdrehte und wieder mit Pfeffer drohte, gingen beide auf Abstand. Ich fragte mich, was das für Typen seien. Noch heute sage ich, dass es nur drei Möglichkeiten geben kann: - Antideutsche - Israelischer Mossad oder - Verfassungsschutz/politische Polizei. Am wahrscheinlichsten erscheint mir Verfassungsschutz/politische Polizei. Warum= Sehr einfach: Ich kam zu ungewohnter Zeit nach Hause und ich hatte meine Ankunft telefonisch per Handy angekündigt. Wer mich auch immer aufgelauert hatte, er wird nicht den ganzen Tag auf meine Ankunft gewartet haben. Wenn man mein Telefongespräch abgehört hatte, wusste man, wann ich an der Haltestelle ankommen werde. Mit dem Auto ist es keine 5 Minuten zum Polizeipräsidium, um die Ecke ist sogar die Polizeiwache und nicht weit ist eine Nebenstelle des Polizeipräsidiums. Die technischen Möglichkeiten des Telefonabhörens haben aber die Antideutschen nicht. Auch hätten sie mich nicht als „Antizionisten“ bezeichnet, sondern mich Antisemit genannt. Und die beiden Typen sahen auch nicht wie die Milchbuben der Antideutschen aus, Der Mossad dürfte an mir weniger Interesse haben und wenn, hätten sie es nass erledigt. Auch hier: Der Klassenfeind versucht es eben, unliebsame Kritiker – hier mit Einschüchterung – zum schweigen zu bringen. Aber: „Wir Kommunisten sind Menschen von besonderem Schlag. Wir sind aus besonderem Material geformt. Wir sind diejenigen, die die Armee des großen proletarischen Strategen bilden, die Armee des Genossen Lenin. Es gibt nichts Höheres als die Ehre, dieser Armee anzugehören. Es gibt nichts Höheres als den Namen eines Mitglieds der Partei, deren Gründer und Führer Genosse Lenin ist. Nicht jedem ist es gegeben, Mitglied dieser Partei zu sein. Nicht jedem ist es gegeben, die Unbilden und Stürme zu bestehen, die mit der Mitgliedschaft in dieser Partei verbunden sind. Die Söhne der Arbeiterklasse, die Söhne der Not und des Kampfes, die Söhne unsagbarer Entbehrungen und heroischer Anstrengungen – sie vor allem sollen Mitglieder dieser Partei sein. Deswegen nennt sich die Partei der Leninisten, die Partei der Kommunisten, zugleich die Partei der Arbeiterklasse.“ (J.W. Stalin) Wir wissen, der Klassenfeind kann es auch mit offener Repression und Verfolgung. Die Zeit des Faschismus hat gezeigt, zu was der Klassenfeind fähig ist. Humanität und Menschenrechte haben da keinen Wert und Verfassungen werden gebrochen. Auch in den Nachkriegsjahren, als die KPD verboten wurde, verschleppten die Büttel des Kapitals zehntausende Kommunisten in die Knäste, Hausdurchsuchungen waren auf der Tagesordnung und selbst vor Mord schreckten sie nicht zurück. Darauf müssen wir uns einstellen und dürfen nicht der Maske des angeblichen Rechtsstaates herein fallen. Rechtsfragen sind Machtfragen, wenn es sein muss, wenn die Profite gesichert werden sollen, brechen sie jede Verfassung und die Grundrechte sind für sie Makulatur. G.A.

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